Die Zukunft ist längst vergangen
Ich finde ja schon, dass nun, da eine renommierte Hamburger Wochenzeitung ihren LeserInnen den Steampunk erklärt, die liebenswerten Underdogs im Mainstream angelangt sind.
Was, wenn es schon im viktorianischen England Computer gegeben hätte? Oder wenn, anstatt der aufkommenden Elektrizität, Dampf die treibende Kraft geblieben wäre? Was, wenn die Welt heute mit riesigen Messing-Zahnrädern und stampfenden Dampfmaschinen angetrieben würde? Und wie wäre es, wenn anstelle von Jumbojets Zeppeline im Linienbetrieb über den Atlantik fahren würden, majestätische Luftschiffe mit komfortablen Kabinen? Diesem »was wäre, wenn« nachzuhängen, alternative Zeitverläufe zu erdenken, das ist Steampunk, eine Art retrofuturistischer Chic, der beispielsweise in Filmen der vergangenen Jahrzehnte immer wieder zu erkennen ist.
Wie auch immer – “Love the machine, hate the factory” – lesen lohnt!
