Heute stand eine ausgedehnte Waldwanderung auf dem Programm. Es galt, das südlich von Cunnersdorf gelegene Waldgebiet mit dem Katzstein, dem Rotstein und dem Spitzen Stein zu erkunden. Allesamt kleinere Felsengruppen, die sich tief im Wald verstecken – von der Kuppe jedoch eine gute Aussicht bieten.
Start und Ziel war der Friesenhof in Cunnersdorf, der ursächlich als Richtergut und Lehngericht, später dann als Forsthof diente und nach einem Freiherrn von Friesen benannt wird, der ihn 1872 erwarb.
Nur kurz geht es zwischen Wiesen und Feldern hindurch, dann nimmt uns bereits der Wald auf.
“Signal” wird der nördliche Aussichtspunkt (444m, einst befand sich hier ein Waldbrandwachpunkt) am Katzstein genannt, diesem arg zerklüfteten Bergmassiv. Ein ordentlicher Rundumblick bietet sich hier – gute Sicht vorausgesetzt – auf die üblichen Verdächtigen, sprich die namhaften Tafelberge bis hin zu den Schrammsteinen.
Auf dem Höhenrücken des Katzsteins gelangt man zum Katzfels, einem amüsanten Felsturm, der zum Zwecke guter Aussicht mit einer steilen Eisenleiter versehen ward.
Dieser sowie auch die hernach begangenen Felsen – der Rotstein und der Spitze Stein – stehen tatsächlich mitten im Wald und sind daher nur schwerlich vor der Linse zu platzieren. Trotzdem lohnt die Begehung, zum Einen erfolgt diese auf wunderschönen, einsamen Waldwegen und zum Anderen ist die Sicht von oben herab (zumindest vom Spitzstein) verdienter Lohn für die Mühe.
Die Strecke ist im Ganzen mit gut 12 Kilometern veranschlagt – mit forschem Schritt langte ich wieder am Friesenhof an, nach exakt drei Stunden.
Fazit: eine der interessantesten und kurzweiligsten Runden der letzten Zeit – allein das Katzsteinmassiv wäre einen neuerlichen Besuch wert. Dann allerdings mit Kind und Kegel und vor allem: Sonnenschein dazu.









