Artikelformat

Ohne Geld bis ans Ende der Welt

Ich habe gelesen: “Ohne Geld bis ans Ende der Welt” von Michael Wigge.

Der Autor reiste in 150 Tagen von Berlin an “das Ende der Welt” – die Antarktis. Das Besondere daran: er war ohne einen Pfennig in der Tasche unterwegs, baute allein auf die Hilfe und Unterstützung der Leute vor Ort. Das Vorhaben gelang letztlich, scheint mir zur Nachahmung allerdings nicht geeignet – zum Nachlesen hingegen sehr.

Insgesamt reist Wigge 35 000 Kilometer durch vier Kontinente, elf Länder, schläft bei 40 verschiedenen Leuten, fragt in 500 Geschäften nach kostenloser Nahrung und trifft über 100 hilfsbereite und mitfühlende Menschen, die sich von seiner Idee anstecken lassen und ihm helfen.

Natürlich, der Autor ist kein Unbekannter, er ist als Reporter, Moderator und Satiriker aus dem TV bekannt. Die Reise war im Ansatz gut geplant, insbesondere die zwei wichtigen Schiffspassagen (über den Atlantik und von Feuerland in die Antarktis) wurden vorweg organisiert – für Otto Normalbürger scheint mir das eher schwierig bis unmöglich (so ganz ohne Geld und Promi-Bonus).

Nichtsdestotrotz ist am Ende ein kurzweiliges, unterhaltsames Reisebuch daraus geworden – das wohl auch einmal als Fernsehreportage zu sehen sein wird – und hiermit empfohlen sei.

Apropos: auf der Netzpräsenz des Autors finden sich im Übrigen diverse Video-Schnipsel der Reise – die als solche eine willkommene Bereicherung zur Lektüre darstellen.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*



E-Mail bei neuen Kommentaren?
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.