Seit Donnerstag neu im Kino: Teil zwei von Stieg Larssons erfolgreicher “Millennium-Trilogie” – “Verdammnis“. Im Vorfeld war uns …

Verdammnis

Seit Donnerstag neu im Kino: Teil zwei von Stieg Larssons erfolgreicher “Millennium-Trilogie” – “Verdammnis“.

Im Vorfeld war uns bekannt, dass Produzent Stærmose für den zweiten und dritten Teil neue Drehbuchautoren und einen neuen Regisseur (Daniel Alfredson) ins Boot holte – insofern war Neugierde ob der zu vermutenden, etwas anderen Handschrift berechtigt. Die Hauptdarsteller sind nach wie vor Noomi Rapace als Lisbeth Salander und Michael Nyqvist als Mikael Blomkvist, so weit, so gut.

Die Handlung spielt etwa ein Jahr nach den Geschehnissen aus Teil eins. Doch worum geht es genau?

Ein junger Journalist bietet Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist) für sein Magazin “Millennium” eine hochbrisante Story an: Verdiente Amts- und Würdenträger vergehen sich seit Jahren an jungen russischen Frauen, die gewaltsam ins Land gebracht und zur Prostitution gezwungen werden. Blomkvist möchte die Geschichte groß herausbringen und beteiligt sich an den Recherchen. Genau wie Lisbeth Salander (Noomi Rapace) – ohne Blomkvists Wissen betreibt sie ihre eigenen Ermittlungen und entdeckt dabei ein besonders pikantes Detail: Nils Bjurman (Peter Andersson), ihr ehemaliger Vormund, scheint in die Machenschaften der Mädchenhändler verwickelt zu sein. Kurze Zeit später werden der Journalist und Bjurman tot aufgefunden – und die Tatwaffe trägt Lisbeths Fingerabdrücke. Eine mediale und polizeiliche Hetzjagd auf sie beginnt. Doch Lisbeth taucht unter. Wie ein Racheengel stellt sie denen nach, die ihr den Mord anhängen wollen. Nur Mikael Blomkvist glaubt an ihre Unschuld und macht sich auf die Suche nach ihr und der Wahrheit. Seine Nachforschungen führen ihn in Lisbeths Vergangenheit – eine Vergangenheit, die so düster ist, dass er lieber nichts von ihr erfahren hätte …

Letztlich hat der Wechsel des Kreativ-Teams der Verfilmung nicht geschadet – der zweite Teil wirkt vielleicht nicht so cineastisch arrangiert wie der Erste, sondern eher ein bissel wie ein Fernsehfilm, sachlich und nüchtern, was der faszinierenden Geschichte jedoch wohl bekommt. Der Kinobesucher darf sich auf 129 exzellente und spannende Minuten freuen …

Im Anschluss heißt es dann wieder warten – auf den 3. Juni – wenn der dritte und letzte Teil “Vergebung” anläuft.

0 comments on “Verdammnis

  1. nonsense Antwort

    ich durfte letzten mittwoch zeuge des double-features von “verblendung” und “verdammnis” im programmkino ost zu dresden werden und muss leider sagen, dass im direkten vergleich “verdammnis” doch stark abfällt.
    ein grund nanntest du schon selbst: es mutet, im vergleich zu teil 1, doch sehr wie ein TV-film an. es fehlten mir majestätische und beeindruckende bilder.
    punkt 2: ich hab die bücher nicht gelesen (wird nachgeholt), allerdings wirkte die handlung sehr verfahren und konfus (bis hin zum ende, das beinah schon züge einer grotesque aufwies – fast eine mischung aus “texas chainsaw massacre” und “i spit on your grave”)

    nichtsdestotrotz werde ich, in meiner rolle als gieriger cineast, mir auch “vergebung” anschauen, schon um herauszufinden, ob wenigstens der vernachlässigte handlungsstrang mit dem osteuropäischen frauenhandel zu einem schlüssigen ende geführt wird.

    • Rappel Antwort

      es stimmt schon, der erste Teil war der Hammer, dürfte nur schwer zu überbieten sein. mit Blick auf “Vergebung” – das Grande Finale – darf man es in der Mitte aber ruhig etwas leiser angehen lassen – finde ich.

      ich selbst habe auch noch nicht gelesen, werde das aber im Nachhinein tun und dann wissen, wo genau die Verfilmung des Ganzen schwächelt :-)

      • nonsense

        wahrscheinlich ist es nur das schicksal, dass soviele Mittelteile einer Trilogie ereilt, die handlungsmäßig zusammenhängen.
        sie wirken etwas unfertig; nix halbes und nix ganzes.

        nunja, ich hoffe, es gibt dann im juni ein triple feature mit allen drei filmen.

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