Category Archives: Lokales

Was macht eigentlich …

… das Café Bohemia, erwiesenermaßen das kleinste Café in der alten Stadt?

Café Bohemia

Nun, um es kurz zu sagen: es gönnt sich derzeit eine Auszeit. Eine etwas längere Auszeit, denn nach einer mehrere Wochen andauernden, baustellenbedingten Pause ist nun offiziell Urlaub.

Rückblickend auf die vergangenen Monate darf gesagt werden, dass das charmante Café, in dem der mensch am liebsten zum Schälchen Heeßen ä Stikkchen Guchen geniesst, meistens geöffnet hatte. Es sei denn, gewichtige Gründe führten zu nicht vorhersehbaren Schließtagen, ab und an kommt sowas schon vor …

Was es so leider schon lang nicht mehr gibt sind die dann liebenswerten, mit Kreide notierten Entschuldigungen. Wenn überhaupt, so findet sich gelegentlich eine kleine Notiz, lässig mit Tesa an die Tür gepinnt. Hmm… Das war schon mal besser, ich verweise auf die einst goldigen Zeiten und verbleibe in hoffnungsvoller, froher Erwartung auf eine Wiederbelebung im Oktober – aber nur bei gutem Wetter, versteht sich.

Café Bohemia

Das "Kleine Prebischtor"

Das “Kleine Prebischtor” ist ein versteckt gelegenes Felsentor im nahe bei beginnenden Osterzgebirge und heißt eigentlich der “Hohle Stein”. Das ca. drei Meter hohe Felsentor ist als solches im so genannten plattigen Erzgebirgsgneis eine geologische Besonderheit und harrte schon lange der Besichtigung. Ihm galt nun der heutige Ausflug in die nähere Umgebung.

Oelsen (Kirche) – Kulmer Steig – Bergwiese – Hohler Stein – Gottleuba-Talsperre – Gottleubatal – ehem. Paustmühle – ehem. Siedlung Oelsengrund – Oelsen

Der Hohle Stein

Der Hohle Stein

Talsperre Gottleuba

Gottleuba-Talsperre

Talsperre Gottleuba

Vorstaumauer an der Gottleuba-Talsperre

Brücke über die Gottleuba

Im Gottleuba-Tal

Kopfteil einer alten Betsäule

Kopfteil einer alten Betsäule aus dem 15. Jahrhundert (in Oelsen)

Gute 13 Kilometer ist der mensch dafür in reichlich drei Stunden gelaufen. Eine abwechslungsreiche Tour war das – von Oelsen hinab an die Ufer der Gottleuba-Talsperre. Die besten Aussichten sind zu Beginn und zum Ende der Runde, sprich nach Oelsen auf dem Kulmer Steig, einem uralten Handelsweg im Osterzgebirge, sowie dann vom Lappenbuschweg – wieder kurz vor Oelsen – zu finden.

Das Gottleubatal selbst – heute vor allem von dichtem Fichtenwald geprägt – zeichnete sich in früheren Zeiten durch eine offene und mit zahlreichen Mühlen “bestückte” Landschaft aus. Von diesen ist leider kaum etwas übrig geblieben, die Mühlen fielen ebenso wie die ehemalige Siedlung Oelsengrund dem Bau der Talsperre zum Opfer. Einzig an der ehemaligen Clemenz-Mühle finden sich noch einige Fragmente sowie der dazu gehörige Mühlgraben, der durch die Gottleuba gespeist wurde …

Letztlich bleibt noch der Hinweis, dass der mensch auch diese Tour dem lobenswerten und schon oft erwähnten Wander- und Naturführer Sächsische Schweiz Band 3 „Am Rande der Sächsischen Schweiz” entnommen hat, den es im gut sortierten Buchhandel durchaus noch zu erwerben gibt.

Die alkoholische Gärung

Auch in diesem Spätsommer richtet der mensch sein Augenmerk auf die alkoholische Gärung – soll heißen: es wurde wieder ein Obstwein angesetzt. Genau genommen sind es bescheidene zwei Ballons, Apfel und weisse Johannisbeere standen zur Verfügung – ich bin eben mit dem Pressen und dem Ansatz fertig geworden.

Wollen doch mal sehen, ob die Sache gelingt …

Das Landschloss Zuschendorf

im Landschloss Zuschendorf

Mir war bis gestern gar nicht recht klar, was für ein Kleinod sich hier in unmittelbarer Nähe vor Ort findet. Besser gesagt, dass das Landschloss in Zuschendorf etwas Besonderes darstellt ist schon klar, nur konnte ich das eben bis dato nicht bestätigen, da ich noch nie darinnen war. Gestern, zum Tag des offenen Denkmals, gab es nun endlich Gelegenheit dazu.

Das Landschloss Pirna-Zuschendorf ist in romantischer Landschaft gelegen und in der Region vor allem durch seine botanischen Sammlungen und diesem Thema gewidmete, zahlreiche Ausstellungen bekannt. Seine Geschichte geht bis zu einer ersten Burganlage im 11. Jahrhundert zurück, im 16. Jahrhundert wurde diese dann zu einem Schloss umgebaut. Bereits in den Jahrzehnten nach dem Siebenjährigen Krieg begann der schleichende Verfall des Ensembles, der erst um die Jahre 1989/90 mit den beginnenden Wiederaufbau gestoppt werden konnte. Die wechselhafte Geschichte des Schlosses – mit seinen zahlreichen Besitzern – lässt sich hier wunderbar nachlesen.

Heute nun präsentiert es sich im weitgehend restaurierten Zustand, wir konnten vom Kellergewölbe bis zum gut gefülltem Dachboden alles in Augenschein nehmen. Bemerkenswert dazu das Wandeln im Licht der vielen Kerzen, mit denen die imposanten Kronleuchter bestückt waren, und die angenehme Wärme durch zwei wunderschöne und gut befeuerte Kamine. Im Erdgeschoss dazu gepriesene sächsische Gemütlichkeit mit Bohnenkaffee und Selbstgebackenem – sehr angenehm im Ganzen. Wir werden wiederkommen, in der Adventszeit dann, nehme ich an …

Elberadweg ausbauen!

Das Thema muss wohl nicht weiter diskutiert werden … Nicht unter uns vernunftbegabten Humanoiden. Ob die Argumente allerdings bei der Dresdner Brückenbau-Fraktion auf Gegenliebe stossen darf bezweifelt werden, dort herrschen andere Prioritäten.

Nichtsdestotrotz verweise ich hiermit auf die aktuelle Forderung des ADFC Dresden:

“Immer mehr Unfälle auf dem Elberadweg” titelt die Sächsische Zeitung vom 10. September 2009. Gefordert werden von der Zeitung “Schilder, Hinweise und Markierungen”. Das hilft nicht. Der Weg ist unzureichend ausgebaut. Wir fordern deshalb endlich den vollständigen beidseitigen Ausbau des Elberadwegs und eine grundsätzliche Trennung zwischen Fußgängern und Radfahrern.

In Dresden weist der beliebteste Deutsche Flussradweg noch große Lücken auf: Rechtselbisch fehlt zwischen Pillnitz und Dresden-Neustadt ein mehrere Kilometer langes Stück, ab Pieschen bis nach Radebeul hinein ebenso. Schon letztes Jahr hatte der ADFC Dresden mehr als 1500 Unterstützer für seine Forderung gefunden, den Elberadweg zwischen Dresden-Neustadt und Pillnitz auszubauen, sodass sich der Radverkehr auf beide Seiten des Flusses verteilen kann.

Und auch auf der anderen Flussseite gibt es noch viel zu tun. In Tolkewitz ist der Radweg holprig und zu eng, zwischen Blauem Wunder und Albertbrücke wird seit Jahren an einer Verbreiterung geplant – bisher ohne sichtbares Ergebnis. Der Abschnitt zwischen Flügelwegbrücke und Autobahnbrücke ist deutlich zu schmal, damit entgegenkommende Radfahrer sich sicher begegnen können.

Schon vor über 10 Jahren hat der ADFC Dresden darauf hingewiesen, dass auch die Anbindung des Elberadwegs an die Dresdner Brücken an nahezu allen Stellen mangelhaft und für ortsunkundige nicht ersichtlich ist. Auch hier ist über all die Jahre nichts passiert.

Immer mehr Menschen in Dresden fahren täglich mit dem Rad. Inzwischen werden 17% aller Wege in dieser Stadt mit dem Fahrrad zurückgelegt. Wir fordern, dass der Radverkehr entsprechend ernst genommen wird. Schilder, Hinweise und Markierungen allein werden dafür nicht ausreichen.

Quelle: ADFC Dresden (10.09.09)

Am Kohlberg zu Pirna

Kohlberg

Wir schauen auf die Südseite des Kohlbergs zu Pirna, welche dem Licht zugewandt und somit die freundlichere Seite ist. Nur eine kleine Weidefläche findet sich dort, ansonsten bleibt der Hang sich selbst überlassen und bildet somit ein angenehm zu durchschreitendes Biotop. Einmal im Quartal – im Laufe der Jahreszeiten – gönnt sich der mensch das dann auch. Der Gipfel ist von dichtem Laubwald bedeckt, trotzdem gibt es guten Ausblick ‘gen Norden und Süden – wir blicken weit in das Land hinein.

Am Kohlberg
Am Kohlberg
Am Kohlberg
Am Kohlberg

Nichtsdestotrotz trifft der mensch kaum jemals Besucher an diesem Ort, der Berg findet, trotz seiner Lage so nah bei der Stadt, kaum Beachtung. Vor Jahren gab es einen winzigen Tiergarten nebst Lokal am nordwestlichen Hang und gelegentlich findet wohl auch heute noch ein Mountain-Bike-Rennen dort statt, das war’s dann aber schon und das ist auch gut so.

Nachtrag 15.10.09: der Tiergarten ist wie erwähnt verschwunden – das Lokal “Zur Tierschänke” jedoch existiert weiterhin.

Zum Kahleberg und in das Georgenfelder Hochmoor

Altenberg – Kleiner Lugstein – Georgenfelder Hochmoor – Großer Lugstein – Kahleberg – Altenberg

Blick auf den Geisingberg

Mir war schon ein gutes Weilchen danach, dem Erzgebirgskamm einen neuerlichen Besuch abzustatten. Heute nun konnte dies endlich umgesetzt werden …

Die Höhepunkte dieser Runde bilden zum Einen das Georgenfelder Hochmoor (Eintritt 1,80€) und zum Anderen der Kahleberg mit seinen Geröllschuttfeldern, die so im Osterzgebirge nur für diesen einen Berg typisch sind. Dazu kamen prächtige Ausblicke vom mit 905 m höchsten Punkt des Sächsischen Osterzgebirges, dem besagten Kahleberg, und den Lugsteinen (897 m und 899 m). Gute vier Stunden ist der mensch durch die karge Landschaft gelaufen, die durch ihren niedrigen Baumbestand und durch die Unbilden von Wind und Wetter geprägt ist (zuzüglich der immer noch sichtbaren Folgen des Waldsterbens).

Im Hochmoor habe ich leider keine der seltenen Tier- und Pflanzenarten zu Gesicht bekommen, weder Kreuzotter noch Birkhuhn oder gar den Sonnentau – lediglich ein toter Maulwurf lag am Wegesrand. Zudem ist die Blütezeit der meisten Pflanzen bereits vorbei, nur die Heide steht in voller Blüte. Schön war es trotzdem …

Blick vom Kahleberg

Blick vom Kahleberg auf Galgenteiche, Altenberg und Geisingberg

Aussicht am Kahleberg

Aussicht am Kahleberg

Im Georgenfelder Hochmoor

Im Georgenfelder Hochmoor

Kleiner Lugstein

Blick auf den Kleinen Lugstein

Nach der Wahl

… ist vor der Wahl (mit Blick auf den 27. September).

Für das Archiv gilt es das explizite Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen festzuhalten, nach dem 34620 Menschen ihre Stimme der Piratenpartei gegeben haben und diese damit 1,9 Prozentpunkte erreicht. Das beste Ergebnis erzielten die Freibeuter im Wahlkreis 45 (Dresden 3) mit 4,8% der Stimmen. In meinem Wahlkreis (Sächsische Schweiz 1) gaben immerhin 587 Menschen ihre Stimme für die Piraten, sprich 1,7%.

Ob dies nun unbedingt als ein Erfolg zu bewerten ist sei dahin gestellt – es ist zumindest eine Hausnummer für den Beginn. Wenn man allerdings bemerkt, dass gar die (mir etwas ominös erscheinende) Tierschutzpartei in Sachsen mit 2,1% noch vor den Piraten liegt, kommen mir doch erhebliche Zweifel. Da tut wohl doch etwas mehr Arbeit im Off not, sonst wird das nix …

Ansonsten scheint mir das Ergebnis der Sächsischen Landtagswahl – mit Blick auf die immer noch im Landtag sitzenden Nazis, die schwarz/gelbe Mehrheit und eine ehemalige Blockflöte als Ministerpräsident – einmal mehr ein Grund zur tiefen Gram, nun ja …

Landluft schnuppern

Heuballen
Schafe
Blümchen ...

Entgegen den Vorangegangenen bot der heutige Sonnentag keine Zeit für eine größere Wanderung – zu vieles harrte der Erledigung, zu wenig Zeit läßt die Woche. Nur ein kurzes Stündchen Auszeit war uns gewährt, also genossen wir dieses fernab der Bewohner und großen und kleinen Siedlungen dieses Landstrichs und atmeten durch – auf dem Lande, so zwischen Fischbach und Rennersdorf irgendwo.

Landschaftlich schön gelegen – Ackerbau und Viehzucht wird dort noch gross geschrieben – wir notieren dies auf der ToDoList und werden einmal mit dem Rad wiederkommen und etwas mehr Zeit im Gepäck.

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