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zwozwoelf

Der mensch weiß: es sind keine 100% Genuss, sich einen Blockbuster anzuschauen, zumal – wie in diesem Fall – auch noch Roland Emmerich sich für die Regie verantwortlich zeigt. Insofern war das Ungemach dann auch nicht all zu groß – es kam wie erwartet.

Was bleibt – neben den teilweise bis ins Unerträgliche ausgearbeiteten Klischees (Liebe, Love, L’amour und hach ja, Mister President natürlich, der allerbeste Patriot von allen) – sind dennoch 158 spannende und unterhaltsame Minuten, gekrönt von einer phänomenalen Bilderflut, die eine Wucht ist. Darum sei dieser Besuch im Popcornkino auch hiermit empfohlen – trotz flacher Story und zu viel Pathos.

Anbei noch ein wenig zum Inhalt – der Einfachheit halber zitiert via:

2009: Die US-Regierung erhält einen vertraulichen Report, dass die Erde schon in wenigen Jahren dem Untergang geweiht ist. Während engagierte Wissenschaftler fieberhaft nach Auswegen aus der Katastrophe suchen, wird an oberster Stelle ein geheimer Bergungsplan entwickelt, der jedoch nicht die Rettung aller Menschen vorsieht. Als Jackson Curtis (JOHN CUSACK) einen Familienausflug in den Yellowstone Nationalpark unternimmt, stößt er auf den exzentrischen Wissenschaftler Charlie Frost (WOODY HARRELSON), der alle Anzeichen vom Ende der Welt akribisch festhält. Jackson nimmt ihn zunächst nicht ernst. Doch als bald darauf in Los Angeles die Straßen aufbrechen, weiß er, dass er den scheinbar hoffnungslosen Kampf gegen die Zeit und die bevorstehende Naturkatastrophe aufnehmen muss.

Die Geschichte bezieht sich dabei auf den 21. Dezember 2012, das so genannte “Ende der Zeitrechnung” – wenn wir uns auf den Kalender der Mayas beziehen und dieses eventuell auch als den Tag des Weltuntergangs sehen wollen. Ich möchte jetzt allerdings nicht weiter auf diesen Unsinn eingehen und empfehle diesbezüglich ein Weiterlesen an dieser Stelle im Weltnetz.

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louise

Louise und ihre Kolleginnen stehen am Morgen fassungslos in der leeren Fabrikhalle: die Maschinen sind über Nacht abgebaut, verladen und nach Asien verschifft worden, die Textilfabrik wird geschlossen…

Was tun mit 20 000 Euro Abfindung? Die Frauen beschließen, etwas Gemeinsames zu tun. Die Gründung einer Pizzeria wird ebenso verworfen wie die Erstellung eines Nacktkalenders, hingegen findet Louisa’s Vorschlag: “Das reicht für ‘nen Profi – laßt uns den Boss abknallen” allgemeine Zustimmung. Gesagt, getan. Louisa wird mit der Auftragsvergabe betraut, ihre Wahl fällt auf Michel, den Wachmann vom Wohnwagenpark …

“Louise hires a contract killer” (Film-Webseite) ist eine rabenschwarze Komödie des französischen Regie-Duos Benoît Delépine und Gustave Kevern, die keine Tabus kennt und von daher mit Vorsicht genossen sein sollte. Die Folgen der Globalisierung werden ebenso thematisiert wie sexuelle Orientierungen und soziale Stigmatisierung.

“Louise hires a contract killer” ist ein Sozial-Western, dessen Charaktere wortwörtlich zum Schießen sind. Ein Film, der beweist, dass das Kino auch in Zeiten der globalen Finanzkrise die sozialen Fragen nicht mit biederer Strenge beantworten muss. 90 pechschwarze Minuten mit zwei anarchischen Ausnahmekillern sind manchmal mindestens genauso gut. (BR-online)

Ebenfalls wichtig zu wissen: mit der Namensgebung der beiden Hauptpersonen erinnern die Regisseure an die gleichnamige französische Anarchistin Louise Michel (1830-1905).

Randnotiz: der mensch hat es damit tatsächlich das erste Mal ins KIF geschafft – eine durchaus angenehme, empfehlenswerte Adresse …

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dwb

Verstörend und schmerzhaft ist dieser Film von Michael Haneke. Eben einer dieser unbequemen Streifen, die man nur schwerlich mögen kann, die mehr Fragen als Antworten aufwerfen.

In dieser “deutschen Kindergeschichte” geht es um Autoritäten, um Unterdrückung und um Demütigung, die auch vor der eigenen Familie nicht halt macht. Rohrstockpädagogik ist da wohl die eine, treffende Vokabel …

Ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des Ersten Weltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern – ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter?

Am Ende erfolgt keine wirkliche Aufklärung, statt dessen Stille, der Film “verstummt” und läßt den Zuschauer mit der Last des Geschehens allein. Was dem folgt, könnten wir einerseits mit einem Happy-End unserer Wahl versehen oder aber in den Geschichtsbüchern nachlesen. Christian Buß (SPON) formulierte den Gedanken treffenderweise wie folgt:

Die kleinen Hauptfiguren sind so etwas wie faschistische Prototypen, die soldatisch einstecken, um sadistisch auszuteilen – diese Lesart bietet Haneke an, ohne sie einzufordern. Das Dorf Eichenwald, diese Monstrosität en miniature, ist Brutstätte der heranziehenden Menschheitsverbrechen des 20. Jahrhunderts.

Dem ist, bis auf den Anschau-Befehl, nichts hinzuzufügen.

Verweis: Das weiße Band (Filmwebsite)

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kino

Manchmal findet der mensch wochenlang nicht die Zeit dem guten Film zu frönen, und manchmal geht er dann beinahe jeden zweiten Tag in das Lichtspieltheater. Das geht so nur im Immergrau …

Heute, am verregneten Sonntagnachmittag, also dieser viel gelobte Streifen aus dem Schwedischen: Verblendung. Worum geht es? Die Story in drei Sätzen:

Der 82-jährige Patriarch Henrik Vanger will endlich die Umstände um seine vor mehr als 40 Jahren verschwundenen Nichte aufklären. Doch dazu vertraut er sich nicht etwa der Polizei, sondern dem Journalisten Mikael Blomqvist an. Die Hackerin Lisbeth Salander, auf die Blomqvist eher zufällig trifft, erweist sich als hilfreich bei der Aufdeckung um Nazi-Machenschaften …

    Mein Fazit: “Verblendung” ist ein Thriller der Extraklasse. Grandios gespielt, hoher Spannungsfaktor, perfekt fotografiert. Wieder einer dieser Leckerbissen des skandinavischen Films, weit weg vom zumeist unerträglichen Pathos vergleichbarer Hollywood-Produktionen, dazu die imposante Noomi Rapace …

    Wir dürfen uns auf den kommenden Februar freuen, wenn der zweite Teil der Millenium Trilogie – Verdammnis – seinen Weg auf die Leinwand finden wird.

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    Regisseur Adrián Biniez erzählt uns vom schüchternen Jara, der als Wachmann in einem Supermarkt arbeitet. Dieser Jara ist ein sanfter Riese, groß von Wuchs und mit einem großen Herzen, läßt er doch so manche Mitarbeiterin bei einem kleinen Diebstahl davon kommen. Dazu kommt seine Vorliebe für Heavy-Metal, ein Zweitjob als Rausschmeißer in einem Club und gelegentliche Besuche von Schwester nebst Kind. Wirkliche Aufregung kehrt erstmalig in sein beschauliches Dasein ein, als eines guten Tages mit Julia die schönste aller Putzfrauen auftaucht …

    Jara verliebt sich augenblicklich, traut sich aber nicht, den ersten Schritt zu tun, und bis zum ersten Tete-à-Tete ist es ein weiter Weg.

    Ob es letztendlich ein Happy-End gibt wird hier nicht verraten, das müsst ihr schon selber schauen – in jedem guten Programmkino in eurer Nähe. Der Besuch lohnt – letztendlich ist Gigante ist für mich eine der schönsten Liebeserklärungen des Gegenwartskinos …

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