Weltraumschrott wird abgefischt
Zumindest existieren kühne Pläne dafür: nach dieser Meldung (Gizmodo via via) plant die japanische Weltraumagentur JAXA mit einem gigantischen Netz den sich stetig anhäufenden Weltraumschrott zu Leibe zu rücken.
Der Plan klingt so einfach wie plausibel:
Die JAXA plant mit einer Rakete ein riesiges Fischernetz in den Weltraum zu bringen, das dort entfaltet wird. Es soll mehrere Kilometer lang sein und eine Reihe größerer Schrottstücke wie abgebrannte Raketenstufen einsammeln und dann langsam Richtung Erde zurück fallen. Die Erdanziehung und die Atmosphäre erledigen den Rest. Dabei geht der größte Teil des Mülls in Flammen auf. Der Rest soll in den Südpazifik stürzen und keinen Schaden anrichten. Das engmaschige, dreilagige Netz aus Metall wird beim Eintauchen in die Erdatmosphäre ebenfalls verglühen.
So einfach ist das also … Da die Japaner im Abfischen größerer Brocken über genügend Erfahrungen verfügen dürfen wir wohl annehmen, dass diese Idee vor ihrer Veröffentlichung auch ordentlich durchdacht wurde (wie steht es um den Beifang, und überhaupt: für einen Aprilscherz ist es definitiv noch zu früh!).
Aber wie auch immer – es empfiehlt sich durchaus, einmal zum Thema Weltraummüll nachzulesen: momentan sind es etwa 600.000 Objekte (mit einem Durchmesser größer als 1 cm), die als Müllobjekt den Weltenraum um den blauen Planeten umkreisen.
Ob der geplante Fischzug als solcher jemals stattfindet – wir werden sehen.
