Vom Regen in die Traufe
So kann man das derzeitige „Bäumchen wechsle dich“-Spiel im Schloss Bellevue durchaus interpretieren. Wird doch (meines Erachtens) mit der Aufstellung von Joachim Gauck ein Mann für das höchste Amt im Staate benannt, der keinesfalls ein Präsident für alle BürgerInnen dieser Republik sein wird und wohl auch nicht sein möchte.
Gaucks hinlänglich bekannte Äußerungen – etwa zum Sozialstaat, zu Freiheits- und Bürgerrechten, zu Hartz-IV oder auch zu den kruden Theorien des Thilo Sarrazin – positionieren ihn inmitten der neoliberalen und erzkonservativen Ecke der Sozialstaatsvernichter dieses Landes.
So besehen war ein Christian Wulff – mit seiner offensichtlichen Nähe zur Wirtschaft und in all seiner traurigen Lächerlichkeit – tatsächlich das kleinere Übel.
Die Sympathie der FDP für Joachim Gauck muss nicht verwundern, auch das Zögern der Kanzlerin verwundert nicht – ist es doch das Eingeständnis einer Niederlage. Das Eintreten von SPD und Grünen für diesen Herrn ist jedoch nicht nur zu verstehen – es ist geradezu unverzeihlich!
Anbei noch einige lesenswerte Beiträge zur Person des zukünftigen Bundespräsidenten:
- Kandidat der Herzen? Ein Theologe der Herzlosigkeit – Was Joachim Gauck vom Sozialstaat hält
- Die linke und die rechte Hand des Teufels
- Joachim Gauck: Ein Spalter und egoistischer Selbstdarsteller auf Schloss Bellevue
- Ein politisch-kultureller Super Gau(ck) – Antisemitismus erhält Einzug ins Schloss Bellevue
- Nicht mein Präsident: Gute Gründe gegen Gauck
Joachim Gauck ist #notmypresident.
