Smaugs Einöde

Um es kurz zu machen: Der Hobbit: Smaugs Einöde ist visuell brillantes Fantasy-Kino. Da stimmt beinahe alles – beeindruckende Action, stimmungsvolle, mystisch-finstere Szenen und dazu jede Menge kurioser Zwerge, edler Elfen und garstiger Orks.

Allein die Entscheidung den feuerspuckenden, juwelengeilen Drachen Smaug sprechen zu lassen, kann ich nicht nachvollziehen (zumal die deutsche Synchronstimme ein bemerkenswerter Griff ins Klo ist). Das Ungetüm wird mit seinen überlangen, wortreichen Monologen komplett entzaubert und erinnert in seiner neuen Lächerlichkeit fatal an das sprechende Sofakissen namens Fuchur in der 1984 erschienenen Verfilmung der unendlichen Geschichte von Michael Ende.

Ein unnötiger Fauxpas in einem weiteren, ansonsten rundum faszinierenden Mittelerde-Abenteuer.

Verweis: Der Hobbit: Smaugs Einöde (Filmwebsite)

7 Kommentare
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Kommentare

  • derbaum

    23. Dezember 2013 um 20:04 Uhr
    Antwort

    jipp, märchenkino vom feinsten... und mit dem sprechenden drachen das fand ich gar nicht sooooo schlimm ;) - mich erinnert der alte erzählzwerg an den kleinen sternengugger in der unendlichen geschichte ...

    • Rappel
      zu derbaum

      24. Dezember 2013 um 00:25 Uhr
      Antwort

      Mit dem an sich bemerkenswert großartigen Erzählzwerg gebe ich dir recht. Aber der sprechende Drache ist so etwas von schlimm - das geht gar nicht. Ich hoffe, dass ihm beim Angriff auf die Seestadt zuerst die Stimmbänder versagen werden …

  • derbaum

    24. Dezember 2013 um 08:14 Uhr
    Antwort

    waaaas - der greift die seestadt an???? ;)

  • apfelmann70

    24. Dezember 2013 um 11:43 Uhr
    Antwort

    Ich stimme Dir voll zu. Habe den Film gestern neben popelnden, Popcorn fressenden dicken Kindern gesehen und dem entsprechend, war an den Stellen wo Dialoge zwischen den Darstellern nötig waren es doch sehr unruhig. Aber die spannungsgeladenen Szenen waren dann doch an Maß vorhanden. Ich habe mich nur zum Schluss (was für ein doofer Schluss) gefragt, was denn jetzt groß an Handlung an mir vorüber ging, und da war wirklich nicht viel passiert. Ach und die 3D Wundertüte, war wohl besser als zum ersten Teil. Und warum musste ich immer an Andreas Kümmert denken?!

  • nonsense

    26. Dezember 2013 um 19:58 Uhr
    Antwort

    nuja, visuell auf jeden fall sehr nett - 3D aber eigentlich unnötig. Allerdings hab ich mich auch gefragt, was da jetzt an Geschichte eigentlich passiert ist - ich hab mich jedenfalls stellenweise arg gelangweilt. Den Drachen fand ich auch nich so schlimm, aber da warte ich die Originalfassung ab, da der Drache da wohl von Benedict Cumberbatch (Sherlock) gesprochen wird und die Stimme stell ich mir passender vor. Insgesamt halbwegs nett - aber 3D sollte mensch sich sparen, weils nich viel beiträgt und einfach zu teuer ist :D

    • Rappel
      zu nonsense

      27. Dezember 2013 um 09:03 Uhr
      Antwort

      Ich stimme zu. Wir hatten leider nicht die Wahl zwischen 3D und 2D, sonst hätten wir uns mit Sicherheit dagegen entschieden. Den Aufpreis ist es zumeist nicht wert, und die Brillen nerven grundsätzlich.

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RAPPELSNUT ist ein reich bebildertes Tagebuch im Netz. Der Autor lebt in Pirna, einer kleinen alten Stadt an der Elbe und schreibt hier über dieses und jenes, was den Alltag versüßt oder über den Tag hinaus erwähnenswert scheint. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.

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