Ein Mann sammelt aussterbende Geräusche

Der Spanier Carlos de Hita geht einer ein wenig seltsam anmutenden Berufung nach: er spaziert durch die Natur und sammelt deren aussterbende Geräusche. Was zunächst etwas verschroben scheint macht bei näherer Betrachtung jedoch durchaus Sinn, denn
während die Menschen immer mehr Lärm produzieren, wird das Konzert der Natur immer leiser – und um einige Solisten ärmer.
Mit seinem ehrenwerten Tun hat der gute Mann durchaus auch Erfolg – in Spanien ist er längst kein Unbekannter. Er betreibt einen eigenen Auftritt im Radio, Kino und Fernsehen greifen bei ihren Produktionen ebenfalls gerne auf sein Tonarchiv zurück.
Die Tagesschau hat ihm vor zwei Tagen einen lobenswerten Beitrag gewidmet – keine Horrormeldung, keine Katastrophe, keine selbstgefälligen, überflüssigen Parteisoldaten – statt dessen sehen wir endlich einmal einen Menschen im Fernsehen, der etwas Sinnvolles macht.
Ihr solltet ihn euch anschauen – unbedingt. (Foto via)
