Showdown am Schlossberg

Dem Vernehmen nach nähern wir uns dem Grande Finale: mit der Feststellung des Nichtvorhandenseins des Juchtenkäfers (schlag nach unter “Eremit“) scheint das Schicksal der Schlossberglinden nun besiegelt.
Käferkundler Jörg Lorenz hat für einen möglichen Nachweis des seltenen Krabbeltieres Käferfallen in den Bäumen installiert und diese vier Wochen lang beobachtet. Positive Ergebnisse sind nicht zu vermelden, laut Aussage des Experten ist der Käfer also nicht mehr vor Ort oder die Witterung ist in diesem Jahr schlicht ungünstig (DNN vom 19.08.2011).
Wir erinnern uns: bei ersten Fällungarbeiten im vergangenen Winter wurden ein Kokon sowie ein Chitin-Rest gefunden, die zumindest auf eine zeitweilige Besiedlung der Schlossberglinden durch den streng geschützten Juchtenkäfer schließen lassen. Nach dem der Pirnasche Stadtrat sich im Zuge der Neugestaltung des Schlossberghanges bereits zweimal für eine Fällung der über einhundertjährigen Linden an der Schlosstreppe entschieden hatte, könnte lediglich noch der gelungene Nachweis des Juchtenkäfers die Untat verhindern …

Die Würfel scheinen nun also endgültig gefallen. Der abschließende Untersuchungsbericht wird wohlmöglich schon in dieser Woche den Stadträten im Bauausschuss präsentiert – womit den Linden das endgültige Aus gewiss scheint. Dem von der Stadt favorisierten Neubau der Schlosstreppe dürfte damit erst einmal nichts mehr im Wege stehen.
Noch eine Anmerkung zu den Bildern: wie zu sehen, wurden die alten Sandsteinstufen der Schlosstreppe bereits aufgenommen – sie sollen nach Möglichkeit in den Treppen-Neubau integriert werden. So dies nicht möglich ist, werden sie zwischengelagert und der Stadt Pirna für andere Baumaßnahmen zur Verfügung gestellt.

Es war aber höchstwahrscheinlich ein Chitin-Rest. Käfer essen kein Chinin ;-)
Verdammter Druckfehlerteufel … Du hast natürlich recht :-)