Category Archives: Film
ironsky

Wir kommen in Frieden – Iron sky

Vergangenen Montag hatte ich endlich die Gelegenheit für diesen cinematografischen Leckerbissen …

Ganz kurz zum Inhalt: kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs gelingt es einigen Nazis, mittels sogenannter “Reichsflugscheiben” zum Mond zu flüchten – sie besiedeln die dunkle Seite des Mondes. Im Jahre 2018 landet eine amerikanische Mondmission auf dem Erdtrabanten und trifft auf die Mondnazis. Diese sehen nun ihre Zeit gekommen und greifen erneut nach der Weltherrschaft …

Iron Sky ist eine wunderbar trashige Science-Fiction Komödie aus Finnland. Es geht um Macht und Liebe, um die Wiederwahl einer Präsidentin sowie um Helium 4. Ein iPhone und ein iPad spielen eine nicht unerhebliche Rolle beim Großangriff auf die Erde. Kein Nazi-Klischee wird außen vor belassen und über allem liegen die bombastischen Klänge von Laibach …

Und eben dieses wilde Potbourri gefällt mir wunderbar. Mag sein, dass viele sich von diesem Streifen mehr versprochen haben als dass der Film nun bieten kann – ich bin ganz unvoreingenommen ins Kino gegangen und habe mich trefflich amüsiert. Die Idee ist einfach genial – also unbedingt anschauen!

BARBARA  Regie Christian Petzold

Barbara

Die Geschichte spielt anno 1980 in der ostdeutschen Provinz.

Barbara, ehemals Ärztin an der Berliner Charité, hat einen Ausreiseantrag gestellt und wird dafür in ein kleines Provinzkrankenhaus strafversetzt. Sie hofft auf ihren Liebhaber aus dem Westen, der ihre Flucht vorbereitet. Den neuen Kollegen gegenüber bleibt sie verschlossen, ihre Aufmerksamkeit gehört den Patienten. Einzig dem neuen Chef gelingt es, ihr Misstrauen zu erschüttern, und langsam entwickelt sie Gefühle für ihn. Dabei rückt der Tag der geplanten Flucht immer näher …

Dieser neue Film von Christian Petzold erzählt von menschlichen Beziehungen, die tief geprägt sind von einem Leben in Überwachung und der Angst davor. Die sparsam eingesetzten Dialoge sorgen zusätzlich für eine beklemmende Atmosphäre.

Fazit: das Drama ist mit Nina Hoss und Ronald Zehrfeld in den Hauptrollen hervorragend besetzt und verdient eine ausdrückliche Empfehlung – anschauen lohnt definitiv.

Verweis: Barbara (die Webseite zum Film)

Ausflug zum Film

Im Stadtmuseum Pirna ist derzeit eine kleine Sonderausstellung zu sehen, deren Besuch für Interessierte durchaus lohnt.

Unter dem Motto “Ausflug zum Film – Malerei, Graphik und DEFA-Filmbilder” werden ausgewählte Arbeiten von neun bekannten Gegenwartskünstlern präsentiert. Gezeigt werden jeweils einige wenige Gemälde und Graphiken sowie (und vor allem) ihre Arbeiten für das DEFA-Trickfilmstudio in Dresden. Womit wir dann beim eigentlichen Thema wären: es geht um die “Ausflüge” der sich primär der Malerei verpflichteten Künstler zum Medium Film. In der damaligen DDR bot das DEFA-Trickfilmstudio – wenn auch nur im sehr kleinen Rahmen – die Möglichkeit zum künstlerischen Animationsfilm.

Um Namen zu nennen – wir treffen im Ausstellungsraum auf Maja Nagel, Gudrun Trendafilov, Lutz Dammbeck, Achim Freyer, Gerd Mackensen, Helge Leiberg, Ulrich Lindner, Andreas Dress und STRAWALDE (Jürgen Böttcher).

Die eigentliche Offenbarung ist jedoch die ergänzend zur Ausstellung laufende Videodokumentation „Filmgespräche“, in der die Künstler selbst über die Entstehung ihrer Filme und die Kontakte zum Studio sprechen – also unbedingt auch den Film anschauen!

Begleitend werden in den kommenden Wochen einige der “Malerfilme” im Museum vorgeführt – die Termine sind im Ausstellungs-Flyer benannt.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 31.08.2012 (Eintritt 4,00 €).

rdisko

Russendisko

Die Verfilmung des Bestsellers von Wladimir Kaminer – Sie wissen schon …

Erzählt wird die Geschichte dreier unzertrennlicher Freunde, die sich im Sommer 1990 aufmachen, um in Deutschland ihr Glück zu finden. Viel Humor, viel Musik, und die große Liebe auch …

An der Besetzung gibt es nichts zu rütteln – allesamt spielen sie ihre Rolle perfekt. Nur eine wirkliche Story mit Tiefgang ist es nicht, eher eine amüsante Anekdotensammlung zur locker-leichten Unterhaltung. Gelegentlich wird es auch richtig originell – etwa bei der Schilderung von Olgas Vergangenheit oder Mischas Konvertierung zum Judentum.

Im Fazit besehen: ein soweit ganz netter Familienschwank für alle. (Filmwebseite)

Kino

Dame, König, As, Spion

Großbritannien, Anfang der 70er Jahre. Agent George Smiley wird aus dem Ruhestand geholt, um einen “Maulwurf” in der Spitze des britischen Geheimdienstes zu enttarnen. Zum besseren Verständnis: Smileys Ruhestand ist als eine Konsequenz einer verpatzten Aktion zu betrachten, die seiner Mitverantwortung oblag: bei der versuchten Kontaktaufnahme mit einem Bediensteten des ungarischen Geheimdienstes wird ein britischer Agent gefasst und gibt unter russischer Folter die Namen westlicher Agenten preis.

Der reaktivierte George Smiley beginnt also erneut zu recherchieren, und dabei gerät – ganz automatisch – auch die vierköpfige Führungsspitze des SIS in sein Visier …
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Kino

The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore

Der mensch mag solche entzückend schönen Animationsfilme, und gute Bücher mag er auch – sprich: richtige, gebundene Bücher – zum in die Hand nehmen und darin blättern … Von daher ist der hier eingebettete Kurzfilm ein Must-Have in diesem Blog, denn darin kommt beides zusammen: die Liebe zum Buch und eine herzallerliebste Animation.

Wer also ein Bücherfreund ist und Buster Keaton, den “Zauberer von Oz” oder auch “Alice im Wunderland” mag, der sollte sich diese knapp 15minütige Auszeit unbedingt gönnen. (via)

Slug Invasion

Ein Heldenepos zum Sonntag – kein gewöhnliches, sondern wohl eher ein Randgruppenepos. Leicht verstörendes Nacktschneckenkino trifft es auch ganz gut. Grandios animiert ist es allerdings schon, und verdient daher Beachtung.

Einmal mehr via Kraftfuttermischwerk.

Wirklich gutes Kino: The Artist

Dieser Film ist tatsächlich ein ganz Besonderer, einer von denen, die man keinesfalls versäumen darf. Und natürlich muss er im Kino gesehen werden – alles andere wäre Blasphemie – denn Filme wie dieser werden schließlich für das Kino gemacht.

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