Die Lobbypedia ist gestartet
Mit der Lobbypedia ist seit gestern ein Projekt online, welches den Damen und Herren in Amt und Würden so gar nicht gefallen dürfte – hat es sich doch zum Ziel gesetzt, den Einfluss von Unternehmen und Lobbyorganisationen auf staatliche Einrichtungen, Gesetzgebungsprozesse sowie Medien und die öffentliche Meinung darzustellen.
Das Projekt will sich als ein unabhängiges, lobbykritisches Online-Lexikon verstanden wissen, soll heißen:
Die Tagline von Lobbypedia ist “Geld – Macht – Politik”. Lobbypedia ist ein Medium, das auf der selben Software wie die Wikipedia basiert, das in der Startphase allerdings redaktionell betreut wird. Wir haben formal ähnliche Beiträge wie die Wikipedia, aber mit einem kritischeren Blick und richten unseren Fokus auf die Verflechtungen von Geld, Macht und Politik. Das ist natürlich ein weites Feld. Wir versuchen daher, dieses Feld häppchenweise zu erschließen. Dafür haben wir zunächst drei Themenportale, Bau- und Immobilienlobby und Stuttgart 21, Finanzlobby und Seitenwechsler aufgestellt, die wir nun relativ umfassend erschließen wollen …
Wir wollen die Bevorzugung von potenten Akteuren im demokratischen Prozess eindämmen und Bürgerbeteiligung und eine Politik, die sich am Interesse des Allgemeinwohls orientiert, fördern.
(Projektleiter Elmar Wigand bei Telepolis)
Die Lobbypedia wird redaktionell betreut. Das Verfassen und Editieren von Artikeln durch den normalen Nutzer ist einstweilen nicht möglich, aber wohl angedacht (perspektivisch im Frühjahr 2011).
Gelebte Demokratie also im wahrsten Sinne des Wortes. Bleibt nur, dem lobenswerten Projekt die Daumen zu drücken und hiermit allerbestes Gelingen zu wünschen …
