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Prag (on stage)

Wie gestern schon angekündigt heute nun ein kleiner Rückblick auf die vergangenen Tage.

In Prag fand dieser Tage ein Theaterfestival der Deutschen Sprache statt, und der mensch hatte das außerordentliche Vergnügen, daran teilzunehmen. Spielstätte war für uns das “Theater in den Weinbergen”, ein beschauliches, ehrwürdiges Gemäuer, welches relativ zentral, sprich gute zehn Minuten vom Wenzelsplatz gelegen ist.

Prag (on stage)

Prag (on stage)

Wir waren mit David Martons Inszenierung der „Lulu“ zu Gast, einer Übernahme aus Hannover, die in der vergangenen Spielzeit auch in Dresden dargeboten wurde. Applaus gab es am Ende reichlich, da es jedoch die letzte Aufführung war, soll das Stück hier nicht weiter der Gegenstand der Betrachtung sein …

Davon unabhängig waren es vor allem arbeitsreiche, aber auch amüsante Stunden vor Ort, die leider nur wenig Raum zur individuellen Freizeitgestaltung ließen. Von daher sei hiermit auf die mitgebrachten, visuellen Eindrücke des Hauses verwiesen – allesamt natürlich wieder mit dem Vierphone erstellt.

Prag (on stage)

Prag (on stage)

Prag (on stage)

Prag (on stage)

Prag (on stage)

Prag (on stage)

Prag (on stage)

Prag (on stage)

Prag (on stage)

Prag (on stage)

Prag (on stage)

Und ja, die wunderschönen, verqueren und verschossenen Bilder sind absolut gewollt – normale Fotos kann schließlich jeder Heinz …

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Aktuell und brisant, überaus witzig und voller überraschender Wendungen … Dieser Theaterabend ist ein Muss für Eltern, Pädagogen und alle Menschen, die gute Unterhaltung zu schätzen wissen.

Die Szenerie: fünf entschlossene Eltern warten im Klassenzimmer der 4b auf die Klassenleiterin Frau Müller. Mit den Unterschriften fast aller Eltern wollen sie der Lehrerin das Vertrauen entziehen – sie halten sie für ganz und gar ungeeignet, ihren Kindern den erhofften Sprung auf das Gymnasium zu ermöglichen.

Was folgt ist (beinahe) ein Kampf bis auf’s Messer – es geht ans Eingemachte. Die eventuell auftretenden Probleme bei den Schülern zu suchen ist ein Ding der Unmöglichkeit, eigene Unzulänglichkeiten werden über die Kinder kompensiert und für deren Fortkommen scheint sowieso jedes Mittel recht.

„Am Elternabend zeigt sich, wie solidarisch eine Gesellschaft wirklich ist und wie sie mit Erfolg und Niederlagen umgeht. Da werden keine Gefangenen gemacht und keine Konzessionen. Wessis haben was gegen die Lehrerin aus dem Osten, Ossis finden die Westkinder völlig verzogen, soziale Vermischung schön und gut, aber doch nicht in der Klasse meines Kindes! Und weil an Elternabenden nicht nur Eltern um ihre Kinder kämpfen, sondern auch immer die Eltern für sich selbst, ist man sich im Vorfeld des Treffens einig geworden: Es geht darum, die blöden Bälger irgendwie durchzukriegen! Frau Müller muss weg!“ (Lutz Hübner)

Allerfeinstes Menschenkino also – von mir hiermit ausdrücklich empfohlen.

Verweis: “Frau Müller muss weg” (Komödie von Lutz Hübner, Staatsschauspiel Dresden).

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Ich habe vom diesjährigen, 25. Puppenspielfest auf der Burg Hohnstein nicht wirklich viel mitbekommen, und eigentlich (aus Zeitgründen) nur zwei Stücke gesehen.

Von diesen zwei beiden gefiel mir eines nicht so unbedingt, das andere hingegen war wunderschön und soll deshalb hier erwähnt sein: “Froschkönig oder der Eiserne Heinrich” – vom Theater Urknall (Dresden) gespielt.

Eine alte Truhe ist das Einzige was ihm geblieben ist. Darin bewahrt er seine Geschichte, die er wieder und wieder erzählt: Das Märchen vom eitlen Prinzen, der in einen Frosch verwandelt wurde und den nur die Liebe einer schönen Prinzessin erlösen kann. Aber welche macht das schon? Vereinsamt und hilfebedürftig sehnt sich der greise Frosch nach dem Tode. Doch vielleicht gibt es Hoffnung? Denn seit heute ist Marina da. Und der treue Diener Heinrich bleibt eisern …

Dorothee Carls und Michael Hatzius spielten die alte Geschichte in derart bezaubernder Art und Weise, dass es einem warm ums Herz wird. Mit viel Humor und Spass am Spiel wird das Grimmsche Märchen zeitgemäß in Szene gesetzt und sei hiermit für Kinder und Erwachsene zugleich empfohlen – bitte unbedingt anschauen, so sich die Gelegenheit bieten sollte.

(Leider finden sich auf der Seite noch keine neuen Spielorte und Termine)

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Chicago, in den Jahren der Weltwirtschaftskrise: im Kampf um Umsatz und maximalen Gewinn gehen sich die großen “Fleisch-Fabrikanten” gegenseitig an die Gurgel. Es gibt erste Opfer unter den Kapitalisten – die Fabriken schließen, die Arbeitslosen hungern.

Johanna Dark, die Heilsarmeesoldatin, sucht stetig das Gute im Menschen und verteilt Gottes Wort nebst Suppe an die Bedürftigen an den Schlachthöfen. Dabei trifft sie auf Pierpont Mauler – seines Zeichens “Fleischkönig” von Chicago. Dieser ist von Johannas Idealismus fasziniert, verspricht, seine Fabrik wieder zu öffnen und will ihr beweisen, dass nicht die Fabrikanten, sondern die Arbeiter – das “niedere Volk” – schlecht sind.

Johanna erkennt sehr wohl, dass diese vorgebliche Schlechtigkeit aus der Not heraus geboren ist. Voller Abscheu wirft sie die Fleischfabrikanten, die der Heilsarmee (im Stück “die Schwarzen Strohhüte”) Geld spenden sollen, aus deren Haus – woraufhin sie entlassen wird. Die Lage eskaliert, als zum Generalstreik aufgerufen wird …

Bertolt Brecht schrieb “Die heilige Johanna der Schlachthöfe” in den Jahren 1929/30, erlebte die Aufführung jedoch nicht mehr. Erst 1959, drei Jahre nach seinem Tod, kam es in Hamburg zur Uraufführung.

Das Thema ist heute so aktuell wie vor 80 Jahren – keine Frage. Am Dresdner Staatsschauspiel wird uns derzeit in einer eindrucksvollen, sehenswerten Inszenierung präsentiert, wie Kapitalismus funktioniert. Eine lobenswerte Ensembleleistung mit einem grandios spielenden Matthias Reichwald als Fleischkönig Mauler war das (belohnt mit lang anhaltendem Applaus und zum Teil stehenden Ovationen) am gestrigen Abend. (zum Spielplan)

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Wir haben uns gestern (mit dem Junior) das aktuelle Weihnachts-Spektakel des Dresdner Staatsschauspiels angesehen: “Die Brüder Löwenherz” – Sie wissen schon – der Kinderbuch-Klassiker von Astrid Lindgren. Da es uns ausnahmslos gefallen hat sei es hiermit erlaubt, eine Empfehlung auszusprechen.

Das Stück bietet alles, was das Herz des Zuschauers begehrt – die eigentlich doch traurige Geschichte wurde unterhaltsam inszeniert und weiss in furiosen Bildern zu überzeugen. Lobenswert zudem das engagierte Spiel der Mimen – allen voran Annika Schilling und Sebastian Wendelin als die Brüder Löwenherz.

Ganz kurz noch zum Inhalt:

Die Brüder Karl und Jonathan Löwenherz wohnen im Kirschblütental. Sie haben ein gemütliches kleines Haus und eigene Pferde, können reiten, schwimmen und den ganzen Tag tun, was ihnen gefällt. Vergessen ist die Zeit, als der neunjährige Karl Löwe, genannt Krümel, krank war und eine Weile ohne seinen großen Bruder Jonathan auskommen musste. Doch hier, in Nangijala, sind sie wieder vereint und bleiben es auch – jeder im Kirschblütental kennt sie als die unerschrockenen Brüder Löwenherz. „Wenn einer stirbt, dann kommt er nach Nangijala. Dort ist es wunderschön, und man kann dort fabelhafte Abenteuer erleben, denn es herrscht noch die Zeit der Lagerfeuer und Sagen“, das wusste Krümel schon lange. Und tatsächlich ist es genau so gekommen. Krümel hat in Nangijala plötzlich vor nichts mehr Angst und ist stolz auf Jonathan, der als mutiger Held von allen geliebt wird. Doch schon bald erfährt Krümel, dass die Idylle in Gefahr ist. Denn im benachbarten Heckenrosental regiert der Tyrann Tengil, der seine Untertanen schlecht behandelt und jetzt auch das Kirschblütental bedroht. Gemeinsam kämpfen die Brüder Löwenherz gegen Tengils Heer für die Freiheit Nangijalas. Dabei treffen sie auch auf den Drachen Katla, der Tengil dank eines magischen Horns wie ein Schoßhund folgt. (via)

Wer nun Lust auf diesen Theaterbesuch bekommen hat schaut bitte in den aktuellen Spielplan – Karten sind durchaus noch zu bekommen …

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