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Kohlbornstein und Wolfsberg

Wiese bei Kleingiesshübel

Es passt nicht immer, dass ein dienstfreier Tag auf einen Sonnentag fällt – heute allerdings war das so. Also schnürte der mensch sein Bündel, schwang Stock und Hut und machte sich auf in den Elbsandstein – auf der Suche nach dem Frühling … (um es vorweg zu nehmen: ich habe ihn nicht wirklich gefunden.)

Der Streckenverlauf: Krippen – Kohlbornstein – Rölligmühle – Kleingießhübel – Wolfsberg – Reinhardtsdorf – Krippen.

Aussicht Kohlbornstein

linker Hand im Tal zu sehen: Krippen

Aussicht Kohlbornstein

Blick vom Kohlbornstein

Von Krippen ging es über den Koppelsbergweg relativ steil hinauf auf den Kohlbornstein (378m). Dieser bietet von der nordöstlichen Felskanzel einen hervorragenden Rundblick auf die üblichen Verdächtigen wie die Schrammsteine, den Großen Winterberg und (neben anderen) den Rosenberg.

Rölligmühle

Nach kurzer Rast ging es unterhalb der Lasensteine hinab zur Rölligmühle. Interessant zu wissen: diese war tatsächlich von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis 1970 ununterbrochen im Besitz der Familie Röllig, ist jedoch seit 1990 dem Verfall preisgegeben …

Weiter stapfte der mensch durch Kleingießhübel (ein nett anzuschauendes, sogenanntes Waldhufendorf), tief verschneite Wiesen und Felder und einen finsteren Wald zum Wolfsberg (343m) hinauf.

Sonnenstrahlen

Nichts Böses ahnend platzierte sich der mensch hier, um Sonnenschein und Butterbrot zu genießen – als ein bösartiges Knurren ihn herumfahren ließ. Keine Sekunde zu spät, denn ein garstig anzuschauender, riesiger (gute sechs Ellen bis zum Widerrist) und offensichtlich schlecht gelaunter Isegrim setzte eben zum Sprung an, um diesen seinen Berg zu verteidigen. Was folgte war ein gut einstündiger Kampf zwischen mensch und Kreatur … Zu guter Letzt gelang es mir jedoch (mittels eines zu diesem Zwecke stets mitgeführten, französischen Stiletts), dem garstigen Tier durch einen gezielten Stich in die Gurgel den Garaus zu machen …

Wolfsberghotel

Panorama-Hotel am Wolfsberg

Kirche Reinhardtsdorf

Kirche Reinhardtsdorf

Kirche in Reinhardtsdorf

Kirche Reinhardtsdorf

An der Ostwand der Reinhardtsdorfer Kirche zu sehen: ein Halseisen aus dem Jahre 1712. Hier wurden einst Dorfleute an den Pranger gestellt, die sich eines Vergehens schuldig gemacht hatten …

Nach Sonnenschein und Butterbrot folgte also der “Abstieg” nach Reinhardtsdorf, in welchem die barocke Bauernkirche einen Besuch wert ist (sie ist allerdings nur in den Sommermonaten zugänglich). Da ich inzwischen jedoch pitschnasse Schuhe und Beinkleider hatte (der Schnee!) verzichtete ich darauf, den Schlüssel zu erfragen und begab mich eiligst Richtung Krippen zum Zwecke der Heimfahrt.

Ebene bei Reinhardtsdorf

Blick auf Reinhardtsdorf mit Kaiserkrone und Zirkelstein

Was noch zu sagen wäre: die Beschaffenheit der Wege war grauenvoll. In Wald und Flur versank der mensch in den verharschten, angetauten Schneewehen teils bis zum Oberschenkel, so dass der Gedanke an den Abbruch der Wanderung aufkam. Aber was so ein echter Held der Berge ist, der läuft auch mit quietschenden Schuhen und tropfenderweise durch die Weltgeschichte – mithin schien doch stetig und allerliebst die Sonne zum Trost …

0 Kommentare

    • ja und nein sagt der Wetterbericht. was mir egal ist, da ich das WE durcharbeite und von meinem Sonnentag zehre …

      aber ich drück dir die Daumen Ii

      Antworten

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