Der Dieb des Lichts

Der Elektriker Svet-Ake lebt in einem Dorf inmitten der Weiten Kirgisistans.
Er ist beliebt bei den Menschen, hat er doch ein gutes Herz und ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte. Und so läßt er schon mal die Stromzähler rückwärts laufen – bei denen, welche die hohen Energiekosten kaum zahlen können – und das sind fast alle im Dorf.
Die Behörde wird misstrauisch, der Trick fliegt auf – Svet-Ake gerät mit dem Gesetz in Konflikt und verliert seinen Elektriker-Posten.
Trotzdem lässt er nicht ab von seiner kühnen Vision: einen Windpark zu bauen, welcher die Dorfgemeinschaft ein für allemal aus der Misere um die steigenden Kosten führt. Um diesen Traum zu verwirklichen, muss er sich allerdings mit dem korrupten Bürgermeister und dubiosen Geschäftsleuten arrangieren …
“Der Dieb des Lichts” ist eine Tragikkomödie und sensible Milieustudie zugleich. Aktan Abdykalykow – seines Zeichens Regisseur und Hauptdarsteller in einer Person – erzählt locker-lakonisch vom bedauernswerten Zustand seiner Heimat, von schwindender Moral, den verarmten Dorfbewohnern zum Einen und skrupellosen Geschäftemachern zum Anderen. Dabei verzichtet er weitestgehend auf dramatische Töne – statt dessen liegt über der Geschichte ein verschmitztes Lächeln, voller Sympathie für die viel zu oft so leichtgläubigen Menschen seiner Heimat.
Ein besonderer Film, weit weg von den üblichen Sehgewohnheiten.
Verweis: Der Dieb des Lichts (offizielle Website).
