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Medizinhistorische Ausstellung

Ein Besuch der Medizinhistorischen Ausstellung im Gesundheitspark Bad Gottleuba stand schon lange auf meiner Agenda – gestern habe ich endlich die Gelegenheit beim Schopfe gegriffen und mir selbige zu Gemüte geführt.

medizinhistorische Exponate

Ich gebe zu: medizinische Gerätschaften sind nicht so unbedingt mein Thema (ich habe schon Probleme beim Anblick der Utensilien auf dem Zahnarztstuhl) – allein der historisch-technische Aspekt ließ mich dann aber doch mit steigendem Interesse durch die mit Exponaten reich bestückte Halle schlendern.

medizinhistorische Exponate
medizinhistorische Exponate

Als Ausstellungsort fungiert das 1913 erbaute ehemalige, heute denkmalgeschützte Maschinenhaus der Heilstätte. Auf drei Etagen werden die medizinhistorischen Exponate – geordnet nach den verschiedenen Abteilungen – präsentiert und vermitteln dem Besucher einen bemerkenswerten Einblick in die Geschichte der Rehabilitation und Bäderheilkunde.

medizinhistorische Exponate

Röntgenabteilung

medizinhistorische Exponate

Laboratorium

medizinhistorische Exponate
medizinhistorische Exponate
medizinhistorische Exponate
medizinhistorische Exponate

Schwesternzimmer

medizinhistorische Exponate
medizinhistorische Exponate

Maschinenkontrollwand: von hier aus wurde das gesamte Heizungs- und Warmwassersystem der Heilstätte kontrolliert und von Hand geregelt.

medizinhistorische Exponate
medizinhistorische Exponate
medizinhistorische Exponate

Notstromaggregateraum: der Schiffsdiesel (250 KW) war von 1954 bis 1994 in Betrieb.

medizinhistorische Exponate
medizinhistorische Exponate
medizinhistorische Exponate

Alles in allem ein wirklich lohnenswerter Rundgang, so man denn in der Gegend (aus welchem Grund auch immer) verweilt und einmal einen Blick über den gewohnten Tellerrand hinaus riskieren möchte.

Bis die Kirschen wieder blühen …

DSC 0031

Schlechte Nachricht für all jene, die demnächst einen Ausflug in diese kleine, alte Stadt an der Elbe planen und dazu das kleinste und charmanteste Café mit einem Besuch beehren wollen – das Café Bohemia hat sich bereits in den Winterschlaf begeben.

Da werde ich also von meinen letzten Besuch – kurz vor Toresschluss, mit selbstgebackenem Pflaumenkuchen und einer ordentlichen Tasse Bohnenkaffee dazu (klick) – ein geraumes Weilchen zehren müssen. Denn Alternativen sind in dieser Stadt rar, besser: schlicht nicht vorhanden. Oder irre ich?

Hoffnung für die Linden?

Am gestrigen Tag hat der BUND beim Landratsamt in Pirna einen Antrag auf einstweilige Sicherstellung der Schlossberglinden als Naturdenkmal gestellt.

„Mit diesem Antrag will unsere anerkannte Naturschutzvereinigung verhindern, dass dieses einmalige Natur- und Kulturdenkmal von der Stadt Pirna zerstört wird“, begründet Wolfgang Riether, Landesgeschäftsführer des BUND Sachsen, diese Initiative. Er bestreitet, dass die Linden an der Schlosstreppe wegen der Sanierung des Hanges gefällt werden müssten. Das von der Pirnaer Stadtverwaltung immer wieder als Grundlage herangezogene Baumgutachten wird vom BUND anders interpretiert. (SäZ vom 27.10.2010)

Damit wächst die Hoffnung auf den Erhalt der Lindenallee, denn sollte diesem stattgegeben werden darf die Stadt keine weiteren Bäume fällen.

Die erste Linde ist gefallen

Fällung Schlossberglinden

Seit heute morgen 08.00 Uhr wurden am Pirn’schen Schlossberg Tatsachen geschaffen: die erste Linde fiel der Säge zum Opfer. Gegen 11.30 Uhr fand die Maßnahme ihr vorläufiges Ende.

Hierzu muss allerdings gesagt werden, dass dieser erste Baum bereits im grundlegenden Gutachten zur Sache (klick) als stark geschädigt und damit zur notwendigen Fällung empfohlen wurde.*

Fällung Schlossberglinden

Zur Erinnerung: am 22. Juni 2010 befürwortete der Pirnaer Stadtrat nach langer und hitziger Diskussion die Fällung der zehn über 100jährigen Linden an der Schlossbergtreppe. Acht Stadträte votierten gegen diese Entscheidung. Und das, obwohl sich innerhalb kürzester Zeit circa 762 Pirnaer Bürger mit ihrer Unterschrift für die Erhaltung der wertvollen Bäume ausgesprochen hatten (weiterlesen zum Thema).

Fällung Schlossberglinden

Die Zukunft der überwiegend gesunden und mit gutem Willen zu erhaltenden Bäume an der Schlosstreppe scheint – sollte nicht noch ein kleines Wunder geschehen – nach meiner Kenntnis ebenso besiegelt. Es steht zu befürchten, dass die Stadt Pirna hier als Auftraggeber ebenfalls und sobald als möglich (ein Gutachten steht noch aus) Tatsachen schaffen wird.

*Nachtrag 16.10.2010: eine Erkrankung des Baumes konnte im Nachgang nirgends festgestellt werden. Über den ganzen Stammquerschnitt von unten bis oben war das Innere des Baumes vollkommen gesund und vital!

*Nachtrag 28.10.2010: was für Stamm und Krone gilt muss nicht für den Wurzelbereich gelten. Mit Verweis auf die heutige Pressemitteilung revidiere ich mein Urteil zum Zustand und der in diesem Fall wohl unumgänglichen Fällung des Baumes.

Unabhängig davon würden mehr Transparenz und Offenheit seitens der Stadtverwaltung der öffentlichen Wahrnehmung des Themas fürderhin dienlich sein.

Schloss Sonnenstein – die Baustelle

Baustelle Schloss Sonnenstein

Es ist wieder an der Zeit, einen kurzen Blick hinauf zum Schloss zu werfen – wie steht’s um die Baustelle?

Baustelle Schloss Sonnenstein
Baustelle Schloss Sonnenstein
Baustelle Schloss Sonnenstein

Aktuell sind die Firmen vor Ort damit beschäftigt, das Objekt winterfest zu machen. Dafür werden die Arbeiten an den Dachstühlen vorangetrieben, zudem soll bereits Mitte November eine Fernwärmeleitung im Schloss anliegen.

Baustelle Schloss Sonnenstein

Des weiteren erfolgt der Innenausbau im üblichen Sinne: die alten Decken aus Balken, Brettern, Schilf und Lehm wurden entfernt und bereits in vielen Räumen durch neue Ziegeldecken ersetzt. Um die Gebäude gegen aufsteigende Feuchtigkeit zu schützen wird ein besonderes Verfahren angewandt:

Dazu werden mit einem Seil, das mit Industrie-Diamanten bestückt ist, alle Wände kurz über dem Boden aufgeschnitten, eine Folie reingeschoben und mit flüssigem Wachs abgedichtet. Im Elbflügel sind diese Arbeiten bereits abgeschlossen, im Stadtflügel sind die Arbeiter noch dabei.

An den Gruben für das zukünftige Archivgebäude und die geplante Cafeteria wird fleißig gewerkelt, ebenso kommt der Neubau der Fahrstuhlschächte (insgesamt fünf sind geplant) voran.

Baustelle Schloss Sonnenstein

Bereits im Rohbau vollendet ist das Parkhaus – ein reiner Zweckbau und erwartungsgemäß von entsprechender Hässlichkeit geprägt …

Baustelle Schloss Sonnenstein

Leider ist die Baustelle zur Zeit weiträumig abgesperrt, so dass ich mich bei den Bildern auf den Blick vom Bauzaun und bei der Sachlage auf die in der Lokalpresse (Quelle: SäZ vom 29.09.2010) genannten Fakten beschränken muss.

PS: die mit der Sanierung des Schlosses einhergehende (und in Teilen frevelhafte) Neugestaltung des Schlossbergs wird hier im Blog weiterhin separat betrachtet.

Der Elbpegel fällt langsam

Elberadweg

Das aktuelle Hochwasser stellt zumindest hier vor Ort keinen Grund zur Besorgnis dar – und das ist auch gut so. Immerhin bot sich damit aber ein kleiner Anreiz, auf dem Heimweg einmal die neue HDR-Option des Vierphones zu testen. Diese stellt im Fazit zweifellos einen Mehrwert für die Kamera dar, wenngleich ich mit den Ergebnissen heute nicht wirklich zufrieden bin (deshalb auch die schwarz-weiße Bearbeitung). Aber sei’s drum, für einen schnellen Schnappschuss aus dem Sattel taugt das Ding allemal …

Elberadweg
Elberadweg
Elberadweg
Elberadweg
Elberadweg

Dazu noch einige Worte zum Elberadweg: wie anhand der Bilder zu erahnen ist der Weg von Dresden nach Pirna heute durchaus noch passierbar gewesen. Nur an den üblichen Punkten, sprich am Schillergarten mit dem vorgelagerten Elbbogen und später an der Papierfabrik in Heidenau sollte man besser doch – soweit das möglich ist – auf die Elbwiesen ausweichen (ich habe eben die Socken ausgewrungen und die Schuhe zum Trocknen aufgestellt – das Wasser stand doch höher als gedacht).

Der Vollständigkeit halber: Elbpegel Pirna aktuell 5,45 Meter (30.09.2010, 17:00 Uhr) – Tendenz: langsam fallend. Der Parkplatz am Ufer ist überflutet, insoweit scheint alles im Lot, kein Grund zur Besorgnis.

Stadtkirche St. Marien, Pirna

Stadtkirche St. Marien, Pirna

Rückblickend auf den vergangenen Sonntag – als den Tag des offenen Denkmals – einige Worte und drei Fotografien …

Der mensch hatte (neben anderem) vor allem den höchsten Punkt der Stadt auf seiner Agenda. Zu gerne wäre ich noch einmal die 216 Stufen hinauf gestiegen, um – aus der alten Türmerwohnung – den Blick schweifen zu lassen. Hinüber zum Schloss etwa, um so vielleicht einen aktuellen Eindruck von der Baustelle zu bekommen. Allein schon der Aufstieg über die Wendeltreppe (die “Schwarze Hanne” ) ist ein Erlebnis – ruht doch auf halber Höhe Däcki, der Hund des damaligen Türmers und jetzt der “gute Geist” des Turmes, in finsterem Verlies. Anno 2008 bot sich diese Gelegenheit, Stammleser werden sich gewiss an diese Notiz erinnern …

Stadtkirche St. Marien, Pirna
Stadtkirche St. Marien, Pirna

Allein, es sollte nicht sein: die Pirn’sche Stadtkirche war zwar zur Besichtigung geöffnet, der Kirchturm blieb von der Besichtigung jedoch ausgenommen (aus baulichen Gründen), sehr schade. Trotzdem ergab sich – wie im Lichtbild zu sehen – hier und da ein kurzer Blick hinter die Kulisse …

Ich hoffe also auf neuerliche Gelegenheit im kommenden Jahr – für den Junior und für mich auch (zumal dann ja das Schloss beinahe fertig ist und sich im spätnachmittaglichen Licht den Besuchern präsentieren wird) …

Freier Blick auf das Peter-Ulrich-Haus

Nur zufällig habe ich gestern gesehen, dass am Peter-Ulrich-Haus die Hüllen gefallen sind – das Gerüst ist am Mittwoch abgebaut worden. Damit erschließt sich eine neue Sicht auf das zukünftige Domizil der “Ilse-Bähnert-Stiftung”.

Peter-Ulrich-Haus

Wir erinnern uns: Tom Pauls hat das rund 500 Jahre alte Wohnhaus des gotischen Kirchenbaumeisters Peter Ulrich erworben und baut es zum Sitz der Ilse-Bähnert-Stiftung um – inclusive Museum, Kleinkunstbühne und Café. Die Eröffnung ist für den 11. November des kommenden Jahres geplant.

Die denkmalgerechte Sanierung wird rund 3,3 Millionen Euro kosten, von denen ein Großteil – 2,5 Millionen Euro – durch Fördermittel der Stadt gedeckt wird. Von daher und in Anbetracht der besonderen Historie des Hauses mit der in Pirna heftig umstrittenen Vergabe an den Dresdner Kabarettisten und Schauspieler empfiehlt sich ein stets aufmerksamer Blick auf die ehrwürdigen Mauern.

Für’s Protokoll: die Grundsteinlegung fand am 12. Mai statt, Richtfest wurde am 9. Juli gefeiert. Inzwischen sind Dachstuhl und Holzbalkendecken erneuert, die Fassade ist frisch verputzt – zukünftig soll sie in anthrazit und einem hellen Rot erstrahlen. Aktuell wird mit dem Innenausbau begonnen.

Zudem werden im Künstlerischen erste Pläne in die Tat umgesetzt: am 26. August soll es ein Baustellen-Konzert geben, welches ab Januar 2011 in steter Regelmäßigkeit – dann einmal im Monat – stattfinden soll. Welchem Anspruch diese genügen sollen bleibt vorerst offen – wir werden sehen …

Fortsetzung folgt.

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