Nach dem – formulieren wir es freundlich: unglücklichen – Abgang Horst Köhlers wird wild spekuliert, wer in vier Wochen dessen Nachfolge im Amt antritt. Der Bitte des Geschäftsführenden Bundespräsidenten Jens Böhrnsen, mit der Suche nach geeigneten Nachfolge-Kandidaten aus Respekt vor dem Amt doch einen Tag zu pausieren, wurde erwartungsgemäß nicht entsprochen. (Feingeist und Taktgefühl stehen seit jeher nicht auf der Agenda von Parteisoldaten, nun ja, das wird wohl niemanden ernsthaft wundern.)
Aber egal – ein neuer deutscher “Grüßaugust” muss her – und das möglichst schnell.
Entgegen ersten Meldungen und Verlautbarungen wird es wohl keine Einigung auf einen geeigneten, überparteilichen Kandidaten geben. Schlimmer noch – letzte Meldungen zum Thema lassen befürchten, dass sich die CDU (mit der konservativen Mehrheit der Bundesversammlung) wohl bei der Neubesetzung des Amtes mit ihrer Wunschkandidatin durchsetzen wird.
In diesem Zusammenhang sei auf zwei Artikel verwiesen, die ein gutes Bild der Ursula von der Leyen abgeben und aufzeigen, wer da jetzt in den so unverhofft frei gewordenen Amtssessel gehievt werden soll.
- Ursula von der Leyen: Eine steile Karriere (faz)
- Die Karriere der Ursula von der Leyen – „Ein Geflecht aus Intrigen“ (faz)
(Das Ganze via netzpolitik.org.)
Siehe auch: Politisches Leyen-Spiel (telepolis) – allerbestes Lesefutter zum Thema.