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Im Durcheinanderland der Liebe

Ich habe gelesen: “Im Durcheinanderland der Liebe” von François Lelord (die “Hector”-Romane, Sie wissen schon …).

Zur schnellen Inhaltsangabe sei es erlaubt, ausnahmsweise einmal den Klappentext zu zitieren:

Ein junger Inuit kommt als Botschafter seines Stammes nach Paris. Obwohl sich alle für ihn interessieren, fühlt Ulik jeden Abend in seinem Hotel die Einsamkeit in sich aufsteigen, denn in seinem Land ist man niemals allein. Überhaupt ist Ulik verwundert. Im Land der Eskimos sind alle Männer Jäger, die Frauen kauen die Häute weich, machen daraus warme Kleidung und ziehen die Kinder groß. Die Liebe ist ein Austausch von Geschenken unter zwei Menschen, die einander brauchen. In Paris scheint man komplett andere Vorstellungen zu haben. Marie-Alix, Florence und Adèle arbeiten sehr viel, haben Kinder oder auch nicht, und Ulik ist nicht ganz klar, was man als Mann eigentlich machen soll, wenn man sich verliebt. Aber Gefühle fühlen sich doch überall auf der Welt gleich an, oder nicht?

Der Schwerpunkt des Geschehens liegt ganz klar auf den (mitunter schon seltsam anmutenden) modernen Beziehungen zwischen Mann und Frau, die ja bereits bei der veränderten Art der Partnersuche heutzutage beginnt. François Lelord erzählt wunderschön von dessen Ankommen in der westlichen Welt, seiner liebenswerten Naivität und unbefangenen Offenheit. Eisbären, Iglus und die Robbenjagd werden zwar erwähnt, spielen jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Globalisierung, Klimaerwärmung und der Raubbau an den Ressourcen kommen unterschwellig zur Sprache – immerhin. Aber dies ist auch nicht das Anliegen des Romans …

Alles in allem eine geistreiche, amüsante Geschichte mit kleinem Happy-End und damit die perfekte Urlaubslektüre.

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