Monthly Archives: September 2011
Am_Gamrig

Entspannen am Gamrig

Einmal im Jahr muss der Mensch auf dem Gamrig sitzen …

Mit dem Rad braucht es gemütliche 40 Minuten von Pirna. Der Aufstieg zum Gipfel – über die zahlreichen und ausgetretenen Holzstufen – ist ebenfalls sehr bequem. Also weniger Sport, mehr Spazieren – dafür aber mit hohem Erholungsfaktor.

Das ganze Massiv ist bereits stark verwittert, zahlreiche Löcher und Waben in den Wänden, viel Sand und dünnbankige Platten weisen darauf hin. Auf dem Plateau lässt es sich sehr angenehm rasten, zumal an solch einem sonnigen Spätsommertag wie heute. Der Panoramablick ist zu empfehlen: Königstein, Lilienstein, das Elbtal und die Felsen im Rathener Gebiet präsentieren sich herzallerliebst.

Auch schön: unter der Woche kommen nur wenige Menschen dorthin …

Urheberrechtsextremist

Die Angelegenheit ist beinahe zu schön, um wahr zu sein. Von daher kann ich es auch nicht bei den zwei Tweets belassen, sondern muss auch hier – in diesem klitzekleinen Weblog – die Groteske erwähnen.

Siegfried Kauder (CDU), seines Zeichens Vorsitzender des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages und (unter anderem) auch Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände, kündigte unlängst der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) einen schnellen Gesetzentwurf an. Dieser sähe in der Hauptsache die sofortige Sperrung von Internetzugängen bei wiederholter Urheberrechtsverletzung durch den Internetnutzer vor …

Mit diesem Vorschlag erntete Klientel-Lobbyist Kauder nicht nur die reichliche Empörung der Netzgemeinde (Markus Beckedahl präsentierte umgehend die passende Antwort), sondern darf nun dazu auch noch ein gutes Maß an verdienter Häme einstecken.

Wir lesen also:

Alexander Double von Piratig.de präsentiert Kauder in einem noch nicht freigeschalteten Beitrag auf Abgeordnetenwatch nämlich zwei Links auf Fotos von der Johanneskirche in Donaueschingen und der Hornberger Burg, die sich sowohl auf seiner Domain als auch anderswo im Web finden – und zwar mit konkreten Herkunftsangaben, die bei Kauder fehlen. Double fordert Kauder deshalb auf, die Lizenzen für die Nutzung der Bilder vorzulegen und macht ihn darauf aufmerksam, dass bei deren Fehlen eine Urheberrechtsverletzung vorliegen würde. Für diesen Fall macht er dem CDU-Politiker folgenden Vorschlag:

Sie nennen mir [...] alle Ihre Internetzugänge (zu Hause, im Bundestag, in Ihrem Parteibüro, Ihre Handys usw.), ich informiere die von Ihnen geschädigten Urheber, und sie erzwingen, dass alle diese Zugänge für 3 Wochen gesperrt werden, um Ihnen das Internet zu kappen. Ich glaube, Sie als Politiker und Volksvertreter sollten hier mit einem guten Beispiel vorangehen. Oder möchten Sie sich und Ihre Kollegen aus dem Wirkungskreis des von Ihnen propagierten Gesetze herausnehmen? Das Gesetz soll das Volk, gängeln, auf Sie aber nicht zutreffen?

Nachdem Double dies in seinem Blog gepostet hatte, fand ein Leser, der sich Syd Mounep nennt, mit Hilfe der Google-Bildersuche heraus, dass ein Teil von Kauders Header-Grafik möglicherweise ungenehmigt vom Freilichtmuseum Vogtbauernhof und ein weiters grafisches Element von einer Schwarzwald-Touristikseite übernommen wurde. Mounep zog deshalb den Schluss: “Es sieht so aus, als ob die Fotos auf der Seite komplett zusammengeklaut sind”.

Weiterlesen bitte bei Telepolis – dort sind auch alle Verweise zu finden.

Bisher war Siegfried Kauder für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die fraglichen Bilder wurden über Nacht entfernt – auf Archive.org kann jedoch die Seite im vorherigen Zustand eingesehen werden.

Inzwischen wurde der Beitrag auch auf abgeordnetenwatch.de freigeschaltet, die Antwort steht freilich auch hier noch aus … Wir dürfen gespannt sein. :]

Verweis: Sehr geehrter Herr Kauder (piratig.de)

PS: der von Peter Mühlbauer im TP-Artikel verwendete Urheberrechtsextremist ist im Übrigen auch für mich das Wort des Tages – mindestens.

Flickr stellt “Photo Session” vor

Flickr stellte gestern neben der ersten, offiziellen Flickr Android App mit “Photo Session” eine neue Funktion vor, die das gemeinsame Betrachten und Diskutieren eurer Fotos in Echtzeit ermöglicht.

Je Session können dabei maximal zehn Freunde teilnehmen, die über einen von Flickr generierten Link eingeladen werden. Mit minimalen Zeichenwerkzeugen können Details hervorgehoben werden, es darf gemeinsam geblättert und natürlich auch gechattet werden. Der ganze Spass lässt sich im Album-Menü unter “Mit anderen teilen” – “Photo Session starten” finden.

Viel Vergnügen dabei!

Eine Runde mit dem London Eye

Noch einmal London – die Fahrt mit dem London Eye – welche ein Muss ist.

Zumindest, wenn der Mensch – wie ich – erstmalig in der Metropole ist und das Wetter dazu passt. Und dann waren da ja noch diese drei halbwüchsigen Muggel-Kinder, die schon Wochen zuvor ihre diesbezüglichen Wünsche äußerten. Ja gut, sie mussten mich nicht lange überreden …





Letztlich fand ich fand die Fahrt im Millennium Wheel äußerst interessant und vergnüglich. Allein die Technik des mit 135 Metern derzeit höchsten Riesenrades Europas fasziniert – dazu kommt natürlich die einmalige Aussicht …



In einer Gondel (die komplett aus Glas gebaut sind!) finden ungefähr zwei Dutzend Menschen Platz. Gefahren wird eine Runde, für die es etwa 30 Minuten braucht. Tickets können zuvor und auch vor Ort erworben werden, wir haben (vormittags) keine 20 Minuten danach angestanden. Nach einem kurzen Info-Film (in 4D) waren wir knappe zehn Minuten später in der Gondel …

Rasend schneller Feuerfuchs


Alle Jahre wieder folgt der Browserswitch …

Nach einem Test der seit heute bereitstehenden v7 des Firefox bin ich angenehm überrascht – der Gute flitzt durch das Netz, dass ich kaum hinterherkomme. Doch ganz im Ernst: seit dem Umstieg auf Lion ist Safari hier kaum noch nutzbar: er hängt regelmäßig und kann nur noch via Tastatur beendet werden. Chrome scheint mir eine gute Alternative, allerdings fremdeln wir noch ein bissel miteinander.

Was lag also näher, als sich einmal den aktuellen Fuchs anzuschauen und siehe da, es stimmt – die Mozilla Foundation drückt momentan mächtig auf das Gaspedal. Der Zuwachs an Performance ist vor allem dem geringeren Speicherbedarf zu verdanken – der Bedarf würde etwa bei zwischen 20 und 30 Prozentweniger liegen als in der Vorversion.

Wer es ganz genau wissen möchte, liest bitte hier nach: Firefox 7 is lean and fast.

Probieren lohnt also.

*Foto: 2010, Nayu Kim/nayukim@flickr, Lizenz: CC BY 2.0

London Streetart


London, Anfang August 2011: der mensch spazierte mit den Seinen durch das East End und widmete sich nebenher den dort zahlreich zu sehenden Streetart-Objekten.


Zu dem wunderschönen Portrait des Mädchens kann ich etwas sagen: es wurde erst in diesem Sommer – kurz vor meinem London-Tripp – von Cosmo Sarson geschaffen.

“The image is of a Bangladeshi girl surrounded by decay – she represents the future.”

Der große Vogel an der Giebelwand stammt von Roa, einem bekannten Streetart-Künstler aus Belgien. Seine zweifellos beeindruckendenen Werke (meist großformatige Wildtiere in schwarz/weiss) sind mittlerweile in vielen europäischen Städten zu sehen.




Zu diesen drei Objekten kann ich leider nicht mit einer Auskunft dienen.

Zu finden sind sie allesamt an der Brick Lane im Londoner East End. Wer sich dafür interessiert – es werden vor Ort und explizit zu diesem Thema geführte Stadtspaziergänge angeboten!

Kunterbunte Häkelmasken

Ich gebe zu, die kürzlich gezeigte Gesichtsbedeckung ist schon sehr eigen und trägt gewiss nicht zu jedermanns Erbauung bei. Von daher ist es mir ein Bedürfnis, den Blick der geneigten Leserschaft heute einmal auf diese ebenfalls seltsamen, ohne Zweifel jedoch wunderschönen und skurrilen Häkelmasken des italienischen Künstlers Aldo Lanzini zu lenken.

Weitere, und unbedingt sehenswerte Einblicke in das künstlerische Schaffen des Mannes finden sich hier.

All images © Aldo Lanzini (via via)

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