Gestern wurde die „Gräberstätte am Elbhang Pirna-Sonnenstein“ zum Gedenken an die mehr als 13 000 „Euthanasie“-Opfer eingeweiht. Ein …

3

Neue Gräberstätte am Elbhang

Gestern wurde die „Gräberstätte am Elbhang Pirna-Sonnenstein“ zum Gedenken an die mehr als 13 000 „Euthanasie“-Opfer eingeweiht. Ein fast sieben Meter hohes Gedenkkreuz erinnert nun an eines der größten Massengräber aus der Zeit des Nationalsozialismus in Sachsen.

Noch einmal zur Erläuterung: die Heilanstalt Pirna-Sonnenstein fungierte während des Nationalsozialismus als eine von sechs Tötungsanstalten des sogenannten “Euthanasie”-Programms. In den Jahren 1940/41 wurden hier 13 720 vorwiegend psychisch kranke und geistig behinderte Menschen sowie über 1000 (nicht mehr arbeitsfähige) Häftlinge aus Konzentrationslagern ermordet und anschließend verbrannt. Die Asche aus den Verbrennungsöfen wurde einfach am angrenzenden Elbhang aufgeschüttet. Im Jahre 2002 wurden archäologische Grabungen begonnen, die im Ergebnis das Vorliegen menschlicher Knochen bestätigten. Mit dem Bau der Anlage wurde dann im August dieses Jahres begonnen, die Finanzierung (etwa 150 000 Euro) übernahm der Freistaat Sachsen.

Das Aschefeld ist jetzt durch schwarz/weiss bemalte Bäume am Elbhang hervorgehoben, und das über sechs Meter hohe Kreuz aus schlichtem, künstlerisch bearbeitetem Stampfbeton zeigt den symbolischen Schichtenaufbau der Asche.

Verweis: Gräberstätte Pirna-Sonnenstein eingeweiht.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


E-Mail bei neuen Kommentaren?
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

Scroll to top