Kategorie: Film

Egon Schiele – Tod und Mädchen

Der Film von Dieter Berner erzählt aus dem Leben des österreichischen Malers Egon Schiele.

Egon Schiele war ein österreichischer Maler des Expressionismus und zählt neben Gustav Klimt und Oskar Kokoschka zu den bedeutendsten Künstlern der Wiener Moderne. Er war einer der provokantesten Künstler in Wien, löst diverse Skandale aus und wurde wegen der angeblichen Schändung einer Dreizehnjährigen vor Gericht gestellt. Egon Schieles Werk ist geprägt von Erotik und Vergänglichkeit. Heute sind Museen und Sammler der ganzen Welt an seinem Werk interessiert, die Bilder erzielen Millionengewinne auf den Auktionen.

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Der Letzte macht das Licht aus

Alex Carozza ist der letzte Akkordeonbauer (Handzuginstrumentenmacher!) in New York City.

Ein höchst interessantes Instrument an sich, und ein wunderschönes Handwerk sowieso. Zwei liebenswerte Menschen kommen dazu. Die ganz alte Schule eben …

Alex Carozza betreibt seit 1960 eine Akkordeon-Reparaturwerkstatt in New York. Seine Kunden kommen aus der ganzen Welt, um ihre Instrumente bei ihm reparieren zu lassen. Er hat einen Partner, und die beiden arbeiten mal gerade 60 Jahre lang zusammen. The Great Big Story hat ihn besucht und mit diesem Kurzfilm noch zu Lebzeiten ein virtuelles Denkmal gesetzt.

Alex Carozza has been building and repairing accordions in New York City since 1960. The last craftsman of his kind in the city, Alex is the living memory of a once vibrant musical culture that has all but disappeared from New York. This is the story of a true classic.

Respekt dafür. Und Applaus auch. (einmal mehr via Ronny und Gilly)

Borrowed Time

Die anrührende, traurige Geschichte eines alten Sheriffs. Brilliant animiert von zwei Pixar-Profis.

Ein schwermütiger Sheriff in einer düsteren und trostlosen Landschaft. Er steht an jener Klippe, an der er durch einen Unfall (zu Kindeszeiten) seinen Vater getötet hat. Der alte Mann trägt schwer an seinem Schicksal und scheint Willens, sich diesem zu ergeben. Ein unverhoffter Sonnenstrahl reißt ihn jedoch aus seiner Trübsal …

A weathered Sheriff returns to the remains of an accident he has spent a lifetime trying to forget. With each step forward, the memories come flooding back. Faced with his mistake once again, he must find the strength to carry on.

Lou Hamou-Lhadj und Andrew Coats (beide arbeiten für Pixar) haben diese bewegende Geschichte für Erwachsene geschaffen. Als Freund des animierten Kurzfilms komme ich nicht umhin, dieses kleine Meisterwerk hier zu zeigen.

Dazu gibt es auch noch ein gut zweiminütiges Making-of.

(via ganz vielen)


Nachtrag 2.11.2016: das Video ist leider nicht mehr online. Ich habe daher oben das Making of eingebunden.

Die Weite suchen

Es ist Sommer 1987, eine junge Familie aus dem Bezirk Leipzig fährt in den Urlaub. (Animadok, 30 Minuten)

Familie Schuster aus Leipzig, im Sommer 1987. Der Trabant voll bepackt mit Gepäck, Lebensmitteln und diversen Ersatzteil-Geschenken. Eine Privatunterkunft an der Ostsee, unmittelbar an der damaligen innerdeutschen Grenze. Schlange stehen, die „Sachseninvasion“ und die üblichen Tauschgeschäfte. Im Windschutz am Strand, weit draußen die unerreichbaren Fährschiffe. In unmittelbarer Nähe zur Grenze ticken die Uhren anders als im Rest der DDR. Also die Volkspolizei und die Beobachtungstürme der Grenztruppen. Schwimmhilfen jeder Art sind verboten, Misstrauen und Vorurteile auf allen Seiten …

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Frantz

„Frantz“ beleuchtet den brüderlichen Aspekt zwischen Deutschland und Frankreich sowie ein brandaktuelles Thema: den Nährboden von Nationalismus.

Kurz nach dem Ersten Weltkrieg in einer deutschen Kleinstadt: die junge Anna besucht täglich das Grab ihres Verlobten Frantz, der in Frankreich gefallen ist. Irgendwann bemerkt sie einen jungen Mann, der ebenfalls das Grab besucht und Blumen ablegt. Sie spricht ihn an und der junge Franzose stellt sich als Adrien vor. Er wäre vor dem Krieg mit Frantz befreundet gewesen und würde ihn ebenfalls schmerzlich vermissen.

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Tschick (der Film)

Ich habe das Buch gelesen und gelobt, dem Theaterstück applaudiert (es läuft übrigens immer noch und ist im Spielplan zu finden) und preise nun auch den Film.

Fatih Akin („Gegen die Wand“, „Auf der anderen Seite“) hat mit „Tschick“ den gleichnamigen Bestseller von Wolfgang Herrndorf verfilmt. Sie erinnern sich vielleicht – diese kongeniale Geschichte zweier jugendlicher Außenseiter aus Berlin, die sich zu Beginn der Sommerferien quer durch den wilden Osten in Richtung Walachei auf dem Weg machen. Im gestohlenen Lada fahren sie durch ein fremdes, vertrautes Land und erfahren seltsame, (für uns Zuschauer großartige) trostvolle Begegnungen.

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By the river

Knappe zwei Minuten Auszeit. Wir sehen und hören: die Amsel, den Eisvogel, Schwalben und Mauersegler sowie ein Paar Stieglitze.

Wunderschön animiert und Balsam für die Ohren. Interessant zudem – nicht nur für die Kinder.