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Seit heute in den Lichtspielhäusern und bereits im Vorfeld reichlich mit Vorschusslorbeeren bedacht: “Alice im Wunderland” von Tim Burton. Ein Pflichttermin – ohne Frage, aber es werden wohl noch einige Tage ins Land gehen, bis der mensch Zeit und Muße für den Kinobesuch findet.

Vorerst wollen wir uns der wohl allerersten Verfilmung des Kinderbuch-Klassikers widmen, gedreht anno 1903 von Cecil Hepworth. Das British Film Institute hat nun dieses knapp zehnminütige Video veröffentlicht, in dem einige spektakuläre Szenen aus dem sorgfältig restaurierten Stummfilm zu sehen sind.

Hepworth bestand darauf, dass die Figuren denen des Originalillustrators John Tenniel so weit wie möglich glichen. Der Film wurde auf einer kleinen Holzbühne, die zu der Villa der Produktionsgemeinschaft gehörte, gedreht. Die Außenszenen entstanden in den nahe gelegenen Gärten von Mount Felix. (Wikipedia)

Alice wird dabei von May Clark, der Produktionsassistentin des Regiesseurs, gespielt. Sehr amüsant im Ganzen, und nicht nur die Spezialeffekte sind bemerkenswert …

Apropos: warum gibt es eigentlich kein kleines, klassisches Stummfilmkino mit Live Piano-Begleitung in Pirna Dresden?

Siehe auch: Grinsekatze im Schneegestöber (freitag.de).

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Gestern abend gelang es dem Duo Leonardo DiCaprio und Martin Scorseses (Regie) mich auf erstklassige Weise zu narren – Kompliment dafür. Ihr neuer Film “Shutter Island” ist ein perfekt inszenierter Psychothriller, den ich eigentlich gleich noch einmal sehen möchte.

Doch worum geht es überhaupt?

Shutter Island, 1954. US-Marshal Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) und sein neuer Partner Chuck Aule reisen auf die abgelegene Insel vor der US-Ostküste, um das mysteriöse Verschwinden der Patientin Rachel Solando aufzuklären. Doch in der Anstalt für geistesgestörte Gewaltverbrecher stoßen die Bundesbeamten auf eine Mauer des Schweigens. Der ärztliche Leiter Dr. Cawley verweigert den Cops die Einsicht in die Akten und auch seine Mitarbeiter stellt er nur sehr widerwillig für Befragungen zur Verfügung. Daniels und Aule finden schnell heraus, dass Solando nicht ohne Hilfe geflohen sein kann. Ihre Chance von der Insel zu entkommen, ist aber verschwindend gering. Die einzige Verbindung zum Festland ist eine Fähre, zu schwimmen wäre reiner Selbstmord. Nachdem Solandos behandelnder Arzt Dr. Sheehan überstürzt in den Urlaub abgereist und nicht mehr zu erreichen ist, intensiviert Daniels seine Bemühungen und will mit aller Macht herausfinden, was auf der Insel gespielt wird. Aber auch der Marshal verfolgt ganz eigene Interessen, er vermutet, dass im Ashecliffe Hospital geheime Experimente an lebenden Patienten durchgeführt werden. Ferner macht ihm immer noch der Tod seiner geliebten Frau Dolores zu schaffen, die in ihrem Appartement bei einem Brand erstickte… (via)

Es bleibt zu sagen, dass DiCaprio hier in seiner (bis dato und nach meinem Empfinden) besten Rolle zu sehen ist. Ihm zur Seite stehen weitere erstklassige, gestandene Mimen wie Ben Kingsley (ganz groß) oder Mark Ruffalo, die reizende Michelle Williams spielt seine Frau Dolores.

Fazit: “Shutter Island” ist eine schizophrene Geschichte voller Flashbacks und dunkler Geheimnisse, die – so man ein Freund des Genres ist – anzuschauen ein Muss ist.

Verweis: Shutter Island (Filmwebsite).

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Seit Donnerstag neu im Kino: Teil zwei von Stieg Larssons erfolgreicher “Millennium-Trilogie” – “Verdammnis“.

Im Vorfeld war uns bekannt, dass Produzent Stærmose für den zweiten und dritten Teil neue Drehbuchautoren und einen neuen Regisseur (Daniel Alfredson) ins Boot holte – insofern war Neugierde ob der zu vermutenden, etwas anderen Handschrift berechtigt. Die Hauptdarsteller sind nach wie vor Noomi Rapace als Lisbeth Salander und Michael Nyqvist als Mikael Blomkvist, so weit, so gut.

Die Handlung spielt etwa ein Jahr nach den Geschehnissen aus Teil eins. Doch worum geht es genau?

Ein junger Journalist bietet Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist) für sein Magazin “Millennium” eine hochbrisante Story an: Verdiente Amts- und Würdenträger vergehen sich seit Jahren an jungen russischen Frauen, die gewaltsam ins Land gebracht und zur Prostitution gezwungen werden. Blomkvist möchte die Geschichte groß herausbringen und beteiligt sich an den Recherchen. Genau wie Lisbeth Salander (Noomi Rapace) – ohne Blomkvists Wissen betreibt sie ihre eigenen Ermittlungen und entdeckt dabei ein besonders pikantes Detail: Nils Bjurman (Peter Andersson), ihr ehemaliger Vormund, scheint in die Machenschaften der Mädchenhändler verwickelt zu sein. Kurze Zeit später werden der Journalist und Bjurman tot aufgefunden – und die Tatwaffe trägt Lisbeths Fingerabdrücke. Eine mediale und polizeiliche Hetzjagd auf sie beginnt. Doch Lisbeth taucht unter. Wie ein Racheengel stellt sie denen nach, die ihr den Mord anhängen wollen. Nur Mikael Blomkvist glaubt an ihre Unschuld und macht sich auf die Suche nach ihr und der Wahrheit. Seine Nachforschungen führen ihn in Lisbeths Vergangenheit – eine Vergangenheit, die so düster ist, dass er lieber nichts von ihr erfahren hätte …

Letztlich hat der Wechsel des Kreativ-Teams der Verfilmung nicht geschadet – der zweite Teil wirkt vielleicht nicht so cineastisch arrangiert wie der Erste, sondern eher ein bissel wie ein Fernsehfilm, sachlich und nüchtern, was der faszinierenden Geschichte jedoch wohl bekommt. Der Kinobesucher darf sich auf 129 exzellente und spannende Minuten freuen …

Im Anschluss heißt es dann wieder warten – auf den 3. Juni – wenn der dritte und letzte Teil “Vergebung” anläuft.

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Großes Kino heute abend auf ARTE: Barfly (Wikipedia).

Der Spielfilm von Barbet Schroeder dreht sich um dreierlei Dinge und die Verknüpfung derselben miteinander: Liebe, Einsamkeit und Suff.

Der Schriftsteller Henry Chinaski verbringt seine Tage trinkend und schreibend in Los Angeles. Er lernt eine Frau kennen, die dem Alkohol ebenso verfallen ist wie er. Für kurze Zeit scheinen die beiden eine Zukunft zu haben, doch Alkohol und Eifersucht reißen die beiden auseinander.

Charles Bukowski, der das (in Teilen autobiografische) Drehbuch zu “Barfly” schrieb, ist auch selbst in einer kurzen Statistenrolle zu sehen: als Säufer an einer Bar sitzend – für einen kurzen Augenblick im Hintergrund. Bukowskis Alter Ego wird von Mickey Rourke verkörpert, der den Schriftsteller Henry Chinaski spielt. Faye Dunaway gibt die ebenfalls alkoholsüchtige Wanda Wilcox.

Der Film wird nur ganz selten gespielt – ganz großes Kino also heute abend (21.00 Uhr auf ARTE) und damit endlich wieder einmal ein TV-Tipp im Weblog.

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