Geschichte wird erzählt – im Netz
Das erst kürzlich gestartete digitale Geschichtsprojekt “Gedächtnis der Nation” verdient meines Erachtens die unbedingte Erwähnung. Erklärtes Ziel dieses Projektes ist es, die in Videointerviews aufgezeichneten Aussagen von Zeitzeugen zu einhundert Jahren deutscher Geschichte zu sammeln und zu präsentieren.
Geschichte lebt!
Geschichte lebt durch Geschichten. Durch persönliche Erfahrungen und Erlebnisse. Sie in Interviews einzufangen und für spätere Generationen zu bewahren, ist das Ziel des Vereins UNSERE GESCHICHTE. DAS GEDÄCHTNIS DER NATION. Das bundesweit einmalige Projekt sammelt Erzählungen von Zeitzeugen zu Alltagserfahrungen und zentralen Momenten der deutschen Geschichte. Vor der Kamera berichten Jung und Alt über ihre ganz individuellen Erinnerungen an historische Ereignisse und Entwicklungen. Sie bilden die Mosaiksteine im Geschichtsbild einer Nation und prägen das Selbstverständnis einer Gesellschaft.
Das mobile Aufnahmestudio – der “Jahrhundertbus” – wird in den nächsten Monaten im Lande unterwegs sein und Zeitzeugen interviewen. Dazu werden Menschen gesucht, die etwas zu erzählen haben und ihr Erleben gerne weitergeben möchten.
Vorbild des Ganzen ist übrigens ein Geschichtsprojekt von Steven Spielberg, der nach der Produktion von “Schindlers Liste” – gemeinsam mit der Shoah Foundation – etliche Zeitzeugenberichte zum Holocaust sammelte, filmte und in das Internetz stellte.
Auch interessant: als Inititoren und Unterstützer der deutschen Variante werden das ZDF (Guido Knopp natürlich), der “Stern”, Google, Bertelsmann und die Robert-Bosch-Stiftung sowie Gruner und Jahr benannt.
Ein lobenswertes Projekt, das wir unbedingt im Auge behalten sollten.
(Screenshot: Gedächtnis der Nation)
