Kaum zu glauben – aber das geht. Natürlich nicht immer und in jedweder Hinsicht, in diesem Fall jedoch finde ich das Engagement der Menschen vor Ort durchaus lobens- und nachahmenswert …
Es geht mir explizit um den kalifornischen Anti-Raucher-Feldzug.
Kalifornische Strände und Naturparks sollen zur rauchfreien Zone werden. Dafür stimmte am Montag die Mehrheit der Abgeordneten des US-Westküstenstaats, berichtete die „Los Angeles Times“. Von dem massiven Rauchverbot sind 278 staatliche Parks und Strandgebiete betroffen, ausgenommen sind allerdings Park- und Zeltplätze. Rauchsündern droht eine Strafe in Höhe von 100 Dollar.
Es gibt also durchaus Staaten, in denen der Nichtraucherschutz ernst genommen und glaubhaft voran getrieben wird (gegen den Widerstand der Republikaner – natürlich).
Immerhin, auch in deutschen Landen und hier im Sächsischen gibt es ein Nichtraucherschutzgesetz, welches bei Zuwiederhandlungen gar bis zu 5000 Euro Bußgeld verspricht. Von einem diesbezüglichen Verfahren habe ich jedoch bis dato nie gehört. Zudem wird die systematische Aufweichung der ohnehin nur halbherzigen Gesetzgebung durch CDU und FDP stetig vorangetrieben – die Gründe hierfür können wir uns an fünf Fingern abzählen …
Nun denn: schauen wir einstweilen (mit ein wenig Neid und Bewunderung auch) über den großen Teich und hoffen, dass eines Tages auch hierzulande eine vom gesunden Menschenverstand geleitete Mehrheit für ein umfassendes, vollständiges Rauchverbot im öffentlichen Raum eintritt.
Man wird ja wohl noch träumen dürfen …
Weiterführender Verweis zum Thema:
- “Nichtraucherschutz in Sachsen – Fragen und Antworten” [Download *.pdf, 0,14 MB]
26/03/2010 @ 02:33
deine forderung finde ich, selbst raucher_in, ein wenig krass.
ich finde zwar den grundgedanken des nichtraucherschutzes gut, schließlich suchen diese sich nicht aktiv aus vollgequalmt zu werden, allerdings halte ich es nur für repressiv die glimmstengel-nutzer_innen aus dem öffentlichen raum zu verbannen.
für naturschutzgebiete sehe ich es noch ein, schließlich sind derartig zu konsumierende drogen eine rein menschliche erfindung, doch deshalb rauchende menschen so von der gesellschaft auszugrenzen (und darauf läuft es konsequent hinaus – ähnlich wie z.B. das Alkoholverbot im Pirnaer Friedenspark) finde ich einfach mal falsch.
das ein konformitätszwang dazu führt, dass sich menschen ins private zurückziehen müssen, ist, aus meiner sicht, ein unding.
26/03/2010 @ 17:37
tut mir leid, aber in dieser Frage bin ich hartleibig.
ich habe es satt, auf Bahnhöfen, an Haltestellen, im Biergarten oder auch am Strand – wo auch immer – von den Rauchschwaden anderer, denen jedwedes Distanzverhalten fremd ist, eingelullt zu werden. dazu die Kippen, besonders leggor an der See im feinen Seesand, pfui Deibel! schließlich und endlich ist das Ganze auch eine Sache der Hygiene, und ich möchte das, was andere Leutz im Mund hatten, nicht wirklich unter meinen Fußsohlen haben…
es ist nur ein Laster, dem die Rauchgesellschaft öffentlich fröhnt, und das rechtfertigt (m.E.) keinesfalls dessen Duldung im öffentlich genutzten Raum.
29/03/2010 @ 16:54
okay, ich seh schon, da bist du schwer zu knacken ;-)
nun, kippenstummel am strand oder überhaupt auf der straße find ich auch nich so toll. da kann jede_r seinen scheiß ruhig wegräumen.
allerdings kannst du neben den raucher_innen gleich mitverbieten, dass leute draußen alkohol trinken, auf die straße spucken (am besten gleich mit kaugummi) – und überhaupt autofahrer_innen! die machen eh zuviel qualm und krach. alle weg.
;-)
30/03/2010 @ 20:05
gut so. fast alle müssen weg, die ihr mieses kleines ego über das der gesellschaft stellen :bomb:
ich könnte allerdings auch einfach nur sagen, dass mir die Qualmerei auf die Nerven geht. ich darf das auch, habe ja selbst einmal geraucht …
PS: was ist das für eine Geschichte mit dem Friedenpark? ist völlig an mir vorbei gegangen und weiß rein gar nix dazu I-: