DIE ART in der "Kulturkirche Rosenwerk"

Die alte Stadt hat seit gestern einen neuen, bemerkenswerten Ort für Veranstaltungen …

alte Garnisionskirche

Im obigen Lichtbild zu sehen: die alte Anstaltskirche im Park von Schloß Sonnenstein. Dieser Ort beherbergt jedoch schon lang keine Gemeinde mehr, er steht seit Jahrzehnten leer. Im Frühjahr 1940 wurde der Anstaltsgeistliche von den Nationalsozialisten ausgewiesen und die Gemeinde aufgelöst (siehe auch Schloss Sonnenstein).

Seit kurzem aber regt sich etwas im ehrwürdigen Gemäuer – und mit dem gestrigen Auftritt der ostdeutschen Indiekultlegende “DIE ART” präsentierte sich eine ungewohnte und hoch interessante Bühne dem geneigten Publikum. Präsentiert wurde das Ganze durch das Team der Hutbühne – welches bereits bei vergangenen Events durch die Veranstaltung bemerkenswerter Konzerte positiv in Erscheinung trat. Inwieweit das Uniwerk in das Konzept integriert ist muss noch erfragt werden … Aber wie auch immer – das Ganze ist als eine äußerst lobenswerte Maßnahme zur Bereicherung der hiesigen Kulturlandschaft zu sehen – also Hut ab und Dank dafür!

“DIE Art” (Wikipedia) darf sich nun in die Memoaren schreiben, den Reigen eröffnet zu haben. Der Auftritt passte in das Embiente, die düsteren Weisen und Makarios dunkle Stimme fügten sich perfekt, Gänsehaut war angesagt. Sie spielten unplugged – ihr so genanntes “halbelektrisches” Programm – neue, aktuelle Songs neben dem Bekannten und Bewährten von vor 20 Jahren. Das Publikum dankte mit reichlich, verdientem Applaus – ein wunderbarer Abend war das, dem hoffentlich weitere, wunderbare Abende folgen werden.

0 Kommentare

  1. derbaum3. Oktober 2009 at 11:29

    das gefällt mir, das die kirche nun wieder genutzt wird – sie ist mir von unserem spaziergang da oben noch als beeidruckend und leider ungenutzt in erinnerung…

  2. mortek3. Oktober 2009 at 18:02

    Ich erlaube mir mal für das Uniwerk zu antworten: Ja, wir hatten bei der Mucke unsere Finger mit im Spiel. Und das ganze geschinder die Woche vorher (Kirche herrichten, Technik, Licht usw. usf.) hat sich gelohnt wie ich finde, wenn auch etwas mehr Besucher hätten da sein können.
    Mal schauen wie man das Objekt in Zukunft wird nutzen können. Auf jeden Fall haben eine Menge Leute Bock da was zu machen.

  3. Rappel4. Oktober 2009 at 10:04

    Immerhin waren mehr Leute da als ich anfangs erwartete, der Saal füllte sich sehr langsam. Ich werde wohl zukünftig auch immer eine Stunde später kommen, da vorher sowieso nichts losgeht – diese Pirnsche Gelassenheit muss ich mir erst noch zu eigen machen …

    Auf jeden Fall hat der Aufwand gelohnt und ich bin wie schon gesagt sehr gespannt, was dort oben zukünftig noch so werden wird. Es ist eine dolle Location …

  4. Pingback No Nation Mixtape 09 | mortek.de
  5. Dieter18. November 2009 at 15:53

    Seit über einem Jahr beschäftige ich mich intensiv mit der Anstaltskirche, jetzt Kulturkirche Rosenwerk. Ich habe sie in wochenlanger Arbeit mittels Googles »SketchUp« als 3D-Modell erstellt. Wen es interessiert:
    http://fhdschulz.de/Anstaltskirche.html
    Dort sind auch viele Bilder der Kirche (innen und außen) zu sehen.

    • Rappel18. November 2009 at 16:25

      Kompliment – das ist ja genial! Hut ab vor Deiner Geduld!

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