Zum gestrigen Feiertag liefen wir eine bemerkenswert schöne Runde in der Böhmischen Schweiz.

Herbstfarben

Ausgangsort war Vysoka Lipa (Hohenleipa). Wir stellten das Automobil oben auf dem Berge ab – direkt am Hotel LIPA. Von dort ging es über den Kirchgrund hinab ins malerische Kamnitzbachtal, um diesen alsbald zu queren und kurz an den Mauern der ehemaligen Grundmühle zu verweilen.

Auf dem Kirchsteig

Kirchsteig

Im Kamnitztal

Im Kamnitztal

Im Kamnitztal

Im Kamnitztal

An der Grundmühle

An der Grundmühle

Nähe Grundmühle

An der Grundmühle

Wir stiegen aus dem Tal hinauf in den Wald und liefen weiter nach Windisch Kamnitz hinein. Hier fand sich eine nette Restauration zur mittäglichen Einkehr – auf der Karte die üblichen regionalen Gerichte. Mit einem guten böhmischen Pils passte das ganz gut.

Bei Windisch Kamnitz

Ohne Titel

Bei Windisch Kamnitz

In Windisch Kamnitz

Windisch Kamnitz

In Windisch Kamnitz

Die Mittagspause dehnte sich aus (wir waren 24! Wanderfreund_innen, und es gab viel zu erzählen), so dass wir erst am Nachmittag den Rückweg in Angriff nahmen: ein gutes Stück entlang des Kreibitzbaches und dann über die Höhen hinüber nach Dittersbach.

Altes Schulhaus in Schemmel

Hier wurde uns die lange Rast zum Verhängnis – die Dämmerung setzte beizeiten ein, so dass wir das letzte Stück durch den Wald und hinunter zur Ferdinandsklamm im Dunkel erliefen. Eine spannende Sache allemal und zudem im Finsteren – jedoch wäre die wildromantische Schlucht bei Lichte besehen wohl um ein Vielfaches schöner …

Schemmler-Kapelle

Schemmler-Kapelle

Schemmler-Kapelle

„Eine nicht öffentliche im Felsen gehauene Kapelle, innen das Bild des hl. Ignatius. Sie steht auf Bauerngrund. Ihr Stifter wohnt in Kaltenbach und aus der Gemeinde (Schemmel) will niemand das Patronat über sie übernehmen, da sie von Stein ist, feucht, und alles in ihr daher bald dem Verderben unterliegt.“ (älteste urkundliche Erwähnung der Schemmler-Kapelle vom Oktober 1835)

Im Sturmschritt erklommen wir zuletzt den steilen Aufstieg zurück zum Ausgangsort – nach Hohenleipa.

Sonnenuntergang am Rosenberg

Alles in allem ist dies eine sehr empfehlenswerte Runde – mit vielen schönen Ausblicken und sportlichen Auf und Ab im wechselnden Gelände. Besondere Aufmerksamkeit sollten die in den dortigen Wäldern noch zahlreich vorhandenen, kleinen Bunkerstellungen erfahren. Sie waren Teil der zwischen 1935 und 1938 errichteten Befestigungslinie, die dazumal mit Blick auf die von Deutschland ausgehende Gefahr zum Schutze der Tschechoslowakei errichtet wurde. Empfehlenswert ist zudem die Besichtigung der am Weg nach Dittersbach liegenden Schemmler-Kapelle – eine in den Fels gehauene, kleine Kapelle von bemerkenswert morbidem Charme.

5 Kommentare

  1. derbaum 2. November 2013 um 07:16

    danke fürs mitnehmen. ich bin ja im augenblick eher virtuell unterwegs ;)

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    1. Rappel 2. November 2013 um 16:12

      Gerne doch. Erhole dich mal schön und vielleicht schaffen wir es ja doch irgendwann einmal zusammen …?

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  2. derbaum 2. November 2013 um 16:24

    danke!

    ach ganz bestimmt schaffen wir das ;)

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  3. Robert 31. August 2014 um 17:21

    Hallo,
    ein sehr schöner Beitrag, kenne die Gegend sehr gut und auch der Blog insgesamt ist wunderbar. Gut mal einen PARTEI-Freund gefunden zu haben ;). Die Bilder sind auch immer Oberklasse, weiter so!

    Viele Grüße, Robert

    Antworten
    1. Rappel 1. September 2014 um 09:53

      Vielen Dank, ich werde mich bemühen und gebe das Kompliment gerne zurück – was Bilder und Infos betrifft. Habe gleich mal ein Lesezeichen gesetzt. :)

      Antworten

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