Pirna: das geplante Einkaufszentrum auf dem Scheunenhof-Areal wird wohl vorerst nicht kommen. Laut Informationen der Sächsischen Zeitung vom heutigen Tage (wird wegen des kommenden Leistungsschutzrechtes nicht mehr verlinkt) hat der Architekt die Zusammenarbeit mit dem Investor gekündigt.

Obwohl schon im vergangenen Jahr beschlossen, ist es bis heute zu keinem Vertragsabschluss zwischen Stadt und Investor (Edeka) gekommen. Ob dies tatsächlich an den von Edeka gewünschten, über das vereinbarte Maß hinausgehenden Modifizierungen liegt, kann ich nicht beurteilen. Aber sei’s drum – der Architekt zog die Reißleine und damit scheint das unselige Projekt nun zum neuerlichen Scheitern verurteilt.

Mein Bedauern hält sich angesichts dessen jedoch in Grenzen.

Als ein Freund der Pirnaer Altstadt mit den zahlreichen, kleinen Geschäften in ihren Gassen lehne ich solch einen Konsumtempel im Stadtzentrum rundheraus ab. Schauen wir doch in die nur wenige Kilometer entfernte Landeshauptstadt – hier habe ich das Elend beinahe täglich vor Augen: riesige, potthässliche Zweckbauten, in denen die immer gleichen Handelsketten in stereotypen Passagen ihren Ramsch und Plunder unter’s Volk bringen (oder es zumindest versuchen) …

Ich denke, Pirna’s Altstadt kommt sehr gut ohne solch einen Klotz der Unkultur aus und hoffe zudem, dass derlei Ungemach uns auf lange Zeit verschonen möge.

3 Kommentare

  1. no_sense 3. September 2012 um 12:07

    Ob jetzt die „Tante Emma“-Läden oder der Konsumtempel besser sind, ist eigentlich egal, denn beide funktionieren nach dem selben Prinzip ;-)
    aber sicher ist die Atmosphäre in nem kleinen Geschäft ein wenig netter, könnte ich hoffen..

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    1. rappel 3. September 2012 um 16:50

      Richtig. Ein wenig Atmosphäre braucht es schon, bevor ich meine schwer verdienten Taler unter’s Volk bringe. :)

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