Fatih Akın: The Cut

THE CUT ist der letzte Teil von Fatih Akins Trilogie „Liebe, Tod und Teufel“ – wir erinnern uns gerne an GEGEN DIE WAND und AUF DER ANDEREN SEITE.

Die Story beruht auf einem wichtigen Kapitel europäischer Geschichte: dem von der türkischen Armee begangenen Völkermord an den Armeniern (1914 – 1918). Das Augenmerk liegt auf Krieg und Vertreibung, ist auf das Böse im Menschen gerichtet und auf das, was Menschen bereit sind, anderen Menschen anzutun.

Erzählt wird die Geschichte des Schmiedes Nazaret Manoogian (Tahar Rahim), eines jungen Armeniers, der den Genozid nur zufällig überlebt und sich auf eine Odyssee begibt, um seine Familie wieder zu finden. Er folgt ihren Spuren von den Wüsten Mesopotamiens über Havanna bis in die kargen, einsamen Prärien North Dakotas und begegnet dabei den unterschiedlichsten Menschen – hilfsbereiten und gütigen Charakteren, aber auch dem Teufel in Menschengestalt.

Im Fazit ist THE CUT ein ganz besonderer Film – voller Leidenschaft und erschütternd in all seiner Dramatik. Fatih Akin (Drehbuch und Regie) gebührt Lob und Anerkennung dafür, sich diesem Thema, das bis in unsere Tage nur zu gern verdrängt und von türkischer Seite nach wie vor geleugnet wird, erfolgreich verschrieben zu haben. Der Film beschreibt zwar die Welt von vor einhundert Jahren, ist aber so aktuell, dass es erschreckend ist … Ihr solltet ihn gesehen haben.

0 Kommentare
0 likes
Vorheriger Beitrag: Die Tafelberge beim Kurort GohrischFolgender Eintrag: Wie das Radio funktioniert

Auch interessant

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Über

RAPPELSNUT ist ein reich bebildertes Tagebuch im Netz. Der Autor lebt in Pirna, einer kleinen alten Stadt an der Elbe und schreibt hier über dieses und jenes, was den Alltag versüßt oder über den Tag hinaus erwähnenswert scheint. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.

Neueste Beiträge
Beliebt