Interessante Notiz zum Thema Umbau Schloss Sonnenstein … Im Zuge der Sanierung des Schlosses Sonnenstein hat sich die …

Hick-Hack um die Finanzen

Interessante Notiz zum Thema Umbau Schloss Sonnenstein …

Im Zuge der Sanierung des Schlosses Sonnenstein hat sich die Stadt Pirna (mit ihrem Bürgermeister Peter Hanke insbesondere) die touristische Aufwertung des Schlossberges (meint u.a. die Erstellung eines bequem zu laufenden Weges von der Altstadt auf den Sonnenstein!) auf die Fahnen geschrieben. Im Zuge der Bewältigung dieser Aufgabe gibt es derweil Ungemach um den Erwerb des Areals um die Schlossschänke – wir sehen den angeblich ältesten Biergarten Deutschlands (Eigenaussage) anbei im Lichtbild.

Pirna-Romantik I

Schloßschänke Pirna (Oktober 2006)

Der von der Stadt zu tragende Eigenanteil hat sich nun von geplanten 84 000 Euro auf 180 000 Euro erhöht (der schnöde Restbetrag zu veranschlagten 420 000 Euro Kaufsumme kommt theoretisch aus Fördertöpfen). Ursächlich hierfür ist der jetzt mit 300 000 Euro taxierte “Verkehrswert” des Grundstücks und merke: der Kaufpreis ist nur bis zu eben diesem Verkehrswert förderwürdig. Die entstandene Differenz soll nun aus dem Budget für Grundstückserwerbe genommen werden, da ein Verzicht auf das Gelände (welches derzeit im Besitz eines als “schwieriger Verhandlungspartner” beschriebenen belgischen Privatmannes ist) mit Blick auf die geplante Umgestaltung des Schlossberges schlicht unmöglich ist.

Wir, als am Geschehen sehr interessierte Bewohner der alten Stadt (und unmittelbare, stetig misstrauische Anwohner), nehmen dies alles mit leicht gewölbter Augenbraue (Obacht geben!) zur Kenntnis und harren der Dinge, die dem folgen werden …

(Fakten und Zahlen: SZ vom 23.02.10)

Nachtrag 13. März 2010: der Kauf ist abgeschlossen. Die Stadt hat das Grundstück für 420 000 Euro erworben, obwohl es laut Verkehrsgutachten nur 300 000 Euro wert ist. Aus diesem Grund bekommt Pirna auch nicht den gewünschten Anteil an Fördermitteln und muss nun 96 000 Euro von der Kaufsumme selbst tragen.

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