Dachlawinen

Sie sind einer der vielen Gründe, weshalb der deutsche Winter und ich niemals Freunde werden können. Denn grundsätzlich – und mit konstanter Boshaftigkeit – setzen sich die über uns lauernden Schneemassen zwischen zwei und fünf Uhr morgens in Bewegung, um mit entsetzlichem Getöse zuerst in das Schneegitter und dann in den Hof zu stürzen. Wir wohnen direkt unter dem Dach und wissen nur all zu gut um diesen Lärm, den die angetaute „weiße Pracht“ im massigen Rutschen verursacht. Und es versteht sich von selbst, dass das Ganze kein einmaliges Ereignis bleibt – der Vorgang wiederholt sich in solch milden Nächten etwa alle 15 Minuten. So geht das bis in den frühen Morgen hinein …

Ich fühle also gerade Hass – unsäglichen Hass auf diese finsterste aller Jahreszeiten …

Hallo Winter, hörst du mich? Du bist ein Arsch!

2 Kommentare
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Kommentare

  • derbaum

    6. Dezember 2012 um 18:04 Uhr
    Antwort

    das ist die schönste liebeserklärung an den winter die ich seit langem gelesen habe!!! ;-)

    • rappel
      zu derbaum

      7. Dezember 2012 um 20:25 Uhr
      Antwort

      So so, eine Liebeserklärung also. … … Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich ein großer Fan von Gernot Hassknecht bin?

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Über

RAPPELSNUT ist ein reich bebildertes Tagebuch im Netz. Der Autor lebt in Pirna, einer kleinen alten Stadt an der Elbe und schreibt hier über dieses und jenes, was den Alltag versüßt oder über den Tag hinaus erwähnenswert scheint. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.

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