Radtour nach Prag

Eine bemerkenswert-interessante Woche liegt hinter uns – Zeit für ein kurzes Resümee. Wir sind elbaufwärts gefahren – mit dem Fahrrad nach Prag. Über Bad Schandau, Děčín, Ústí nad Laben, Leitmeritz (Litoměřice) und Mělník immer am Ufer der Elbe entlang, dann weiter an der Moldau bis hinein nach Prag. Klärchen meinte es dieser Tage gut mit uns – wir sind tatsächlich trocken bis in die tschechische Hauptstadt gelangt. Erst am späten Mittwochnachmittag – bei der Quartiersuche – ereilte uns dort der endlose Regen …
Anbei ein paar Impressionen vom Wege, die urige Landschaft Böhmens und ganz viel Flusslandschaft natürlich.



Bis Děčín sind wir schon öfter gefahren, danach begann das Neuland für uns (was jetzt den Weg als Ziel meint, nicht unbedingt die Orte).





Die Elbestaustufe bei Ústí nad Labem – weiter flussaufwärts verändert sich der Charakter des Flusses. Gelegentlich meint man an den Ufern eines Stausees zu spazieren …

Im Hintergrund zu sehen: die Burgruine Střekov (Schreckenstein) …

Der Radweg ist auf tschechischem Gebiet sehr abwechslungsreich gestaltet. Glatter Asphalt wechselt mit Feldwegen und Schotterpisten, ab und an wird auch die Straße genutzt – mit dem Trekking-Bike ist das jedoch alles gut zu schaffen.



In Leitmeritz – mehr zu diesem schönen Städtchen in einem separaten Eintrag …




Den Stauseecharakter der Elbe habe ich schon erwähnt – an dieser schönen Bucht, die ein kleines Paradies für Wassersportler darstellt, erschließt sich dies wohl auch für den unkundigen Betrachter.

Theresienstadt (Terezín) – das Mahnmal steht an jener Stelle, an der die SS 1945 die Asche ‘zigtausender Juden in die Eger (Ohře) kippte, um die Spuren der von ihr begangenen Verbrechen zu beseitigen.

Mündung der Eger in die Elbe (bei Leitmeritz)



Elbquerung bei Raudnitz (Roudnice)





Blick auf Melnik – wir nahmen hier Quartier für zwei Nächte.



In Melnik mündet die Moldau in die Elbe: wir sehen rechts den Moldau-Kanal, links die Moldau. Dem Städtchen wird ebenfalls ein Extra-Eintrag gewidmet …


Ein Ausflug zur ehemaligen Raubritterburg Kokorin … Wir gönnten uns einen “ballastfreien” Tag und erkundeten die Umgebung von Melnik mit dem Rad.






Es folgte die Weiterfahrt nach Prag, bei wolkenverhangenem Himmel und deutlich kühleren Temperaturen (im Bild zu sehen die Fähre, welche uns über die Moldau brachte).



In Prag fanden wir nach kurzer Suche eine günstige Unterkunft und verweilten ebenfalls zwei Tage (Fotos folgen noch). Zurück nach Děčín fuhren wir mit dem Zug, um dann die letzte Etappe nach Pirna doch noch via Drahtesel zu bewältigen. Insgesamt legten wir mit dem Rad gute 350 Kilometer zurück … Quartier haben wir uns immer spontan gesucht, ganz nach Lust und Laune und wie weit wir an dem Tag kommen wollten.
Im Fazit ist diese Tour keine allzu lange Strecke, für die der interessierte mensch sich jedoch Zeit nehmen sollte – bei all dem Sehenswerten entlang des Weges.
