Monthly Archives: Oktober 2011
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Völkerwanderung zum Pfaffenstein

Zum Sonntag liefen wir – gemeinsam mit unseren Verwandten und Bekannten – eine kleine Runde von Königstein nach Königstein. Unterwegs (auf dem Pfaffenstein) trafen wir jede Menge Kollegen und Freunde, die – gemeinsam mit ihren Verwandten und Bekannten – eine kleine Runde von Königstein nach Königstein liefen, und dabei jede Menge Kollegen und Freunde trafen.

An den Türmen bei der Barbarine wurde fleißig geklettert, und in der Pfaffensteinbaude gab es den ersten Glühwein der Saison.

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Die Lytro Lichtfeldkamera kommt

Schon die Ankündigung im Juni hat für erhebliche Diskussionen gesorgt – nun wird LYTRO konkret und hat die erste Lichtfeldkamera vorgestellt, die Anfang nächsten Jahres in den Handel kommt. Das Thema ist natürlich in aller Munde – schon klar. Ich komme allerdings nicht umhin, es hier ebenfalls aufzugreifen, denn das Konzept ist schlicht faszinierend.

Worin dieses besteht, sei hiermit noch einmal ganz kurz gesagt: die Lichtfeldkamera arbeitet ohne Autofokus und nimmt alle sichtbaren Strahlen auf. Mit dem Fokuspunkt kann man sich dann später durch die gesamte Aufnahme zoomen – ganz nach Belieben. Das meint: die Bilder werden erst am Rechner scharf gestellt, der Bereich ist dabei frei wählbar.

Wie oben im Bilde zu sehen (Foto: Lytro) kommt die Kamera vollkommen ungewohnt daher: es ist quasi ein Quader mit minimalem Funktionsumfang. An einem Ende ist eine Linse und an dem anderen ein Touchscreen (33 mm Diagonale) für Motivkontrolle und Bedienung. Die Speicherkapazität wird acht oder 16 Gigabyte betragen und der Preis – je nach Modell – bei 400 bis 500 US-Dollar liegen.

Bei eventuell gewecktem Interesse – einige Beispielbilder finden sich hier. Ich bin definitiv gespannt auf das finale Produkt und die ersten Bilder … Und ihr so?

Pirna ist bunt? Mitnichten.

Wenn wir mit “bunt” Vielfalt meinen, und damit gar noch auf eine vorhandene “Willkommenskultur” anspielen wollen – dann stimmt das mitnichten. Festmachen lässt sich dies an einem unrühmlichen Kapitel Pirnaer Stadtgeschichte – was die eindeutig rassistisch motivierte Kampagne gegen den geplanten Standort des neues Heimes für Asylsuchende in den Roten Kasernen meint.

Worum ging es dabei? Der Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge ist ebenso wie alle anderen Kreise zur Aufnahme von Asylsuchenden verpflichtet. Da das Asylbewerberheim Langburkersdorf nach mehreren Bränden nicht mehr bewohnbar ist, wurden die Asylsuchenden in verschiedenen Heimen der Landesdirektion Dresden untergebracht. Der Landkreis suchte zwischenzeitlich nach einem Standort für eine neue Gemeinschaftsunterkunft und befand die Roten Kasernen in Pirna für tauglich – Ende September sollte in der Kreistagssitzung darüber abgestimmt werden.

Dazu kam es jedoch nicht mehr. Am 23. September wurde dem Landrat Michael Geisler eine Unterschriftenliste übergeben, mit der sich ca. 750 Anwohner_innen und 64 Firmen aus Pirna gegen den neuen Standort wenden.

Auch auf Facebook meldeten sich Pirnaer_innen zu Wort: so wurde gefordert, die Asylsuchenden in die Euthanasieanstalt auf dem Pirnaer Sonnenstein zu stecken. Der NPD-Kreisverband begleitete die Hetzkampagne mit einem eigens herausgegebenen Flugblatt. Das muß bei der Wortwahl der Initiator_innen der Unterschriftenlisten auch nicht verwundern, verwendeten sie doch das gleiche Vokabular wie die Neonazipartei. Die vorgebrachte Ablehnung stützt sich auf rassistische Vorurteile. So schreibt eine “besorgte Bürgerin”: “Es ist völlig verständlich, dass die Bewohner um Ihre Sicherheit und Ihr Eigentum bangen. Zumal dahinter auch noch eine Schule ist. Und direkt daneben eine Wohnsiedlung und viele Leute auch für viel Geld Wohnungen und Grundstücke gekauft haben.”

Inzwischen erklärte der Landrat, dass es in Pirna-Süd geben kein neues Flüchtlingswohnheim geben wird – und schiebt finanzielle und zeitliche Gründe vor.

Mit Blick auf diese Art von “Willkommenskultur” muten Kampagnen – wie etwa die “Pirna ist bunt”-Aktion (verantwortlich hier die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU des Landkreises (MIT), die Ostsächsische Sparkasse Dresden und die Aktion Zivilcourage) – mindestens – befremdlich an.

Sie zeigen eine Realitätsfremde, die von nicht-weißen Bewohner_innen der Sächsischen Schweiz seit Beginn kritisiert wird. Noch immer ist es für Menschen, die in Bezug zur Mehrheitsgesellschaft als “anders” wahrgenommen werden, in der Sächsischen Schweiz unmöglich, ohne Beschimpfung und Bedrohung zu leben. Daran ändern auch Veranstaltungen wie der Markt der Kulturen nichts, wenn dort weiterhin Migrant_innen als “Kulturobjekte” präsentiert werden und nicht als Teil der Gesellschaft.

Das unterschreibe ich so, und empfehle hiermit den lobenswerten Beitrag Pirna – Ort der Vielfalt? (AKuBiZ e.V.) ausdrücklich zur weiteren Lektüre. Im Gegensatz zu meinem “Anriss” hier wird das Thema dort in der gebotenen Ausführlichkeit besprochen.

Contagion

Contagion

“Contagion” (Filmwebsite) ist ein “Seuchenfilm”, der exakt dem Klischee entspricht.

Ein unbekannter Virus, der sich extrem schnell ausbreitet, und dazu die Virologen, die mit Hochdruck an einem Impfstoff arbeiten. Panik in der Bevölkerung, die Nationalgarde riegelt die betroffen Städte ab, nach Wochen dann endlich das Serum (im Selbstversuch getestet). Dazu eine Entführung, ein geldgieriger Blogger und eine klitzekleine Love-Story. Nun ja …

Eigentlich wollte ich ja ins Kinderkino, “Wickie” oder “Prinzessin Lillifee” anschauen. Mein Kind ist allerdings kein Kind mehr und will nicht mehr ins Kinderkino. Ich hätte gerne beides: dass das Kind ein Kind bleibt und es weiterhin die lustigen Kinderkinotage gibt.

Merke: solche Kinobesuche müssen zukünftig besser geplant werden.

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Cat-Content zum Wochenende

Es geht ihr gut – der Katze Motte. Sie genießt die letzten, warmen Sonnenstrahlen am geöffneten Fenster, und nutzt dieses oftmals als Einladung für einen Dachspaziergang. Gerne lässt sie sich dann in der Dachrinne nieder und schaut sich das Kasperletheater an – welches der Mensch veranstaltet, um das Spitzohr vom Dach zu bekommen.

Neu im Blog: die “Like” Funktion

Im Falle eines Falles – sprich: ein Beitrag gefällt euch hier im Blog besonders, könnt ihr euren Gefallen daran jetzt auch mittels “Like-Button” äußern (anstelle eines Kommentars).

Die bequeme Art der Kommunikation sozusagen. Der Mensch freut sich, und ihr seid die Guten. Und nein, sie hat nichts mit dem “Fatzebuch-Like-Button” gemein – es ist eine bloginterne und anonyme Funktion.

Hände weg vom Acker, Mann!

Aus gegebenem Anlass zitiere ich dies einmal direkt aus dem Newsletter – und verweise damit auf die aktuelle Foodwatch-Aktion.

Hallo und guten Tag,

„Hungermacher Ackermann“ – Schlagzeilen wie diese musste Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gestern in unzähligen Zeitungen und Onlinemedien lesen. Mehr noch: Gut 10.000 Menschen hatten sich an einem einzigen Tag mit einer Protest-Mail an ihn gewandt und einen Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln gefordert. Und Ackermann reagierte in Windeseile auf den Protest! In einem Brief an foodwatch versprach er gestern persönlich: Das Rohstoff-Geschäft der Deutschen Bank kommt auf den Prüfstand!

foodwatch wird genau verfolgen, wie ernst diese „Prüfung“ gemeint ist. Ihre Protest-Mails können die Deutsche Bank dazu bewegen, die unverantwortlichen Wetten mit Rohstoffen wie Weizen oder Mais endlich zu stoppen. Bitte unterzeichnen Sie jetzt die Protest-E-Mail direkt an Josef Ackermann über unsere Aktionsseite:

www.haende-weg-vom-acker-mann.de

Bitte mitmachen und weitersagen, denn jede Stimme zählt!

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