Louise hires a contract killer

Louise und ihre Kolleginnen stehen am Morgen fassungslos in der leeren Fabrikhalle: die Maschinen sind über Nacht abgebaut, verladen und nach Asien verschifft worden, die Textilfabrik wird geschlossen…
Was tun mit 20 000 Euro Abfindung? Die Frauen beschließen, etwas Gemeinsames zu tun. Die Gründung einer Pizzeria wird ebenso verworfen wie die Erstellung eines Nacktkalenders, hingegen findet Louisa’s Vorschlag: “Das reicht für ‘nen Profi – laßt uns den Boss abknallen” allgemeine Zustimmung. Gesagt, getan. Louisa wird mit der Auftragsvergabe betraut, ihre Wahl fällt auf Michel, den Wachmann vom Wohnwagenpark …
“Louise hires a contract killer” (Film-Webseite) ist eine rabenschwarze Komödie des französischen Regie-Duos Benoît Delépine und Gustave Kevern, die keine Tabus kennt und von daher mit Vorsicht genossen sein sollte. Die Folgen der Globalisierung werden ebenso thematisiert wie sexuelle Orientierungen und soziale Stigmatisierung.
“Louise hires a contract killer” ist ein Sozial-Western, dessen Charaktere wortwörtlich zum Schießen sind. Ein Film, der beweist, dass das Kino auch in Zeiten der globalen Finanzkrise die sozialen Fragen nicht mit biederer Strenge beantworten muss. 90 pechschwarze Minuten mit zwei anarchischen Ausnahmekillern sind manchmal mindestens genauso gut. (BR-online)
Ebenfalls wichtig zu wissen: mit der Namensgebung der beiden Hauptpersonen erinnern die Regisseure an die gleichnamige französische Anarchistin Louise Michel (1830-1905).
Randnotiz: der mensch hat es damit tatsächlich das erste Mal ins KIF geschafft – eine durchaus angenehme, empfehlenswerte Adresse …
