Die monatliche Flusslandschaft

Anbei sehen wir zwei Blicke auf den Verlauf der Gottleuba in Pirna. Standort ist die Brücke an der Siegfried-Rädel-Strasse – wir schauen im obigen Bild flussab, im unteren flussaufwärts.

Wir erinnern uns: die Gottleuba mündet hier in Pirna in die Elbe. Der ursprüngliche Verlauf durch das Stadtzentrum wurde infolge des Stadtwachstums verlegt, der heutige Verlauf – die Mündung inklusive – also künstlich erschaffen.
Leider fand ich bisher keine konkrete Jahreszahl für die Verlegung des Flusses, auch die Koordinaten der ursprünglichen Mündung erschließen sich mir nicht. Falls also jemand unter den Alteingesessenen genaueres weiß – ab damit in die Kommentare …

aaalter schalter. ich hab jetzt wirklich mitten in der nacht ne verfluchte halbe stunde nach diesem link gesucht der mir vor ein paar jahren mal unter die finger gekommen ist. und eine alte karte aus dem jahre 1878 von pirna enthält.
deeplink geht nicht, also bitte selber in die karte reinklickern und den verlauf der “gottl” (wie die eingeborenen hier gerne mal sagen) mit dem aktuellen vergleichen. dazu reichts bei mir grad nicht mehr ;)
http://www.deutschefotothek.de.....tter.html#|home
gruss,
m.
All right. Nanu? Mit dem Safari löppt auf der Karte gar nix, aber Chrome macht das. Nach einem ersten Blick meine ich, die “Gottl” ist anno 1878 schon fertig verlegt – der Verlauf deckt sich mit dem heutigen absolut.
Davon unabhängig: danke für den Link, die Karte ist genial!
Da gibt’s ja auch schon den Bahndamm und die Elbbrücke mit Rampe… wann wurden die denn gebaut?
die Brücke wurde anno 1875 erbaut – bedingt durch den Ausbau des Eisenbahnnetzes (guggst du hier).
Die Bahnstrecke wurde 1850 eröffnet:
Da das Elbtal oberhalb Pirnas sehr eng und hochwassergefährdet war, verlegte man die Trasse sehr hoch und orientierte sich dabei an der mächtigen Hochwasserflut von 1845. Zwischen der Pirnaer Altstadt und dem Elbufer errichtete man zu diesem Zweck einen 3 bis 4 Meter hohen Damm, der mehrere Unterführungen und Durchlässe besaß, die den ungehinderten Zugang zum Schiffsanlegeplatz ermöglichten.
Quelle: Die Geschichte der Sächsisch-Böhmischen Eisenbahn
mal ne “andere” landschaft – nicht minder bekannt, nicht minder interessant!