Category Archives: Web

Spielregeln für den zweiten Lebensraum

Was man wie bloggen darf und wie man Kritik äußern kann – Rechtsanwalt Udo Vetter (law blog) sprach auf der re:publica 2010 zum Thema.

Immer mehr tun es. Sie twittern, bloggen und pflegen in sozialen Netzwerken den privaten und geschäftlichen Freundeskreis. Die neue Freiheit stößt aber häufig und meist unerwartet an ihre Grenzen. Wer fremde Inhalte veröffentlicht oder auch nur zu forsch seine Meinung sagt, muss stets mit juristischem Gegenwind rechnen. Abmahnungen und Klagen wegen großer und kleiner Rechtsverletzungen sind an der Tagesordnung, die Anonymität des Netzes nicht mehr als eine Illusion. Der Vortrag erklärt anhand praktischer Beispiele die wichtigsten Punkte für jeden, der das Internet als zweiten Lebensraum nutzt. Themen sind unter anderem die Impressumspflicht in sozialen Netzwerken, die Grenzen der Meinungsfreiheit sowie Fragen des Urheberrechts.

Nicht nur – aber auch mit Blick auf die aktuelle Euroweb/ Nerdcore-Geschichte absolut sehens- oder hörenswert.

Gekürzten Feeds eine lange Nase zeigen

Um es kurz zu machen: ich halte gekürzte Feeds für ein No-Go im Web. Und dabei sei es einmal dahingestellt, ob es sich um ein News-Magazin oder ein rein privates Weblog handelt. Schließlich abonniere ich den Feed nicht, um dann doch alltäglich die Webseite zu besuchen.

Um dieses Ungemach zu umgehen gibt es jetzt mit WizardRSS einen Dienst, der statt des gekürzten Feeds einer Seite den Fullfeed ausgibt. Einfach die originale Feed-Url eingeben und die dann generierte Adresse abonnieren – einfacher geht das nimmer! (via – thx)

Dano: Winter Empire

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Oben zu hörender Song ist Track Nr. 2 auf der eben erschienenen “Best Of Breitband Vol. 2“. Elf hörenswerte Songs – frei wie Freibier – damit die Musik unterm Baum stimmt.

Auch schön: Best Of Breitband Vol. 1.

Delicious war gestern, Zootool ist heute

Wie allerorten zu lesen ist, wird Yahoo in Kürze seinem schlechten Ruf erneut gerecht und will den erst vor vier Jahren erworbenen und auch heute noch populären Bookmark-Dienst Delicious schließen.

So traurig und unverständlich diese Nachricht auch ist – immerhin handelt es sich bei Delicious ja um ein Urgestein des Webzwonull – alles Lamentieren nutzt nichts und eine Alternative muss her, da ich nur ungern meinen Browser mit hunderten von Lesezeichen füttern möchte. Neben Pinboard scheint mir nun Zootool wieder eine gute Alternative – nicht erst seit heute und nicht zuletzt wegen der beispielhaft schön anzusehenden Oberfläche …

Also schnell die Bookmarks exportieren und dann einstweilen entspannen.

Es gilt sich in Geduld zu üben – wie zumeist, wenn die Netzbewohner en masse migrieren.

Wir brauchen viele neue Wikileaks

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Kontrollverlust oder Open Society?

Was kommt nach Wikileaks?

Ein wunderbarer Beitrag zum Thema vom Breitband-Radio. Allein schon der Kommentar von Philip Banse über die Folgen von Wikileaks für die Demokratie ist Gold wert. Gute Netzmusik gibt es zudem …

Ich habe dem Hörfunk heute nachmittag ab und an im Personenkraftwagen gelauscht und – Gott sei’s gedankt – diesen Beitrag im Internetz für euch und mich zum Nachhören gefunden …

Apropos, und schön zu wissen auch: aktuell ist die Zahl der Seiten, die Wikileaks spiegeln, bereits auf 1559 gestiegen.

Gegen Internetausdrucker: das neue, grüne Dateiformat WWF

Eine lobenswerte Idee wider dem Ausdruck-Wahn (nicht nur) in deutschen Landen.

Täglich sterben ganze Wälder für Papier. Papier, mit dem überall auf der Welt sinnlos Dokumente ausgedruckt werden: Websites, E-Mails, sogar komplette Bücher. Und das, obwohl man Dokumente, statt sie zu drucken, einfach als PDF speichern könnte. Aber auch ein PDF kann man oft noch drucken. Um das unnötige Ausdrucken zu stoppen und den bewussten Umgang mit Papier zu starten, haben wir ein neues, grünes Dateiformat erfunden: das WWF. Ein Dateiformat, das man nicht ausdrucken kann. Eine simple Idee, die Bäume rettet. Machen Sie mit. Bestimmen Sie selbst, was nicht ausgedruckt werden soll, und speichern Sie es im WWF-Format.

Wenn ich lese, dass (nach einer Studie des Ipsos-Instituts im Auftrag des Druckerherstellers Lexmark) im Jahre 2005 ein Drittel aller Befragten in Deutschland ihre E-Mails grundsätzlich ausdrucken und sechs Prozent aller Ausdrucke ungelesen im Papierkorb landen (taz) scheint mir ein bewusster Einsatz des neuen Formats tatsächlich mehr als sinnvoll.

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