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Fehlfarben: Xenophonie

“Xenophonie”, das neue Album der Fehlfarben (iTMS), klingt nicht nur ungemein frisch, sondern auch kraftvoll und wütend wie am ersten Tag.

Von Langeweile ist nach 32 Jahren – 1980 erschien “Monarchie und Alltag” – nichts zu spüren, denn aus den Boxen drängt eine Wucht und Energie, die kaum zu fassen ist. Elf Songs vom Allerfeinsten, und dazu die Texte von Peter Hein – wie gehabt politisch aktuell und direkt zur Sache kommend. Es geht immer noch gegen das Schweinesystem, gegen Ratingagenturen, die Parteiendemokratie und den lieben Gott – und das ist auch gut so.

Was passiert in Bankenland? / Wann werden Banken wieder niedergebrannt? / Hört hier wer einen Aufruf zur Gewalt? /Bleibt nach der Revolution die Küche kalt? / Was hat der Bärtige sich da wieder gedacht? / Hat mir wer ein Bier mitgebracht?

In Summe bilden die krachenden Gitarrenriffs mit den aggressiven Texten einen exzellenten, unterschreibenswerten Kommentar zum Zeitgeschehen, den ich hoffentlich in diesem Jahr auch einmal als Live-Act genießen kann – schauen wir mal …

Der 1. Mai Viele Kinder haben kleine Fahnen. Die Pioniere singen schöne Lieder. Da freuen sich die Arbeiter und Bauern.
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Rosenberg, Grundmühle und Hutberg

Heute zog es uns hinüber ins Böhmische – wir wanderten über den Rosenberg via Windisch-Kamnitz zur Ruine der Grundmühle an der Ferdinandsklamm. Von dort ging es hinauf nach Kamnitzleiten, weiter zur “Schutzengelkiefer” und hinüber zum Hutberg – oberhalb von Rosendorf.

Das Auto parkten wir am östlichen Ende von Rosendorf, so konnten wir den Rosenberg (oben im Bild) mit seinem markanten Kegel gleich in Angriff nehmen. Der Aufstieg gestaltet sich durch die vielen Serpentinen nicht so hart wie befürchtet, der steile Abstieg war ein Fest für die Knie … Auf dem Gipfel stehen lediglich noch die Fundamente der 1931 abgebrannten Wirtschaft, dazu ein Kreuz auf dem zugewachsenen Gipfel. Nur gelegentlich ergab sich ein Blick auf die Umgebung – der Rosenberg ist dicht bewaldet. Botaniker haben sicher viel Freude an diesem Berg – wachsen in seinem Urwald doch die seltensten Kräuter.


- Am Gipfelkreuz des Rosenbergs (619m) -

Es folgte der Abstieg nach Windisch-Kamnitz, einem dieser typischen, nordböhmischen Dörfer.


- In Windisch-Kamnitz -

Im ganzen Gebiet sind zahlreiche alte Bunker zu finden – finstere Überbleibsel der ehemaligen Verteidigungslinie von 1938. Nach diversen Auf- und Abstiegen in einige kleinere Nebentäler gelangten wir schließlich zur Grundmühle.

Die Grundmühle war einst ein Kleinod mit Gasthaus und dem Endpunkt der Kahnfahrt durch die Ferdinandsklamm. Heute stehen noch eben die Grundmauern …

- Ein Aussichtsfelsen mit grandiosem Tiefblick hinab zur Kamnitz -

- In Kamnitzleiten -

- 300 Jahre alte “Schutzengelkiefer” mit Heiligenbild -

- Auf dem Gipfel des Hutbergs -

- Glückliches Rindvieh am Hutberg -

Alles in allem waren es knappe 18 Kilometer, für die wir etwa 4 Stunden und 45 Minuten benötigten; 1300 Höhenmeter wurden bewältigt. Viel Wald, aber trotzdem sehr abwechslungsreich ging es durch eine geschichtsträchtige Landschaft mit einer guten Einkehr am Ende in Rosendorf.

PS: auch diese Tour haben wir dem “Rölke Wander- und Naturführer Böhmische Schweiz” entnommen, der sowieso und überhaupt der beste seiner Art ist und eine unbedingte Empfehlung verdient.

Freies WLAN für Hundekot-Entsorgung

In Mexiko-City macht momentan eine ungewöhnliche Werbekampagne Schlagzeilen, welche sich einem der unappetitlichen Probleme der Metropolen dieser Welt widmet: der Beseitigung von Hundekot.

Dafür hat der Internetbetreiber “Terra” in zehn Parks der Stadt seltsam anmutende Auffangbehälter aufgestellt. Das Besondere daran – diese sind mit integriertem WLAN ausgestattet. Und die Funktionsweise ist denkbar einfach: der Hundemensch wirft die Tüte mit dem Hundekot ein, ein Waage misst dessen Gewicht und im Anschluss wird ein Timer mit dem WLAN aktiviert. Mit dem Gewicht des Haufens verlängert sich die Zeit, in der alle sich in der Umgebung befindlichen Passanten freien Zugang zum Netz haben.

Eine ungewöhnliche und interessante Idee, die allerdings noch einen Haken hat: die Tonne erkennt die Tüte nicht – es kann also auch jedwedes anderes Ding von Gewicht eingeworfen werden, um den Timer zu aktivieren. Der Grundgedanke ist jedoch ein guter und verdient Applaus. (via)

Ein Grammophon aus Pappe und Sperrholz

Minimalistischer geht das wohl kaum … Jón Helgi Hólmgeirsson, Designstudent aus Reykjavik, hat aus Pappe, Sperrholz und einem Minimum an Elektronik diese bemerkenswerte Version eines Grammophons gebastelt.

Für den Betrieb des furiosen Schallplattenabspielgerätes wird lediglich ein 9 Volt Block benötigt. Soundbeispiele sind leider nicht verfügbar – die hätten mich nun schon interessiert. Nichtsdestotrotz ist der Entwurf dieses simplen Gerätes einfach genial … (via)

Von Sebnitz über’s Polenztal nach Pirna

Kartoffeln

Der “Tag der Arbeit” hielt eine wunderschöne Radtour für uns bereit.

Dazu schoben wir am Vormittag die Räder in die “Sächsische Semmeringbahn” und fuhren mit dieser nach Sebnitz. Wir verließen die Kunstblumenstadt Richtung Amtshainersdorf und radelten dann kurz vor Lohsdorf links in das Schwarzbachtal hinein. Diesem folgten wir bis zur Sebnitz, um dann via Kohlmühle in das Polenztal zu gelangen.

Im Sebnitztal
Im Sebnitztal

- Im Sebnitztal -

Waltersdorfer Mühle

- Walterdorfer Mühle -

An der (etwas kauzig wirkenden) Waltersdorfer Mühle war Zeit für eine gemütliche Einkehr. Anschließend folgten wir dem Polenztal ein gutes Stück in seinem Lauf (kurzer Stopp an der Heeselichtmühle), um dann linker Hand durch den Wald nach Hohburkersdorf zu gelangen.

Heeselichtmühle

- Heeselichtmühle -

querfeldein

Der Weg nach Lohmen – durch die blühenden Rapsfelder – war schnell genommen. Letztlich ging es dann über die Herrenleite wieder in das Elbtal hinab nach Pirna. Insgesamt waren es knappe 50 Kilometer, sehr angenehm zu fahren – in herzallerliebster, von nur wenigen Menschen begangener Landschaft.

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Rund um Lauenstein

Unsere sonntägliche Wanderung führte uns rund um das kleine Bergstädtchen mit seiner weithin sichtbaren Kirche herum.

Wir parkten direkt auf dem Marktplatz, liefen zur Müglitz hinunter und erklommen den gegenüberliegenden Hang. Auf halber Höhe ging es dann einen alten Pfad – mit zwei uralten, inzwischen zugewachsenen Aussichtskanzeln – bis zur neu erbauten Serpentinenstraße. Nächstes Ziel war das Rückhaltebecken Lauenstein mit seinem bemerkenswerten Überlauftrichter.

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Genussradeln nach Halbestadt

Dieser hochsommerliche Tag sah uns gemütlich die Elbe hinauf radeln.

Elbe bei Rathen
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Halbestadt ist ein Ortsteil von Königstein (Sächsische Schweiz), rechtselbisch und malerisch unterhalb des Liliensteins gelegen. Eine Strecke beträgt von Pirna gute 20 Kilometer – über Wehlen und Rathen fährt es sich sehr angenehm bis zum Lottersteig, der sportlich zu nehmen ist. Auf dem Rückweg fuhren wir dann direkt unten am Fluss entlang – das geht auch.

Rathen

Im Ganzen eine lockere, sehr angenehme Strecke – mit einer Limo hier und einem Eis dort …

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