Der Wächter am Tor

Vor zwei Tagen wurde am Dohnaischen Tor zu Pirna diese Wächterfigur aufgestellt. Die 3,20 Meter hohe Sandsteinplastik wacht nun künftig am Tor und somit symbolisch über die Altstadt Pirnas. Sie ergänzt den schon bestehenden Geschichtenspielplatz, welcher bereits ein sandsteinernes Pferd mit Wagen und einige Schafe aus Lausitzer Granitfindlingen vorzuweisen hat.

Die bespielbare Skulptur (ein Zinnsoldat) wurde von Ursula Güttsches aus Reinhardtsdorfer Sandstein gehauen – die Dresdner Künstlerin gewann im April 2014 den von der Stadt Pirna ausgelobten Ideenwettbewerb zur weiteren Platzgestaltung.

Nach meiner Einschätzung hätte dem Wächter ein freundlich-grimmiges Antlitz besser zu Gesichte gestanden – mit seinen stilisierten Zügen wirkt dieser Zinnsoldat doch sehr unpersönlich. Aber gut, es ist wie es ist, und wir drücken die Daumen, dass der kantige Kollege zukünftig von jedwedem Unfug verschont bleiben mag (apropos: ich meine ja, dass die Schafe auch ohne Strickjacken ganz gut über den Winter gekommen wären).

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Kommentare

  • derbaum

    15. November 2014 um 09:25 Uhr
    Antwort

    :-) - ich finde die "westenschafe" klasse

    • Rappel
      zu derbaum

      15. November 2014 um 13:40 Uhr
      Antwort

      Das freut mich für dich und die Schafe, die sich ja leider nicht wehren können. :) Ich mag ja so subversive Einstrickaktionen, wie den Panzer oder Laternen und Bäume - Stichwort Guerilla Knitting. Bei den Schafen hier wirkt das alles eher etwas hausbacken und zu dicht am Establishment.

  • apfelmann70

    15. November 2014 um 18:10 Uhr
    Antwort

    Ich verstehe den Sinn oder Unsinn dieser künstlerischen Gestalltung bis jetzt noch nicht. Die Tombula und der Zeitungsladen aus meinen Urzeiten hat mir da besser gefallen

    • Rappel
      zu apfelmann70

      17. November 2014 um 12:14 Uhr
      Antwort

      Das sieht die Stadtverwaltung anders - es gilt die Maßgabe, Pirna kinder- und familienfreundlicher zu gestalten. Mit dem Blick darauf wurden an besonders geschichtsträchtigen Orten der Altstadt ebendiese Geschichten-Spielplätze errichtet. Da gehe ich durchaus mit, denn der zuletzt als Würstchenbude betriebene Kiosk mit seinem doch etwas besonderen Publikum war nun wahrlich kein Aushängeschild für Pirna.

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Über

RAPPELSNUT ist ein reich bebildertes Tagebuch im Netz. Der Autor lebt in Pirna, einer kleinen alten Stadt an der Elbe und schreibt hier über dieses und jenes, was den Alltag versüßt oder über den Tag hinaus erwähnenswert scheint. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.

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