Melnik in Farbe

Ein weiterer Stadtbummel der vergangenen Woche, dieses Mal habe ich jedoch einen Farbfilm in die Pentax eingelegt. Gegenstand der Betrachtung ist Melnik (Mělník), gute 30 Kilometer nördlich von Prag zu finden und malerisch am Zusammenfluss von Moldau und Elbe gelegen.
Auch dieses sehenswerte Städtchen weiß mit einer schönen und weitgehend sanierten Altstadt zu glänzen …








Wir haben hier – während unserer Radtour nach Prag – ein günstiges, kleines Hotel gefunden und zwei Tage Station gemacht. In Melnik lässt sich es sich angenehm spazieren, zudem bieten sich von der Burganlage oder dem “Prager Tor” tolle Ausblicke in die böhmische Landschaft. Diverse Cafés und Lokale buhlen um die vielen Tagesgäste – kurzum, es ist ein guter Ort, um einmal alle Viere gerade sein zu lassen.





Neben Burganlage und Altstadt an sich empfiehlt sich ein Besuch im Melniker Beinhaus, welches sich in der Krypta der Propsteikirche St. Peter und Paul findet. Der Eingang ist außerhalb der Kirche gelegen, gegen einen geringen Obolus erhält man Zutritt zu dieser beeindruckenden Stätte. Angelegt wurde es im Mittelalter aus reinem Platzmangel: der um die Kirche gelegene Friedhof konnte die Menge der Verstorbenen schlicht nicht mehr aufnehmen. Nach Schätzungen sind im Beinhaus die körperlichen Überreste von 10 000 bis 15 000 Menschen zu finden.







Vielleicht noch erwähnenswert: in Melnik wird Wein angebaut – hier findet sich die bedeutendste Weinbaulage in ganz Böhmen. Zu einer Verkostung kam es dieser Tage allerdings nicht, die heben wir uns für ein anderes Mal auf …

Schön, ein hübsches “Städtchen”! Irgendwie wirken die Häuser alle so klein… das ist interessant.
Und sehr gemütlich ist es auch. Um 17.00 Uhr schließen die Geschäfte – damit kehrt eine Ruhe in die Stadt ein wie sonst nur am Sonn- oder Feiertag.
PS: ich meine hier natürlich nur die Altstadt. Melnik hat wie die meisten anderen Städte auch nebenher die üblichen Wohnviertel, Plattenbauten und ein Industrie- und Gewerbegebiet.