Gute 16 Jahre verschlafen
Bis zum heutigen Tage hat der mensch – in seinem Dasein auf dem Erdenrund – gute 16 Jahre verschlafen. Rückblickend lässt sich sagen: es war eine gute Zeit, und gewiss nicht die Schlechteste von denen, die geboten wurden.
Diese Zahl und einige weitere, wissenswerte Erkenntnisse zum Thema Schlaf finden sich auf der entsprechenden Themenseite der “Zeit”. So lesen wir etwa von einem neuen Trend hin zu getrennten Schlafzimmern bei Pärchen oder auch davon, dass Licht und Gene bestimmen, wann wir wach und aktiv werden, und keinesfalls der Wecker.
Auch interessant und dabei kaum verwunderlich: zum Zwecke des Einklangs zwischen innerer Uhr und Alltagstakt hat der Münchner Chronobiologe Till Roenneberg mittlerweile rund 100.000 Menschen per Onlinefragebogen nach ihren Schlaf- und Wachzeiten befragt und kommt zu dem Ergebnis: die innere Uhr hängt bei den meisten Deutschen hinterher. Fast niemand wacht mehr ohne Wecker auf; Schul- und Arbeitszeiten beginnen generell zu früh – und führen zu chronischem Schlafmangel.
Nun gut, so neu sind all diese Erkenntnisse nicht. Schön wäre es, nicht nur alljährlich zu den Tagen der Zeitumstellung mit den Fakten konfrontiert zu werden sondern endlich eine wirklich gewollte Veränderung der gewohnten Arbeitszeitmodelle zu erfahren – Roenneberg propagiert in diesem Sinne einen (m.E.) längst überfälligen “Kulturwandel”.
Es bleibt die Hoffnung, dass diese weisen Worte eines Tages erhört werden und uns seligen Schlafmützen (der mensch schläft für sein Leben gern und leidet entsprechend bei Entzug) irgendwann einmal ein lebenswerteres Dasein bescheren.

Ich hab mal gelesen, dass gesundheitlich 5 Stunden Schlaf reichen sollten – und ich kann das nicht glauben. Und ich habe auch das Gefühl, dass viele Menschen unter chronischen Schlafmangel leiden.. (aber meistens mehr als 5 Stunden schlafen)
Mich persönlich hat die Zeitumstellung nie so wirklich gestört, aber klare Fakten&Zahlen gibt es bezüglich der Zeitumstellung wirklich nicht… Tradition halt – gestört irgendwie.
für mich ist weniger die Zeitumstellung das Problem – eher diese unmöglichen Arbeitszeitmodelle, ebenso der Schulbeginn am frühen Morgen. Im Allgemeinen bin ich erst nach 09.00 Uhr wirklich ansprechbar – und nach meinen Erfahrungen geht es wohl den meisten Menschen ebenfalls so. Die meisten Kids verbringen die ersten beiden Schulstunden im Dämmerzustand, und dabei spielt es keine große Rolle, ob sie genügend Nachtschlaf hatten – es gibt genügend Studien zu dem Thema …
Wir sollten den Arbeitstag irgendwann am Vormittag beginnen lassen, und nicht zu nachtschlafener Zeit …