Was wird aus dem Uniwerk?
Bleibt das Uniwerk nun in seinem angestammten Domizil in der Schmiedestraße 55 oder wird es künftig seine Gäste in der Alten Feuerwache empfangen?
Über diese Frage wird am kommenden Dienstag der Pirnasche Stadtrat befinden. Zur Disposition steht die Kündigung des bestehenden Mietvertrages sowie ein neuer, langjähriger Nutzungsvertrag für die Feuerwache.
Wir wissen: die Stadt möchte das Gebäude in der Schmiedestraße seit langem verkaufen. Nun hat sich ein Interessent gefunden, der das Ensemble auch ohne jedwede Zuwendung an Fördermitteln kaufen und unter den Auflagen des Denkmalschutzes sanieren würde. Von daher drängt die Stadt Pirna auf eine schnelle Lösung und versucht, den Uniwerkern den Umzug zu versüßen, indem sie an der Alten Feuerwache (Foto) bereits den Regenablauf reparierte und zudem Reparaturen am Dach vornehmen lässt (Kosten etwa 7000 Euro).
Immerhin scheint somit auch eine offizielle Wertschätzung der Arbeit des Kulturvereins gegeben. “Mit innovativen Projekten und Veranstaltungen gelingt es den Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer wieder, Menschen zu begeistern und somit gut besuchte Veranstaltungen zu organisieren” lobte etwa Oberbürgermeister Peter Hanke die Leistungen des Vereins. (DNN 03.09.2011)
Fragt sich nur, was die Uniwerker von dem Vorschlag halten und wie es dann um die zukünftige Arbeit des Vereins bestellt ist …
Nachtrag (8. September 2011)
Uniwerk muss aus Schmiedestraße raus
Der Pirnaer Verein Uniwerk darf den Gebäudekomplex Schmiedestraße 55/Schloßstraße 8 nur noch bis Ende des Jahres nutzen. Das beschloss der Stadtrat auf seiner Sitzung am Dienstag. Die Stadt bietet dem Verein an, in die alte Feuerwache auf der Oberen Burgstraße zu ziehen. Dieses Objekt ist allerdings wesentlich kleiner als das bisherige. Das sanierungsbedürftige Ensemble Schmiedestraße 55 will die Stadt an einen privaten Investor verkaufen.
