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Whisky mit Wodka

Mit reichlich Verspätung haben wir es gestern endlich geschafft, den neuen Andreas Dresen-Film anzusehen.

Natürlich habe ich zuvor nachgelesen – schließlich ist die Kritik des Lobes voll und das ist auch gut so. So ist es durchaus interessant zu wissen, dass “Whisky mit Wodka” von einer wahren Begebenheit inspiriert ist:

1957 inszenierte Kurt Maetzig einen Film für die DEFA, bei dessen Dreharbeiten der Hauptdarsteller gerne mal einen über den Durst trank. Wie in Dresens Film wurde eine Zweitbesetzung engagiert, um den Darsteller unter Druck zu setzen. Der große DEFA-Regisseur Frank Beyer (Spur der Steine) fungierte bei der Produktion als Regie-Assistent, hielt die Anekdote für einen guten Filmstoff und erzählte sie Wolfgang Kohlhase. Der wiederum trug sie Dresen zu – aus der Anekdote wurde eine Geschichte und schließlich ein Film.

Insofern durften wir gespannt sein – zumal uns ja einige der Mimen von der hiesigen Bühne bestens bekannt sind.

Ganz kurz die Story (der Einfachheit halber via):

Otto Kullberg ist ein gealterter Star der deutschen Kinolandschaft. Mit seinem Namen in der Besetzungsliste kann an der Kasse aber nach wie vor nicht allzu viel schief gehen und aus diesem Grund hat Regisseur Martin Telleck ihn für seinen neuen Film besetzt. Doch am Set macht Kullberg Probleme: Er trinkt zu viel. Als er während eines Drehs zusammenbricht, greifen Telleck und sein Produzent zu einem kuriosen Trick, um Kullberg zu disziplinieren: Als Zweitbesetzung für Kullberg wird der deutlich jüngere Arno angeheuert. Fortan sollen alle Szenen doppelt gedreht werden, falls der Altstar den Dreh nicht beenden kann. Die beiden Schauspieler liefern sich ein intensives Duell, denn schließlich will jeder im fertigen Film zu sehen sein. Lügen, Intrigen und fiese Tricks bleiben dabei nicht aus und die Story des so ambitionierten wie banalen Films im Film schwappt zunehmend aufs Set über…

Am Ende passte alles. Der Film im Film – der Eine wie der Andere hochinteressant – ebenso wie die brilliante Darstellerriege – allen voran Henry Hübchen, Corinna Harfouch und Sylvester Groth.

„Whisky mit Wodka“ ist zweifellos einer der besten Filme des Regisseurs.

Verweis: Whisky mit Wodka (Filmwebseite)

0 Kommentare

    • ja, wir haben es Gott sei’s gedankt noch ins Kino geschafft – Heimkino ist nicht so die Welle … Das allerdings nur, weil das Pirn’sche Cinestar-Kino jetzt so ein bissel auf Programmkino macht :-)

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