Pirna’s neuer Oberbürgermeister heißt erwartungsgemäß Peter Hanke (parteilos). Mit 60,04 % der abgegebenen Stimmen konnte er sich deutlich gegenüber seinen Mitbewerbern durchsetzen. Auf die Plätze verwiesen wurden Tilo Kloß (Die Linke) mit 24,07 %, Helmut Verdang (Pirnaer Bürgerinitiative und Bündnis 90/Die Grünen) mit 8,66 % sowie Matthias Richter (parteilos) mit 7.23% der Wählerstimmen.

Die Wahlbeteiligung lag bei mageren 30,5 %, was bei Lichte besehen heißt, dass nicht einmal ein Fünftel der Wahlberechtigten dem Herrn Tiefbau-Unternehmer das Vertrauen aussprach.

Sei’s drum … Was haben wir nun vom neuen Oberbürgermeister zu erwarten?

Offenbar nichts wirklich Weltbewegendes. “Ich will, dass es um Pirna geht und nicht um politische oder Parteiquerelen”, verspricht der ORIGINAL PIRNAER und droht mit erneuter Kandidatur nach überstandenen sieben Jahren erster Amtszeit. Wer mit Hanke auf bemerkenswerte Vorstöße in Bereichen Kultur- oder Sozialpolitik setzt, wird wohl enttäuscht werden. Kreistags-Kollegen (H. saß 16 Jahre lang für die Freien Wähler im Stadtrat) bescheinigen ihm Impulslosigkeit, dort sei Hanke nie wirklich in Erscheinung getreten, meint etwa André Hahn (Die Linke). Aktivitäten sind trotzdem zu befürchten, wenn auch solche der unangenehmen Art. Die Nichtverneinung des frevelhaften Vorhabens, eine Tiefgarage unter dem historischen Marktplatz in Pirna zu bauen, mag dafür stellvertretend stehen.

Auch die Ankündigung Hankes, die “Vorzeige-Initiativen” seines Vorgängers im Kampf gegen den Rechtsextremismus fortzuführen, ist bis dato nur eine hohle Phrase, die es zu erfüllen gilt.

Wir werden sehen, und ihn an seinen Taten messen …

(Zahlen und Zitate: SZ vom 18.01.2010)