Das sehenswerte Porträt einer Straße

Berlin, Anfang der 50er Jahre. Es herrscht Aufbruchsstimmung in der geteilten Stadt. Im Zuge des Wiederaufbaus wird im Osten die Errichtung einer protzigen Hauptstraße konzipiert …

Der Rest der Welt sollte beeindruckt sein – von diesem ersten sozialistischen Pracht-Boulevard in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Grundsteinlegung erfolgte am 3. Februar 1952, und irgendwann in der zweiten Hälfte der 60er Jahre war sie dann fertig – die STALINALLEE. Zu diesem Zeitpunkt war die Straße – im Zuge der Entstalinisierung – längst in Karl-Marx-Allee umbenannt, das dominante, 1951 feierlich eingeweihte Stalindenkmal wurde zeitgleich (1961) in einer „Nacht-und Nebel-Aktion“ demontiert und eingeschmolzen …

Das neue Leben der Stalinallee ist ein bemerkenswertes Multimedia-Projekt, welches in eindrucksvoller Weise die wechselhafte Geschichte dieser Straße beschreibt. Ich mag Berlin ja nicht so sehr, und gleich gar nicht diese kolossal abstoßende für-mich-immer-noch-STALINALLEE. Aber diese Präsentation ist unbedingt ansehenswert und – mit Blick auf die einfühlsamen Porträts der Bewohner_innen und das dokumentierte Bild-und Videomaterial – hoch informativ zugleich. (schöner Tipp via)

4 Kommentare
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Kommentare

  • derbaum

    4. November 2013 um 20:04 Uhr
    Antwort

    danke wieder einmal - ich mag solche zeitreisen...

    • Rappel
      zu derbaum

      5. November 2013 um 11:20 Uhr
      Antwort

      Besser kann man solch ein Anliegen wohl kaum umsetzen - es ist rundum perfekt.

  • apfelmann70

    8. November 2013 um 18:20 Uhr
    Antwort

    Super Beitrag. Ich war letzte Woche erst in Berlin auf der Otto Braun Straße im Hotel (Gleich um die Ecke von der Karl Marx Allee) und finde die Geschichte von Berlin Mitte wirklich interessant. Gerade diese Brachtbauten haben es uns angetan. Danke für den Beitrag.

    • Rappel
      zu apfelmann70

      8. November 2013 um 19:46 Uhr
      Antwort

      Gerne doch. Für das Weiterreichen interessanter Verweise wurde diese Blogdings-Geschichte ja schließlich erfunden.

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Über

RAPPELSNUT ist ein reich bebildertes Tagebuch im Netz. Der Autor lebt in Pirna, einer kleinen alten Stadt an der Elbe und schreibt hier über dieses und jenes, was den Alltag versüßt oder über den Tag hinaus erwähnenswert scheint. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.

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