Der Oder-Neiße-Radweg

Wir haben in den letzten zwei Wochen einige Tage auf dem Rad verbracht, zu denen ich mir einige Notizen gemacht habe und hiermit nun wiedergeben möchte. Unser Hauptaugenmerk galt dem Oder-Neiße-Radweg, welchen wir von Zittau (Start in Oberoderwitz) bis Ahlbeck befahren haben. Dazu kamen dann noch einige Kilometer an der Ostsee – auf dem Küstenradweg bis nach Stralsund. Wir hatten das Zelt dabei und haben dieses auch – bis auf eine Nacht im Gasthof – fleißig genutzt.

1. Tag: Oberoderwitz – Zittau – Görlitz (67 km). Super Wetter. Erwähnenswert: das Kloster St. Marienthal. Kleiner Bett & Bike Zeltplatz in Görlitz-Klingewalde: Sitzgelegenheit, Dusche, alles i.O.

2. Tag: Stadtbummel in Görlitz (12 km) danach Görlitz – Klingewalde – Sagar (60 km). Erwähnenswert: Fachwerkkirche, Einsiedel,sehr heiß (30 Grad im Schatten) malerischer Weg und fulminante Neißeblicke. Zeltplatz im Winkelcamp: sehr nett, alles sauber, im Ganzen schön. (139km)

3. Tag: Besichtigung Fürst Pückler Park (30 km). 33 Grad im Schatten – der Pool im Winkelhof war unser! (169 km)

4. Tag: Sagar – Bresinchen (85 km) sehr heiß, schönes Neißetal, Baustellen-Zeltplatz mit Badesee – wunderbare Erfrischung! (254 km)

5. Tag: Bresinchen – Bleyen (103 km) wiederum extrem heiß. Erwähnenswert: die Oder-Neiße-Mündung, Eisenhüttenstadt, Mittag in Frankfurt/O. Unterkunft auf Fischereihof, sehr urig. (357 km)

6. Tag: Bleyen – Schwedt (100 km). Vom nahenden Gewitter geweckt und dann im leichten Regen losgefahren, nach zwei Stunden wieder unangenehm heiß und sehr schwül. In Hohensaaten verfahren – wegen fehlender Wegzeichen. Dank eines netten Anwohners dann doch den richtigen Weg nach Schwedt gefunden. Kurz vor Ankunft noch eine üble, bösartige Umleitung, die ebenfalls schlecht ausgewiesen war. Zelt beim Wassersportverein aufgebaut, sehr preiswert. (457 km)

7. Tag: Schwedt – Penkun (50 km). Das Zelt trocken verstaut und dann bei strömendem Regen Schwedt verlassen. Nachlassender Regen nach gut 1,5 Std. Bett & Bike Quartier in Penkun genommen, Erholung und einmal ein festes Dach über dem Kopf. (507 km)

8. Tag: Penkun – Bellin (82 km). Optimale Bedingungen. In Rieth erster Brackwasserkontakt am Stettiner Haff. Preiswerter Zeltplatz in Bellin, keine Sitzgelegenheit. (589 km)

9. Tag: Bellin – Koserow (93 km) Der Weg zur Fähre zog sich hin, der Fährmann bummelte, aber zu guter Letzt haben wir den Oder-Neiße Radweg gut zu Ende gefahren. Stand Ahlbeck Seebrücke: 662 km! Wir haben die Kaiserbäder mit ihrem Trubel hinter uns gelassen und in Koserow einen ruhigen Zeltplatz gefunden. (682 km)

10. Tag: Ruhetag in Koserow/ Zemplin und Zinnowitz. Baden auch. (25 km)

11. Tag: Ein weiterer Ruhetag, sprich Badetag in Koserow. Mit Strandkorb!

12. Tag: Koserow – Stahlbrode (97 km). Ein anstrengendes Stück Weg, teilweise schlecht ausgewiesen und viel Kopfsteinpflaster. Am Abend dann ein sehr schöner Zeltplatz in Stahlbrode. (779 km )

13. Tag: Stahlbrode – Stralsund (22 km). Die letzte kurze Etappe fordert noch einmal Mensch und Material. Hoppelpflaster bis kurz vor Stralsund und Biggis Vorderrad lässt Luft. 14.00 Uhr fährt der Zug nach Rostock. Hafenbummel am Strelasund. (801 km)

Im Fazit kann ich eine außerordentliche Empfehlung für den Oder-Neiße-Radweg aussprechen. Die Landschaft ist wunderschön und der Weg ist relativ wenig befahren – kein Vergleich etwa zum stark bevölkerten Elberadweg! Eine genaue Planung der Etappen macht Sinn, da Rastplätze und Wirtschaften mitunter rar gesät sind. Mit den Karten des ADFC haben wir diesbezüglich gute Erfahrungen gemacht.

Einziges Problem: die Mücken. Ohne Vor- und Nachsorge geht diesbezüglich gar nichts. Die Biester lauerten überall und haben uns so manchen schönen Abend vergällt …

4 Kommentare
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Kommentare

  • Thomas S.

    13. August 2012 um 10:15 Uhr
    Antwort

    800km! Wow, das geht gar nicht in meinen Kopf rein... :) Da zeigt sich wer gutes Sitzfleisch hat! PS: dieses Theme ist für uns Windowsnutzer gar nicht gut lesbar, die Schrift ist ganz unscharf... :(

    • rappel
      zu Thomas S.

      13. August 2012 um 13:46 Uhr
      Antwort

      Mit gutem Sitzfleisch war am Ende nicht mehr viel, es wurde höchste Zeit für eine längere Radfahrpause :) Zum Theme: von schlechter Lesbarkeit habe ich zu diesem Theme noch nichts gelesen. Vielleicht sollte ich es mit 13 px statt zwölfen versuchen?

      • Thomas S.
        zu rappel

        15. August 2012 um 11:34 Uhr
        Antwort

        Jetzt ist mit der Lesbarkeit alles gut! Auch hatte ich gestern das Problem, dass der "Older Posts"-Link zwar die URL änderte, aber die gleichen 5 Artikel kamen - aber das ist auch wieder Ok.

        • rappel
          zu Thomas S.

          15. August 2012 um 23:07 Uhr
          Antwort

          Deinem scharfen Auge entgeht auch nichts ... Der Bug wurde quasi über Nacht behoben :)

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RAPPELSNUT ist ein reich bebildertes Tagebuch im Netz. Der Autor lebt in Pirna, einer kleinen alten Stadt an der Elbe und schreibt hier über dieses und jenes, was den Alltag versüßt oder über den Tag hinaus erwähnenswert scheint. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.

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