Fleischatlas 2013

Im Laufe seines Lebens verzehrt der deutsche Durchschnittsbürger ganze 1097 Tiere – darunter vier ganze Rinder, vier Schafe, zwölf Gänse, 37 Enten, 46 Schweine, 46 Puten und 945 Hühner. Pro Jahr und Kopf werden hierzulande etwa 60 Kilogramm Fleisch verzehrt. Zum Vergleich: in den ärmsten Ländern der Welt liegt der Fleischkonsum unter 10 Kilogramm pro Jahr. Krasse Zahlen, die einer dekadenten Gesellschaft den Finger in die Wunde legen sollten. Weitere Fakten zum Thema gefällig? Bitte schön …

Der BUND hat gestern (in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung und Le Monde Diplomatique) mit dem „Fleischatlas“ ein informatives Nachschlagewerk zur Massentierhaltung und dem damit einhergehenden Ungemach für Mensch, Tier und den Planeten an sich vorgestellt. Eine Publikation, die informieren, aufklären und zum Überdenken des eigenen Konsums anregen soll. Pflichtlektüre also …

Interessierte Menschen können sich die Studie kostenfrei herunterladen – zum Direkt-Download (.pdf) kommt ihr mit diesem Verweis.

2 Kommentare

  1. Tel 11. Januar 2013 um 09:57

    Wollen wir nun Platz für Einfamilienhäuser haben oder müssen wir für unseren Schweinebraten, den wir genüsslich in ihnen verspeisen, Äcker bestellen? Mein Bedarf an Fleisch ist schon lange gedeckt.
    Empfehlung: http://jungle-world.com/artikel/2012/51/46811.html

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    1. rappel 11. Januar 2013 um 13:53

      Wir wollen alles! Das Einfamilienhaus, täglich schweinerne Wurst und das T-Bone-Steak am Abend, dazu einen fetten Schlitten vor der Tür, der ordentlichen Biosprit säuft und somit die Milchmädchenrechnung komplett macht. Da kann man dann schon gelassen die Beine hochnehmen …

      Im Ernst: leider ist es ganz und gar so, dass solch Studien (wie auch der von dir empfohlene höchst lesenswerte Artikel) ohnehin nur in das Bewußtsein jener Leute vordringt, für die das Thema sowieso schon eines ist. Und das ist eben immer noch die Minderheit.

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