M. Ulbig erhält “Big Brother Award”
Markus Ulbig, seines Zeichens Sächsischer Staatsminister des Inneren, wurde jüngst mit dem BigBrotherAward 2011 (Kategorie Behörden und Verwaltung) beehrt.
Ausschlaggebend dafür waren 28 – letztlich durch Ulbig zu verantwortende – Funkzellenabfragen im Raum Dresden. Wir erinnern uns an den 19. Februar 2011: 20.000 Menschen demonstrierten in Dresden gegen den jährlichen Nazi-Aufmarsch.
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Highspeed-Blasmusik aus Rumänien

Auf die Schnelle noch ein Veranstaltungshinweis für den Großraum Pirna – bevor ich es vergesse: am kommenden 1. Mai spielt Fanfare Ciocrlia im Dresdner Schauspielhaus – das Konzert beginnt um 20.00 Uhr. Karten sind momentan noch zu haben und kosten jeweils 22,00 Euro.
Fanfare Ciocrlia ist eine zwölfköpfige Roma-Blaskapelle aus dem Dorf Zece Prăjini in Ostrumänien.
Sie gilt weltweit als eine der besten Live-Bands, die mit unerschöplicher Energie und Einfallsreichtum ihre Fans von Melbourne bis Memphis, von Tokio bis Toulouse begeistert. Die 12 Musiker blasen von der Bühne aus zum Sturm und versetzen damit das Publikum seit 16 Jahren auf mehr als 1.400 Konzerten in Ekstase … Die Band bezeichnet sich stolz als die am härtesten blasende Band im Blechbiz.
Bedarf es noch weiterer Erläuterungen? Nicht wirklich, oder? (alles via)
Die Leidenschaften (Ausstellung)

Am vergangenen Samstag haben wir uns die neue Sonderausstellung “Die Leidenschaften – Ein Drama in fünf Akten” im Dresdner Hygienemuseum angesehen.
Wie es der Titel schon besagt: es geht um die stärksten und schönsten, aber auch gefährlichsten der menschlichen Gefühle – die Leidenschaften. Unwillkürlich denken die meisten Menschen dabei zuallererst wohl an Sex – doch weit gefehlt: diese Ausstellung zeigt uns die gesamte Palette der Leidenschaften – von Liebe, Neugierde oder Zorn und die Erforschung derselben von der Antike bis zur Gegenwart. Wo im Körper sitzen die Leidenschaften, was löst sie aus und kann man sie auch messen? Welche sind die guten, und welche die schlechten?
Die monatliche Flusslandschaft
Zur monatlichen Flusslandschaft schauen wir einmal mehr auf die Elbe – dieses Mal jedoch nicht in Pirna, sondern in Laubegast (Dresden). Der vergangene Samstag war ja tatsächlich so etwas wie der erste, wirkliche Frühlingstag und wir haben ihn genutzt, um anzuradeln – immer entlang des wohl gefüllten Flusses in die Landeshauptstadt hinein.
In diesem ersten Bild sehen wir einen Blick auf den Anleger der Schiffswerft Laubegast. So weit ich informiert bin, meldete die Werft – nachdem sie sich mit einem Auftrag für zwei Fähren in Kenia wohl arg übernommen hatte – im Januar 2011 Insolvenz an. Seitdem habe ich hierzu nichts Neues gehört …
Oper und Schauspiel kooperieren
Jetzt ist es öffentlich: mit der am heutigen Tag erfolgten Information der Belegschaften lesen wir zur angekündigten Kooperation von Semperoper und dem Staatsschauspiel Dresden auch schon in der Lokalpresse. So schreibt die “Sächsische Zeitung” zum Thema – im Zitat sollen hier lediglich die Fakten benannt sein – rein informativ:
Anti-ACTA Protest in Dresden
Die Dresdner Piraten riefen für gestern mittag zur Demo auf – so wie in vielen anderen deutschen Städten auch.
Das Thema ist ja inzwischen beinahe überall hinreichend erläutert und diskutiert worden – von daher möchte ich in diesem Eintrag nicht weiter darauf eingehen. Ich hatte gestern jedenfalls die Zeit und habe mich nur zu gerne in den Protestzug mit eingereiht. Mit der Kamera natürlich – die Bilder seht ihr anbei.
Haltepunkt Dresden-Strehlen

Ich bin dort in den letzten sieben Jahren jeweils einmal aus- und wieder zugestiegen. Immer im Winter und immer nur aus dienstlichen Gründen … Strehlen ist so gar nicht mein Einzugsbereich.
Es war wohl die schon in die Jahre gekommene Dachkonstruktion, die mich jüngst zu diesem Schnappschuss animierte.
Schützengrabengeruch im Museum

Wie es in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs roch? Das läßt sich neuerdings – neben anderem – im Militärhistorischem Museum Dresden erfahren.
Wir haben diesem gestern einen Besuch abgestattet – wobei uns primär der “Dresdner Keil” lockte, weniger die Militärgeschichte an sich. Der Architekt bezeichnet den Neubau ja selbst “als bislang reinsten Libeskindbau”, von daher ist die Inaugenscheinnahme des Gebäudes nahezu ein Pflichtbesuch. Und er lohnt allemal …
Architektonische Gestaltung
Der keilförmige, asymmetrische Neubau durchdringt den massiven, klassisch gegliederten Altbau. Eine transparente Fassade aus Metalllamellen überlagert den historischen Baukörper. Der Neubau stellt einen Einschnitt, eine Störung in das Gebäude dar und verändert nicht nur die äußere Gestalt, sondern auch das innere Raumgefüge grundlegend. Seine Räume folgen ihrer Funktion und stehen in klarem Kontrast zu dem starren, horizontal ausgerichteten Säulenraster des Altbaus. Immer wieder durchbricht der Neubau den Altbau und eröffnet dem Besucher auf allen Ebenen überraschende, räumliche Verschränkungen und Ausblicke… Gleichzeitig ist der Libeskindbau schon als erstes und größtes Exponat des neuen Museums zu verstehen. Er selbst wird zum Gewaltinstrument, das das Arsenal zerschneidet. Der Keil als Symbol organisierter Gewalt. Er bricht mit alten, autoritären, starren Strukturen und steht in seiner Transparenz für die Offenheit der demokratischen Gesellschaft und die veränderte Rolle des Militärs in Deutschland
Dreißig Meter hoch und damit acht Meter mehr als die säulenverzierte Triumphbogenfront des Mittelflügels, eröffnet der Neubau aus der Spitze des Keils einen spektakulären und neuen Blick auf Dresden. Auch hier liegt Symbolik im Entwurf. Die Spitze des Keils verweist auf die Stelle an der in der Nacht vom 13. Februar 1945 die ersten Bomben der Alliierten Luftangriffe einschlugen. Der Besucher wird auf die schwierige Geschichte der Stadt verwiesen und sieht gleichzeitig mit neuer Perspektive auf ein sich stetig entwickelndes Dresden.
Ich denke auch nach meinem Besuch, dass die ungewohnte Architektur das Sehenswerteste am Komplex ist. Die zeitgemäße Gestaltung ist explicit gelungen – Glas, Stahl und nackter Beton harmonieren und würden auch jedwedem anderen, musealen Ort wohl gut zu Gesicht stehen.








Die (ein wenig unübersichtliche) Ausstellung selbst ist durchaus interessant – sofern man am Thema interessiert ist. Sie teilt sich in unterschiedliche Bereiche, die zur Gänze kaum fassbar sind – das Beste wäre wohl, sich auf einen Zeitabschnitt zu beschränken. Auch die Innenarchitektur ist alles andere als langweilig: immer wieder tun sich interessante Blicke auf, die das eine oder andere Kleinod der Sammlung auf ungewohnte Weise präsentieren.
Von daher sei also der Besuch dieses musealen Neubaus empfohlen. Dem Vernehmen nach soll der Eintritt noch bis Ende Februar frei sein. Und wenn man den Ort nicht zu den klassischen Zeiten besucht, bleibt der Besucherstrom auch noch halbwegs übersichtlich. Wir waren am Samstag mittags bis gegen 15.00 Uhr vor Ort, hatten kein Parkplatzproblem und mussten auch nicht anstehen. Fotografieren im Gebäude war kein Problem und ich hoffe, dass die obigen Schnappschüsse einen kleinen Einblick zur Sache geben …
Ausstellung: Neue Sachlichkeit in Dresden
Ich habe es heute endlich geschafft, diese großartige Ausstellung zu besuchen und möchte hiermit alle Neugierigen zur Eile mahnen – sie schließt bereits am kommenden Sonntag ihre Pforten.
Der Besuch lohnt unbedingt: dem interessierten Besucher werden circa 140 Gemälde und 40 Zeichnungen und Skizzen präsentiert. Dabei sind Werke von Otto Dix, Conrad Felixmüller, Franz Radziwill, Wilhelm Lachnit, Franz Lenk und weiterer Künstler, die dieser bemerkenswerten Kunstströmung zugeordnet werden.
– Malerei der Zwanziger Jahre von Dix bis Querner -
In den 1920er Jahren avancierte die Kunststadt Dresden zu einem gewichtigen Zentrum der Malerei der Neuen Sachlichkeit und des Verismus. Erstmals wird diesem Phänomen in Dresden eine eigene Ausstellung gewidmet, die auch den Vergleich zu anderen Kunstzentren in Deutschland ermöglicht. Mit kühler Distanz und messerscharfer Präzision beschrieben Maler ihre Zeit in Gemälden, die den Eindruck höchster Wirklichkeitsnähe hinterlassen … Desillusionierende Bilder von Arbeitslosen, Kriegsinvaliden und Dirnen entstanden parallel zu Porträts von Arbeiterfrauen und -kindern, die den Wunsch ihrer Schöpfer nach Veränderung der Gesellschaft spiegeln.
Ausstellungsort ist die Kunsthalle im Lipsiusbau (Brühlsche Terrasse) in Dresden. Geöffnet ist sie noch bis zum 8. Januar, von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Verweis: Neue Sachlichkeit in Dresden.















