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Licht und Schatten liegen oftmals dicht beieinander … Kürzlich erst hat der mensch den Mitteldeutschen Rundfunk gebrandmarkt und als Teufelswerk verflucht und nun kommt er nicht umhin, ein Lob auszusprechen. Ok, es gibt dort mehrere Sparten, @home läuft ja auch stetig und dezent das Kulturradio im Hintergrund …

Sei’s drum – hier ist die Meldung: MDR Sputnik wagt eine Deutschland-Premiere: übermorgen, am Freitag, dem 29. Januar, wird der Sender um 20.00 Uhr ein Konzert von Tocotronic als Video-Livestream auf dein iPhone und meinen iPod touch übertragen.

Neben der erwähnten Hardware wird eine kostenlose App benötigt – wir laden also MDR SPUTNIK Web Radio 2 und schön wird die Welt, hoffentlich.

Der Empfang über UKW sollte ebenfalls funzen, zudem gibt es den Videostream auf der Website des Senders.

Also schauen wir mal, ich bin wirklich gespannt.

(Das Ganze via)

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Zum Sonntagabend präsentierte Jan Plewka seinen Rio Reiser Abend vor ausverkauften Rängen im Dresdner Schauspielhaus. Gute zwei Stunden lang wurde gesungen und musiziert, dass es eine Freude war. Zum Ende dann langanhaltende, stehende Ovationen – der verdiente Applaus.

Jan Plewka sollte uns allen ein Begriff sein – wir denken an Selig, eine der prägendsten deutschen Bands der 90er Jahre, die sich 1999 auflöste und vor zwei Jahren zur Reunion zusammen fand. Begleitet wurde der Barde von vier furios spielenden Hamburger Schauspielmusikern aka der Schwarz-Roten Heilsarmee.

Insofern war für die Reminiszenz an den mit 46 Jahren viel zu früh verstorbenen Rio nur Gutes zu erwarten – und wir wurden nicht enttäuscht. Ein wunderschöner, charmant-charismatischer Abend voller Kraft und Energie war das, der mit dem Verweis auf die weiteren Konzerttermine außerordentlich empfohlen sei …

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Engerling

Engerling

Drei gute Stunden waren das gestern Abend im Q24.

Drei Stunden sauber gespielter Rock’nBlues – neben den eigenen, unsterblichen Klassikern wurden auch Werke von Renft, Robert Allen Zimmermann, den Doors und den Stones gespielt – die Ohren summten ordentlich, als sich der mensch zur Mitternacht dem Schlaf des Gerechten hingab.

Fazit: Engerling geht immer, auch wenn sie mittlerweile grau geworden sind. Und solche Zeitreisen sind einfach mal schön …

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Tocotronic meldet sich heute – 15 Jahre nach ihrem Album-Debüt – mit dem neunten Studio-Album “Schall und Wahn” zurück.

Nach der “Kapitulation” in 2007 stellt sich die Frage, ob es den Jungs tatsächlich gelingen würde, ihr Meisterwerk zu toppen. Dies jetzt zu beantworten fällt allerdings schwer – nach dem nur einmaligen, oberflächlichen Hörgenuss. Es braucht die Zeit, sich hinein zu hören – wie bei den vorangestellten Werken auch. Eines fällt zumindest schon auf: die wunderbaren Schrammel-Gitarren treten ein wenig in den Hintergrund, gelegentlich kommen Streicher hinzu und Falsettgesang auch. Doch keine Bange, es besteht kein Grund zum Popmusik-Alarm.

Eine Analyse der einzelnen Titel will ich mir hier ersparen, das geht dann doch zu weit und ein bissel neugierig sollt ihr ja auch bleiben … Ebenso die Interpretation des Gesamt-Werkes, ich sehe die Mannen schon feixen und sich königlich amüsieren ob der zahlreichen Fehlversuche in den Gazetten – recht so.

Mein Fazit auf die Schnelle: “Schall und Wahn” ist ein ordentliches, fertig “gebackenes” Album aus einem Guss und wir können mit gutem Gewissen sagen: die Platte rockt in allerbester Tocotronic-Tradition.

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Ralph Christian Möbius aka Rio Reiser würde heute seinen 60. Geburtstag begehen – so er denn noch an unserer Seite auf dem kunterbunten Erdenrund weilen würde …

Es war mir leider nie vergönnt an einem Live-Auftritt teilzuhaben – lediglich ein einziges Scherben-Family Konzert in Berlin – Jahre nach seinem Tod – fällt in diese Rubrik.

Wie schrieb doch Blixa Bargeld einst in seinem Nachruf:

Ich habe noch nie jemanden in Deutschland singen gehört und gesehen, der wie Rio in der Lage war, innerhalb von Sekunden eine intime Beziehung, geradezu eine Liebesbeziehung, mit jedem einzelnen seiner Zuhörer aufzubauen.

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer:

Happy Birthday Rio – wo immer du jetzt bist.

Nachtrag: ein Termin noch anbei – am 24. Januar, 19.00 Uhr, singen und spielen Jan Plewka und die Schwarz-rote Heilsarmee im Dresdner Schauspielhaus Rio Reiser Songs. Wir sehen uns, nicht wahr?

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