Einträge in Film

Ein Mann namens Ove

Ove (Rolf Lassgård) ist ein verbitterter alter Griesgram, der in seinem Viertel die Rolle des Blockwarts übernommen hat. Täglich geht er seine Runde und schaut nach dem Rechten, um seine Mitmenschen zu kritisieren und auf ihre Fehler hinzuweisen. Er schreibt Parksünder auf und beschimpft (zu Recht natürlich) die Dame, deren Hund auf den Gehweg pinkelt. Nach dem Tod seiner geliebten Frau lebt Ove allein und verzweifelt zunehmend an der Welt, die seines Erachtens nach zugrunde geht, da sich niemand mehr an die Regeln hält. Als er auch noch seinen Job… Weiterlesen

The Old New World

Eine Steampunk-Zeitmaschine nimmt uns für gute drei Minuten mit auf die Reise in das Amerika der frühen 1900er Jahre … „The Old New World“ ist ein auf alten Fotografien beruhendes Animation-Projekt von Alexey Sakharov (der Mann lebt und arbeitet in Moskau als Fotograph und Animationskünstler). Die Original-Fotos zeigen Ansichten von New York, Boston, Detroit, Washington, D.C., und Baltimore zwischen 1900 und 1940. Sie stammen allesamt von Shorpy – einer hier im Blog schon vor Jahren empfohlenen und immer noch tagtäglich aktualisierten Website. Ganz großes Kino, wunderschön umgesetzt und gewiss nicht… Weiterlesen

Jimmy on the Run

Im Kurzfilm-Kino gilt es heute das faszinierende Porträt von „Jimmy on the run“ anzuschauen. Der Mann kam als Kind mit seinen Eltern aus China und lebt und arbeitet heute als Street- und Fashion Fotograf in Amsterdam. Jimmy steht – gewissermaßen – ständig unter Strom, hat aber zweifellos ein exzellentes Gespür für Menschen und Situationen. Schaut einfach selbst … (via)

Wie der Lackaffe zu seinem Namen kam

Es war einmal ein Schaf, das hatte einen Affen zum Freund. Es liebte den Affen über alle Maßen und las ihm jeden Wunsch von den Augen ab. Eines Tages wünscht sich der (schnell gelangweilte und in seinen Wünschen wenig bescheidene) Affe, das Schaf möge ihm Schabernack kaufen. Dieses macht sich umgehend auf, auch diesen Auftrag zu erledigen, und erlebt seltsame Abenteuer … „Lackaffe“ ist ein liebevoll und technisch interessant animierter Trickfilm von Matthias Friedrich Muecke nach einer Geschichte von Marion Brasch aus ihrem Roman „Die irrtümlichen Abenteuer des Herrn Godot“… Weiterlesen

Blues ist einfach Leben

Der mensch hat das diesjährige Engerling-Konzert vor Ort hier gar nicht erwähnt. Nicht, weil es nicht gut war, sondern weil ich nicht Jahr um Jahr über alle wiederkehrenden Erlebnisse schreiben möchte – ich wiederhole mich schon oft genug. Aus aktuellem Anlass benenne ich es jetzt aber doch – im Nachgang – und lobe den Abend laut: es war schlicht großartig. Im ersten Teil des Konzertes wurden eigene Songs geboten, im zweiten begleitete die Band dann ihren Special Guest – Christiane Ufholz – bei diversen Klassikern der Blues- und Rockgeschichte. Wir… Weiterlesen

The Hateful Eight

Irgendwo im gottverlassenen Wyoming, einige Jahre nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg: eine Postkutsche kämpft sich durch die Winterlandschaft. Neben dem Kopfgeldjäger John Ruth und seiner Gefangenen Daisy Domergue sitzen zwei weitere, auf dem Weg zugestiegene Passagiere in der Kutsche: der Ex-Soldat und ebenfalls als Kopfgeldjäger tätige Marquis Warren sowie Chris Manie – nach eigenen Angaben der neue Sheriff von Red Rock, dem eigentlichen Ziel der Ausfahrt. Mit Blick auf einen aufziehenden Schneesturm suchen die Reisenden alsbald Zuflucht in einer Herberge, die ihren Weg kreuzt. Dort werden sie bereits erwartet … Acht… Weiterlesen

Nowhere Line: Voices from Manus Island

„Nowhere Line: Voices from Manus Island“ (15,16 Min.) ist ein mit Hilfe von Crowdfunding entstandener Animationsfilm von Lukas Schrank. Thema ist der grausame und unerträgliche Alltag im berüchtigten Auffanglager „Manus Island“. Dieses liegt auf einer Insel vor der Küste Papua-Neuguineas – Australien „beherbergt“ dort seine Asylsuchenden. Aufnahmen von Telefongesprächen mit zwei Flüchtlingen aus dem Lager schildern deren Flucht sowie die Ereignisse eines blutigen Konflikts, der in einer Februarnacht anno 2014 eskalierte (mit englischen Untertiteln).

The Revenant

„The Revenant – Der Rückkehrer“ ist – inspiriert von einer wahren Geschichte (das Drehbuch basiert auf dem Roman „Der Totgeglaubte“ von Michael Punke) – ein bemerkenswertes Überlebensepos mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle. Die Story spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts und lässt sich kurz und prägnant in einem Satz formulieren: der Trapper Hugh Glass trotzt schwer verletzt den Widrigkeiten der Wildnis, um sich an dem Mann zu rächen, der seinen Sohn getötet hat. Nichts wird vergeben, und nichts wird verziehen, und das ist auch gut so. Es treten auf:… Weiterlesen

Ben Harris, Holzbootbauer, im Portrait

Ben Harris lebt in Constantine, Cornwall (UK) und ist ein traditioneller Holzbootbauer. Das knapp fünfminütige Portrait dokumentiert Bens Liebe zum Bootsbau und zur Holzbearbeitung an sich. Who is Ben Harris? Ben has always loved wood. His mother said that his first word was ‘log’. He has been working with wood throughout the UK since the age of 15. First as an assistant to a cabinet maker, where he started by sharpening the tools and clearing up. He then developed his skills in furniture making and his passion for wood and… Weiterlesen

People of Nowhere

Der aus Israel stammende Dokumentarfilmer Lior Sperandeo besuchte unlängst die griechische Insel Lesbos, um sich selbst ein Bild von der Ankunft tausender Flüchtlinge zu machen. Sieben Tage lang dokumentierte er das Eintreffen der Boote. Herausgekommen sind zweifellos ergreifende Bilder. I have heard and read different opinions about the wave of Syrian refugees who try to make their way in to the EU. Then I went to Lesvos. 7 days on the Greek Island gave me a healthier, human perspective on the situation. Seeing the people behind the headlines with my… Weiterlesen

But Milk Is Important

„But Milk is Important“ ist ein wunderschön animierter Kurzfilm, in dem ein Mann dank eines mysteriösen Wesens – und mit etwas unkonventionellen Methoden – seine sozialen Phobien überwindet. Der Film, der zunächst ein bisschen dunkel und geheimnisvoll wirkt, letztlich jedoch viel Herz und Humor beweist, ist die Studienabschlussarbeit von Anna Mantzaris und Eirik Grønmo Bjørnson – beide haben am Volda University College in Norwegen studiert. Für Interessierte: weitere Informationen, auch zum hier angewandten Stop-Motion-Verfahren, finden sich auf der Website des Filmprojektes.