Denis Scheck: Was gesagt werden muss
Denis Scheck – seines Zeichens durch Funk und Fernsehen bekannter Literaturkritiker und Journalist – sprach kürzlich gut über die Diskussionen zu Günter Grass und seinem Gedicht “Was gesagt werden muss”.
Denis Scheck – seines Zeichens durch Funk und Fernsehen bekannter Literaturkritiker und Journalist – sprach kürzlich gut über die Diskussionen zu Günter Grass und seinem Gedicht “Was gesagt werden muss”.
… bin nicht nur ich der Meinung, dass man Joachim Gauck keinesfalls als einen ehemaligen DDR-Bürgerrechtler benennen sollte – diese Ehre steht ihm schlicht nicht zu. Gauck trat erst mit dem unaufhaltsamen Ende der Systems regional und dann auch überregional in Erscheinung, seine vorherige Rolle ist mit ruhigem Gewissen (und im besten Falle) als eine nichtssagende, von berechnender Neutralität geprägte zu bezeichnen.
Siehe dazu auch: Pastor der Unfreiheit – Akten aus dem Archiv der DDR-Staatssicherheit zeigen, wie Joachim Gauck in Rostock einen „Kirchentag von unten“ verhindert hat.
Und auch diese Seite verdient Beachtung: Gauck – nicht mein Präsident.
Zu einer möglichen Kandidatur von Georg Schramm (Wikipedia) für das Amt des Bundespräsidenten wird es nicht kommen – der Kabarettist erklärte sich gestern zum Thema und plädierte für die Abschaffung des Bundespräsidentenamtes.
So kann man das derzeitige „Bäumchen wechsle dich“-Spiel im Schloss Bellevue durchaus interpretieren. Wird doch (meines Erachtens) mit der Aufstellung von Joachim Gauck ein Mann für das höchste Amt im Staate benannt, der keinesfalls ein Präsident für alle BürgerInnen dieser Republik sein wird und wohl auch nicht sein möchte.
Gaucks hinlänglich bekannte Äußerungen – etwa zum Sozialstaat, zu Freiheits- und Bürgerrechten, zu Hartz-IV oder auch zu den kruden Theorien des Thilo Sarrazin – positionieren ihn inmitten der neoliberalen und erzkonservativen Ecke der Sozialstaatsvernichter dieses Landes.
Malte schreibt gut über die Causa Wulff:
Die Idee, man habe zwar das höchste Amt im Staat inne, sei aber zu behandeln wie der Geringste unter den Bürgern seines Landes, die Idee, man habe einen Anspruch auf dieses Amt, weil man doch so fleißig war: Diese Idee ist in ihrer Zeitgemäßheit herzwärmend.
Und sie ist der Grund, warum man Wulff nicht nur fortjagen, sondern auch noch auslachen sollte.
Verweis: “Der Anspruch” (Malte Welding).
Thomas Stadler: Warum polarisiert ACTA?
Eine Broschüre für jede/n Angeordnete/n!
Die Digitale Gesellschaft möchte mit der Herausgabe der 24seitigen Broschüre “Wie das Internet funktioniert” den PolitikerInnen und EntscheidungsträgerInnen dieser Republik einen umfassenden, thematischen Überblick geben. Das tut auch not, denn gemessen an den Äußerungen von Herrn Friedrich und Kollegen kommen nicht nur mir arge Zweifel an der eigentlich notwenigen Kernkompetenz.
Unsere Broschüre soll EntscheidungsträgerInnen und Interessierten einen Überblick über das Internet und Internettechnologien geben. Sie erklärt einige Schlüsseltechnologien des Internets in verständlicher Sprache. Wir hoffen, dass sie im Dschungel des Computerjargons eine wertvolle Hilfe sein wird.
Bleibt zu hoffen, dass die Broschüre von den Adressaten auch tatsächlich gelesen und verstanden wird – wir wollen doch optimistisch bleiben. Und dass die Lektüre derselben sowieso und überhaupt Jedermann/Frau angeraten sei versteht sich doch von selbst …
Alexander Kissler schreibt gut über den mehr als peinlichen Fernsehauftritt des leider immer noch amtierenden Bundespräsidenten. Besser lässt sich diese Groteske wohl nicht sezieren …
Für alle, die die Schmonzette noch einmal sehen möchten – bitteschön.