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Apropos Film

Anbei zwei Meldungen dieser Tage, die die lokale Kinolandschaft betreffen und aufhorchen lassen …

  • Das Pirn’sche Popcorn-Kino („Cinestar“-Palast) in der Gartenstrasse wagt einen kleinen Schritt Richtung Programmkino. Drei Sonderreihen sollen etabliert werden: “Filmklassiker”, “Damenwahl” (Filme voller Emotion, Leidenschaft und Vergnügen – ein Glas Sekt inklusive) und “Kino Extra” (Der besondere Film – immer Montags).
  • Während ich dieses Vorhaben wohlwollend zur Kenntnis nehme betrübt die zweiteNachricht um so mehr: das Filmtheater Metropolis in Dresden wird zum Jahresende geschlossen.

… Das teilte Betreiber Frank Apel am späten Mittwochabend mit. Er begründete die Schließung mit sinkenden Zuschauerzahlen wegen des Baus der Waldschlößchenbrücke. In diesem Jahr rechnet Apel mit 90.000 Besuchern. In den vergangenen Jahren waren es durchschnittlich 150.000. (SZ)

Zugegeben, das Kino am Waldschlösschen-Areal liegt nicht in meinem Einzugsbereich – ich war wohl tatsächlich nur einmal dort (und zwar nicht bei “Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“) und das Embiente ist gleich gar nicht meins. Nichtsdestotrotz ist es m. E. schade um jedes regionale Filmtheater, das die Pforten schließ muss, zumal der Bau dieser unsäglichen Brücke maßgeblichen Anteil daran hat …

0 Kommentare

  1. Dazu muss man aber sagen, dass die Baustelle der Grund für den Besucherrückgang sein soll, nicht das Brückenprojekt. Und das heißt, dass das Kino auch bei der Tunnelvariante unter die Raupenketten gekommen wäre…

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    • schon richtig, primär ist es natürlich die Baustelle an sich. aber nun ist einmal die Brücke und sie wird weiter ein Hass-Objekt für mich bleiben. :bomb:

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  2. So, nach dem ich mich erstmal vom Schreck des neuen Themes erholt habe, ein paar Gedanken ;-) …

    Schade, war mit eines der Kinos, wo auch weniger bekannte Film liefen. Interessant fand ich auch die Themenwochen, wo bspw. nur asiatische Filme gezeigt wurden.

    Es ist zwar nicht das modernste, aber es hat seinen speziellen Flair. Ist auch eines der Kino mit freier Platzwahl.

    Ok ich muss zugeben, dieses Jahr war ich dort noch kein einzigstes mal gewesen. Liegt aber mehr an den familiären Verpflichtungen.

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    • richtig. es ist gewiss eines der besseren Kinos in Dresden und um so trauriger ist das Geschehen :oops:

      aber noch betreibt Frank Apel ja die Schauburg, das Casablanca und das KIF – und diese werden uns hoffentlich auch noch lange erhalten bleiben …

      mehr zur Person: Frank Apel (Stadtwiki)

      PS: ist das neue Theme denn so schlimm :?

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  3. Pingback: Weltstadt Dresden ohne Metropolis « Elbnymphes Endnoten

  4. kino geht auch von unten. so zum beispiel diesen sonntag zum jährlichen Adventskino im uniwerk. und auch in zukunft wird es den einen oder anderen klassiker dort geben. denn man munkelt es hat sich eine ag kino gegründet die regelmässig etwas ansprechenden bieten will…

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    • das klingt gut – ich melde hiermit Interesse am guten Kintopp gleich um die Ecke an.

      Nochwas: ich erinnere mich – vor einiger Zeit (als es das Café Dante an der Stadtbibliothek noch gab) liefen dort gelegentlich auch interessante Filmabende, meist wohl von der AZV und AFREU veranstaltet. Der Publikumszuspruch war immer gut, insofern sehe ich durchaus Bedarf hier in Pirna (wenn auch im gewohnten, kleinen und beinahe schon familiären Rahmen)…

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  5. Hm, wenn der Bau der WSB tatsächlich dafür hauptverantwortlich sein soll, dass das Metropolis schließen muss, warum haben beispielsweise das Brauhaus oder das Arteum nicht ähnliche Probleme? Der Biergarten des Brauhauses am Waldschlösschen zum Beispiel war letzten Sommer regelmäßig bis abends rappelvoll – trotz Bau. Und vom Arteum sind mir auch noch keine Schließungspläne bekannt.
    Eigentlich sollte ein ansonsten erfolgreich laufendes Geschäft in der Lage sein, Behinderungen durch eine Baustelle irgendwie abzufangen. Es ist ja nicht so, dass das Waldschlösschenareal mit Auto und Öffentlichen (Linie 91, Linie 11) nicht mehr zu erreichen gewesen wäre für Leute, die sich dort gerne einen Film anschauen wollten.
    Ich finde die Preispolitik des Metropolis bei dem ohnehin benachteiligten Standort viel entscheidender. Bis zu 8,00 € und normal 7,50 € für eine Kinokarte – das ist ganz einfach zu viel für ein Viertel, in dessen näherem Einzugsbereich vor allem junge Studenten wohnen, die zudem in der Neustadt weitaus preiswertere Alternativen finden, sich einen guten Film anzuschauen.

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    • schlüssige Argumentation – du hast gewiß recht.

      sicher werden diese Gründe in Summe für die Schließung verantwortlich sein, welchen Anteil daran die Brücken-Baustelle tatsächlich trägt – wer weiß? Wenn die Besucherzahl in den Vorjahren allerdings nahezu konstant blieb – trotz der nahen Konkurrenz und den vergleichsweise hohen Kartenpreisen – darf man vielleicht doch der WSB einen guten Teil der Schuld anlasten … :?

      (ich will doch so gerne über die Brücke schimpfen ;-) )

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      • “(ich will doch so gerne über die Brücke schimpfen ;-) ) ”

        Ist mir nicht entgangen :lol: Sollst du ja auch dürfen, einem jeden seine Meinung.

        Was die Besucherzahlen betrifft, bin ich so lange skeptisch, wie ich das nicht an greifbaren Statistiken beleuchtet sehe. Die Aussagen des Eigners (“in den letzten Jahren”, “etwa” usw.) waren da ja auch einigermaßen vage. Zudem scheinen mir auch 150.000 Besucher für ein so großes Kino pro Jahr recht dürftig.
        Besucherrückgänge durch Baustellenbeeinträchtigungen sind ja normal, die Frage ist halt, ob man gut genug aufgestellt ist, das zu kompensieren.
        Fröhlichen Nikolaus :-)

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