„Wartezimmer“ am Elbufer
Eckhart von Hirschhausen gastierte am gestrigen Abend bei den “Filmnächten am Elbufer”.
Soweit mir bekannt, war dies sein erster Open-Air Auftritt überhaupt (ich lasse mich hier gerne berichtigen). Die Ränge waren gut gefüllt, jedoch nicht ausverkauft – trotzdem sind zahlreiche “Patienten” zur sogenannten “Massensprechstunde” erschienen.
Der Kabarettist präsentierte an diesem Abend die Höhepunkte seiner beiden Programme „Glücksbringer“ und „Liebesbeweise“ und wurde dazu von einem Pianisten nebst Jazz-Band begleitet. Im ersten Teil gefiel er mir recht gut, sorgte mit bedachter Wortwahl und geschliffenem Witz für allgemeine Heiterkeit und Frohsinn. Der zweite Teil der Show hingegen konnte das gute Niveau nicht halten, zu viele musikalische Nummern und zu langatmige Beiträge (die Ost-West-Nummer würde ich ersatzlos streichen) ließen den Abend in eine banale Beliebigkeit entgleiten – sehr schade darum.
Ebenso unschön und als extrem störend wurde die zunehmende Lautstärke der Konzertbühne empfunden, die ein betagter, deutscher Schlagersänger just an diesem Abend auf dem Theaterplatz bespielen musste – die zeitgleiche Beschallung beider Elbufer war mehr als unglücklich und sollte daher auch als das benannt werden, was es ist: ein ganz schlechtes Management – wer immer auch die Verantwortung dafür tragen mag…
Alles in allem haben wir uns aber durchaus amüsiert, sind zudem erfolgreich unserer eigentlichen Bestimmung (Sie wissen schon, das Ehrenamt!) nachgegangen und haben fleißig Spenden gesammelt – für die Dresdner MediClowns und die Stiftung “Humor hilft heilen”.







